Catering scheint lukrativ zu sein, kann aber eine Falle sein. Du verbringst Stunden mit Planung, Einkauf und Durchführung, aber der Gewinn ist enttäuschend. Wenn Catering viel Zeit kostet, aber wenig bringt, hast du drei Hauptoptionen: optimieren, selektiver werden oder ganz damit aufhören.
Analysiere zuerst, wo es schiefläuft
Bevor du drastische Entscheidungen triffst, musst du wissen, warum Catering so wenig bringt. Die meisten Probleme stecken in versteckten Kosten, die du nicht weitergibst.
💡 Beispiel versteckte Kosten:
Catering für 50 Personen à €25 pro Person:
- Umsatz: €1.250
- Lebensmittelkosten (35%): €437,50
- Zusätzliches Personal: €200
- Transport und Benzin: €40
- Verpackung und Material: €75
- Extra Zeit Inhaber (4 Stunden à €25): €100
Tatsächlicher Gewinn: €397,50 (32% des Umsatzes)
Option 1: Optimiere deinen Cateringprozess
Wenn du Catering behalten möchtest, mache es effizienter und gewinnbringender. Konzentriere dich auf Standardisierung und bessere Preisgestaltung.
- Erhöhe deinen Mindestbetrag: Nur Events ab €500 oder 20 Personen
- Standardisiere Menüs: 3-5 feste Pakete statt Maßanfertigungen
- Berechne alle Kosten durch: Transport, Verpackung, zusätzliches Personal
- Fordere Vorauszahlung: 50% bei Bestätigung verhindert Ausfälle
⚠️ Achtung:
Rechne deine eigene Zeit immer ein. Wenn du 6 Stunden für €300 Gewinn arbeitest, verdienst du €50 pro Stunde. Ist das genug für deine Expertise?
Option 2: Werde selektiver bei Aufträgen
Nicht jeder Cateringauftrag ist es wert. Konzentriere dich nur auf die gewinnträchtigsten Events und lass den Rest sausen.
- Nur große Events: Mindestens 30-50 Personen
- Stammkunden Vorrang: Unternehmen, die regelmäßig buchen
- Premium-Positionierung: Teurere Menüs, bessere Marge
- Keine Last-Minute-Aufträge: Mindestens 1 Woche Vorlaufzeit
💡 Beispiel Auswahlkriterien:
Nur akzeptieren, wenn:
- Mindestens €1.000 Bestellwert
- Maximal 30 Minuten Fahrtzeit
- Standardmenü (keine Sonderwünsche)
- Zahlung im Voraus
Dies eliminiert 70% des Stresses für 20% weniger Umsatz.
Option 3: Höre ganz mit Catering auf
Manchmal ist Aufhören die beste Wahl. Deine Zeit und Energie kannst du besser in deinen Hauptstandort investieren, wo die Marge höher ist.
- Konzentriere dich auf das Restaurant: Mehr Aufmerksamkeit für den täglichen Betrieb
- Erhöhe den Tischumsatz: Besserer Service, schnellere Bedienung
- Entwickle Takeaway: Weniger Arbeit, höhere Marge als Catering
- Baue einen festen Kundenstamm auf: Investiere in Gäste, die jede Woche kommen
Berechne die Auswirkung jeder Option
Mache einen ehrlichen Vergleich, was jede Wahl für deinen Jahresumsatz und deine Arbeitsbelastung bedeutet.
💡 Rechenbeispiel Auswirkung:
Aktuelle Situation: 2 Caterings pro Woche
- Catering-Umsatz: €2.000/Monat
- Catering-Gewinn: €600/Monat (30%)
- Extra Zeit: 20 Stunden/Monat
Alternative: Konzentriere dich auf das Restaurant, 20 Stunden extra für den täglichen Betrieb können €1.000+ zusätzlichen Umsatz generieren mit 40% Marge = €400 Gewinn + weniger Stress.
Setze deine Entscheidung schrittweise um
Welche Option du auch wählst, führe sie schrittweise ein. Keine drastischen Veränderungen von einem Tag auf den anderen.
- Teste neue Preise: Beginne mit neuen Kunden
- Kommuniziere klar: Teile bestehenden Kunden Änderungen mit
- Überwache Ergebnisse: Überprüfe nach 3 Monaten, ob es funktioniert
- Bleibe flexibel: Passe an, wenn etwas nicht wie erwartet läuft
Wie bestimmst du, ob Catering rentabel ist? (Schritt für Schritt)
Berechne alle tatsächlichen Kosten
Addiere: Lebensmittelkosten, zusätzliches Personal, Transport, Verpackung, Material und deine eigene Zeit. Rechne deine eigenen Stunden mit mindestens €25 pro Stunde. Viele Unternehmer vergessen, ihre eigene Zeit einzurechnen.
Vergleiche mit deiner Restaurantmarge
Überprüfe, wie viel Gewinn du pro Stunde im Restaurant machst versus pro Stunde Catering. Wenn Catering weniger bringt als dein normaler Betrieb, ist es eine Verlustposition, die Umsatz zu generieren scheint.
Bestimme deine minimalen Akzeptanzkriterien
Setze harte Grenzen: Mindestbetrag, maximale Fahrtzeit, nur Standardmenüs. Alles, was diese Kriterien nicht erfüllt, lehnst du ab. Dies spart Zeit und erhöht deine durchschnittliche Marge pro Auftrag.
✨ Pro tip
Überprüfe jeden Monat deine 3 größten Cateringaufträge: Wie viele Stunden hat es gekostet und was blieb übrig? Wenn du weniger als €40 pro Stunde behältst, erhöhe deine Preise oder werde selektiver.
Selbst berechnen?
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich mit Catering aufhören, wenn die Marge niedrig ist?
Nicht unbedingt. Versuche zuerst zu optimieren: höhere Preise, selektivere Aufträge, effizientere Prozesse. Höre nur auf, wenn es nach Anpassungen immer noch zu wenig für die Zeit bringt, die es kostet.
Was ist ein guter Mindestbestellwert für Catering?
Mindestens €500-750 für kleine Unternehmen. Darunter sind die Fixkosten (Zeit, Transport, Vorbereitung) oft höher als der Gewinn. Teste, was für deine Situation und Kostenstruktur funktioniert.
Wie teile ich Preiserhöhungen meinen bestehenden Cateringkunden mit?
Ehrlich und rechtzeitig. Erkläre, dass du Qualität bewahren möchtest und gestiegene Kosten weitergegeben werden müssen. Gib mindestens 1 Monat Vorankündigung und biete Alternativen wie kleinere Menüs zu alten Preisen an.
Kann ich Catering teilweise auslagern, um Zeit zu sparen?
Ja, aber achte auf deine Marge. Du kannst zum Beispiel nur die Zubereitung machen und Transport auslagern, oder nur Konzepte liefern und die Ausführung anderen überlassen. Überprüfe, ob noch genug Gewinn übrig bleibt.
Was ist, wenn Catering mein wichtigster Marketingkanal ist?
Dann hat es auch einen Wert als Akquisitionstool, nicht nur als Gewinnquelle. Berechne, wie viele neue Restaurantgäste du durchschnittlich über Catering bekommst. Wenn das erheblich ist, darf die direkte Catering-Marge niedriger sein.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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