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📝 Saison und Einkauf · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie lege ich Preisabsprachen fest, um sie später mit meiner Kostenkalkulation zu verbinden?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Preisabsprachen festhalten ist entscheidend für eine genaue Kostenkalkulation, aber viele Restaurantbetreiber machen das chaotisch. Ohne ein System weißt du nach 3 Monaten nicht mehr, was du abgesprochen hast, wodurch deine Kosten nicht mit der Realität übereinstimmen. In diesem Artikel lernst du, wie du Preisabsprachen so festhältst, dass du sie direkt mit deinen Rezepten verbinden kannst.

Warum Preisabsprachen festhalten so wichtig ist

Dein Lieferant ruft an: "Rindfleisch steigt von €18 auf €21 pro Kilo." Du denkst: Das merke ich mir. Drei Wochen später berechnest du die Kostpreis deines Steaks immer noch mit €18. Ergebnis: Du verlierst €3 pro Kilo, ohne es zu bemerken.

⚠️ Achtung:

Lieferanten erhöhen Preise 4-6 Mal pro Jahr. Ohne System hinkerst du immer hinterher.

Die drei Säulen der Preisregistrierung

Ein gutes System hat drei Komponenten, die miteinander verbunden sind:

  • Zutatendatenbank: Alle Produkte, die du einkaufst
  • Lieferanteninformationen: Wer liefert was zu welchem Preis
  • Preishistorie: Wann änderte sich welcher Preis

Diese drei müssen mit deinen Rezepten verbunden sein, damit jede Preisänderung direkt in deine Kostenkalkulation einfließt.

Schritt 1: Baue deine Zutatendatenbank auf

Beginne mit deinen 20 wichtigsten Zutaten. Das sind normalerweise:

  • Fleisch und Fisch (größter Kostenposten)
  • Käse und Milchprodukte
  • Olivenöl, Butter (verwendest du überall)
  • Spezielle Zutaten (teuer pro Kilo)

💡 Beispiel Zutateneintrag:

Rinder-Entrecôte:

  • Lieferant: Metzgerei van Dam
  • Einheit: pro kg
  • Aktueller Preis: €24,50
  • Gültig ab: 15. März 2024
  • Vorheriger Preis: €22,80 (bis 14. März)

Schritt 2: Verbinde Lieferanten mit Zutaten

Viele Zutaten kannst du bei mehreren Lieferanten kaufen. Halte fest, wer dein Hauptlieferant ist und wer dein Backup.

💡 Beispiel Lieferantenverbindung:

Lachsfilet:

  • Hauptlieferant: Fischhandel Nordsee (€19,50/kg)
  • Backup: Großhandel Metro (€21,20/kg)
  • Saisonalternative: Lokaler Fischer (€17,80/kg, nur Sommer)

So weißt du immer, welchen Preis du in deiner Kostenkalkulation verwenden musst.

Schritt 3: Registriere Preisänderungen systematisch

Jedes Mal, wenn ein Lieferant einen neuen Preis mitteilt, hältst du fest:

  • Welches Produkt
  • Alter Preis
  • Neuer Preis
  • Gültig ab
  • Grund (Saison, Inflation, Qualitätsverbesserung)

⚠️ Achtung:

Arbeite Preisänderungen sofort in deine Rezepte ein. Sonst kalkulierst du wochenlang mit falschen Zahlen.

Verbindung zur Kostenkalkulation

Der echte Vorteil kommt, wenn deine Preisabsprachen automatisch in deine Kosten einfließen. Dann siehst du sofort:

  • Welche Gerichte teurer werden
  • Wie viel du deine Speisekartenpreise anpassen musst
  • Ob du zu einem anderen Lieferanten wechseln musst

💡 Beispiel Auswirkungsberechnung:

Rindfleisch steigt von €18 auf €21 (+16,7%):

  • Steak (200g): Kostpreis steigt von €3,60 auf €4,20
  • Bei Verkaufspreis €28: Foodcost steigt von 28% auf 33%
  • Maßnahme: Erhöhe Speisekartenpreis auf €32 oder suche anderen Lieferanten

Digital vs. manuell führen

Du kannst Preisabsprachen führen in:

  • Excel: Übersichtlich, aber du musst manuell zu Kosten durchrechnen
  • Notizbuch: Schnell, aber Nachschlagen ist mühsam
  • Gastronomie-App: Automatische Durchberechnung zu Rezepten

Der Vorteil eines Systems wie KitchenNmbrs ist, dass Preisänderungen automatisch in all deine Rezepte einfließen. Du siehst sofort, welche Gerichte zu teuer werden.

Mit Lieferanten verhandeln

Wenn du Preishistorie führst, kannst du besser verhandeln:

  • "Ihr habt schon 3x dieses Jahr erhöht"
  • "Konkurrenz bietet gleiche Qualität für €2 weniger"
  • "Bei diesen Mengen erwarte ich Rabatt"

💡 Beispiel Verhandlung:

"Euer Käse ging von €8,50 auf €9,20 auf €9,80 in 6 Monaten. Das ist 15% Steigerung. Mein Konkurrenz fragt €9,40. Können wir uns auf €9,50 einigen?"

Wie legst du Preisabsprachen fest? (Schritt für Schritt)

1

Erstelle eine Liste deiner Top 20 Zutaten

Beginne mit deinen teuersten und am häufigsten verwendeten Zutaten. Notiere pro Zutat: Name, Einheit (kg, Liter, Stück), aktueller Preis und Hauptlieferant.

2

Registriere jede Preisänderung sofort

Wenn ein Lieferant einen neuen Preis mitteilt, notiere: Produkt, alter Preis, neuer Preis, Gültig ab und Grund. Arbeite das sofort in deine Kostenkalkulation ein.

3

Verbinde Preise mit deinen Rezepten

Stelle sicher, dass jede Preisänderung automatisch in die Kostpreis deiner Gerichte einfließt. So siehst du sofort, welche Gerichte teurer werden und ob du deine Speisekartenpreise anpassen musst.

✨ Pro tip

Überprüfe jeden Montag deine 5 teuersten Zutaten bei 2-3 Lieferanten. Preise schwanken ständig und du kannst oft 10-15% sparen, indem du clever wechselst.

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Häufig gestellte Fragen

Wie oft muss ich Preise aktualisieren?

Jedes Mal, wenn dein Lieferant einen neuen Preis mitteilt. Im Durchschnitt passiert das 4-6 Mal pro Jahr pro Lieferant. Arbeite es sofort ein, sonst kalkulierst du Wochen mit falschen Zahlen.

Muss ich alle Zutaten registrieren?

Beginne mit deinen 20 wichtigsten: Fleisch, Fisch, Käse, Olivenöl und teure Spezialitäten. Diese bestimmen 80% deiner Foodcost. Salz und Pfeffer kannst du später hinzufügen.

Was wenn ich mehrere Lieferanten für das gleiche Produkt habe?

Registriere alle Preise, aber markiere deinen Hauptlieferant. So kannst du schnell wechseln, wenn einer zu teuer wird, und weißt immer, welchen Preis du in deiner Kostenkalkulation verwenden musst.

Wie bewahre ich alte Preise auf?

Werfe alte Preise nie weg. Du brauchst sie für Verhandlungen und um Trends zu sehen. Bewahre mindestens 2 Jahre Historie pro Zutat auf.

Was wenn mein Lieferant plötzlich 20% mehr verlangt?

Überprüfe zuerst andere Lieferanten für das gleiche Produkt. Berechne die Auswirkung auf deine Kostpreis. Wenn es nicht anders geht, passe deine Speisekartenpreise an oder suche eine Ersatzzutat.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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