Menü-Deals können eine großartige Möglichkeit sein, um Gäste anzulocken, aber nur wenn du sicherstellst, dass sie noch rentabel sind. Viele Restaurants machen den Fehler, ein Deal zu entwerfen, ohne die Kostpreis richtig durchzurechnen. Das Ergebnis: dein Lokal ist voll, aber du verdienst weniger als du denkst.
Berechne zuerst deine Gesamtkostpreis
Für ein rentables Menü-Deal musst du wissen, was alle Komponenten zusammen kosten. Das bedeutet nicht nur die Zutaten des Hauptgangs, sondern auch Vorspeisen, Beilagen, Getränke und alles, was zum Deal gehört.
💡 Beispiel:
3-Gänge-Menü-Deal:
- Vorspeise (Suppe): €2,20
- Hauptgang (Hähnchen): €7,80
- Nachtisch (Tiramisu): €3,10
- Brot und Butter: €0,90
Gesamtkostpreis: €14,00
Achte bei Menü-Deals besonders auf die "kleinen" Kosten, die schnell vergessen werden: Brot, Butter, Olivenöl, Garnitur und Getränke, die zum Deal gehören. Diese können schnell auf €2-3 extra pro Person anwachsen.
Bestimme deinen gewünschten Food-Cost-Prozentsatz
Bei Menü-Deals kannst du oft einen etwas höheren Food-Cost akzeptieren als bei einzelnen Gerichten. Du ziehst nämlich mehr Gäste an, die oft auch zusätzliche Getränke bestellen. Ein Food-Cost von 35-40% kann bei einem gut durchgeführten Deal immer noch rentabel sein.
⚠️ Achtung:
Gehe niemals über 45% Food-Cost, auch nicht für ein Deal. Dann verdienst du zu wenig, um deine anderen Kosten (Personal, Miete, Energie) zu decken.
Berechne den Mindestverkaufspreis
Mit deiner Gesamtkostpreis und deinem gewünschten Food-Cost kannst du ausrechnen, was du mindestens für dein Deal verlangen musst. Verwende diese Formel:
Mindestpreis exkl. MwSt. = Gesamtkostpreis ÷ (Food-Cost-Prozentsatz ÷ 100)
💡 Beispielberechnung:
Kostpreis: €14,00 | Gewünschter Food-Cost: 38%
- Mindestpreis exkl. MwSt.: €14,00 ÷ 0,38 = €36,84
- Preis inkl. 9% MwSt.: €36,84 × 1,09 = €40,16
Mindestpreis für Deal: €40,20 (gerundet)
Vergleiche mit deinem normalen Menüpreis
Dein Deal muss eine echte Ersparnis für den Gast bieten. Rechne aus, was dieselben Gerichte einzeln kosten würden, und stelle sicher, dass dein Deal mindestens 15-20% günstiger ist. Sonst fühlt es sich nicht wie ein echtes Deal an.
- Vorspeise einzeln: €8,50
- Hauptgang einzeln: €24,50
- Nachtisch einzeln: €7,50
- Gesamt einzeln: €40,50
In diesem Beispiel ist ein Deal-Preis von €32,50 attraktiv (20% Rabatt) und bei 38% Food-Cost immer noch rentabel.
Berücksichtige Jahreszeiten und Einkauf
Zutatenprise ändern sich je nach Jahreszeit. Überprüfe deinen Deal-Preis alle 3 Monate und passe ihn bei Bedarf an. Besonders bei frischen Produkten wie Fisch, Gemüse und Obst können Preisschwankungen deine Marge schnell aufzehren.
💡 Praktischer Tipp:
Erstelle dein Deal mit Zutaten, die das ganze Jahr über verfügbar sind und einen stabilen Preis haben. Denke an Hähnchen, Pasta, Reis und Tiefkühlgemüse statt saisonaler frischer Produkte.
Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir, deine Kostpreise automatisch zu verfolgen und sofort zu sehen, was dein Mindest-Deal-Preis sein muss, auch wenn Lieferanten ihre Preise anpassen.
Wie berechnest du den Mindestpreis für ein rentables Menü-Deal?
Addiere alle Kostpreise zusammen
Erstelle eine Liste aller Gerichte und Getränke, die zum Deal gehören. Berechne die Kostpreis jedes Teils einschließlich Garnituren, Brot, Butter und andere Nebenkosten. Addiere alles für die Gesamtkostpreis pro Person.
Bestimme deinen maximalen Food-Cost-Prozentsatz
Wähle einen Food-Cost-Prozentsatz zwischen 35-40% für dein Deal. Höher als 40% wird riskant, niedriger als 35% macht dein Deal für Gäste weniger attraktiv. Berücksichtige zusätzliche Getränkeverkäufe, die Deals oft bringen.
Berechne den Mindestverkaufspreis
Teile deine Gesamtkostpreis durch deinen gewünschten Food-Cost-Prozentsatz. Multipliziere mit 1,09 für die MwSt. Das ist dein Mindest-Deal-Preis, um rentabel zu bleiben. Überprüfe, ob dies mindestens 15-20% Rabatt gegenüber einzelnen Gerichten bietet.
✨ Pro tip
Erstelle dein Deal mit Zutaten, die das ganze Jahr über stabil gepriesen sind, wie Hähnchen, Pasta und Tiefkühlgemüse. So vermeidest du, dass Saisonpreise deine Marge aufzehren.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Kann ich einen höheren Food-Cost für ein Menü-Deal akzeptieren?
Ja, bis zu 40-45% kann immer noch rentabel sein. Deals ziehen oft mehr Gäste an, die zusätzliche Getränke bestellen, was die niedrigere Marge auf Essen ausgleicht. Gehe niemals über 45%.
Wie oft muss ich meinen Deal-Preis anpassen?
Überprüfe deine Kostpreise alle 3 Monate, besonders wenn du saisonale Zutaten verwendest. Lieferanten passen Preise regelmäßig an, was deine Marge beeinflussen kann, ohne dass du es merkst.
Was ist, wenn mein berechneter Preis zu hoch für ein Deal erscheint?
Passe dein Menü mit günstigeren Zutaten oder kleineren Portionen an. Ersetze teure Zutaten durch Alternativen mit ähnlichem Geschmack. Ein Deal von €25 mit 35% Food-Cost ist besser als €40 mit 45% Food-Cost.
Muss ich Personal und andere Kosten berücksichtigen?
Ja, aber diese sind nicht in deiner Food-Cost-Berechnung enthalten. Stelle sicher, dass dir nach Abzug des Food-Cost noch mindestens 60-65% für Personal, Miete, Energie und Gewinn bleibt. Bei 40% Food-Cost bleiben 60% für den Rest.
Woher weiß ich, ob mein Deal wirklich attraktiv ist?
Dein Deal muss mindestens 15-20% günstiger sein als dieselben Gerichte einzeln bestellt. Berechne, was Gäste normalerweise zahlen würden, und vergleiche mit deinem Deal-Preis. Weniger als 15% Rabatt fühlt sich nicht wie echte Ersparnis an.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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