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📝 Saison und Einkauf · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die tatsächlichen Kosten einer Saisonaktion auf einer Bestellplattform nach Provision und Rabatten?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Saisonaktionen auf Bestellplattformen wirken attraktiv, aber die tatsächlichen Kosten sind oft höher als erwartet. Neben der üblichen Provision kommen Rabatte, zusätzliche Marketingkosten und erhöhte Erwartungen hinzu. In diesem Artikel lernst du, genau zu berechnen, was eine Aktion dich wirklich kostet und wann sie rentabel ist.

Was kostet eine Saisonaktion wirklich?

Eine Saisonaktion auf Plattformen wie Lieferando oder Uber Eats hat mehrere Kostenebenen, die du in deine Berechnung einbeziehen musst. Viele Unternehmer schauen nur auf den Rabatt, den sie geben, vergessen aber die Plattformprovision und zusätzliche Kosten.

💡 Beispiel: Sommeraktion Pizza

Deine normale Pizza Margherita kostet €12,50. Für eine Sommeraktion gibst du 20% Rabatt.

  • Aktionspreis: €10,00
  • Plattformprovision (25%): €2,50
  • Dein Ertrag: €7,50
  • Zutatenkosten: €3,20

Tatsächliche Marge: €4,30 (57% Lebensmittelkosten!)

Die versteckten Kosten von Aktionen

Neben dem Rabatt und der Provision gibt es oft zusätzliche Kosten, die du nicht sofort siehst:

  • Erhöhte Verpackungskosten: Bei Aktionen bestellen Menschen mehr, also mehr Behälter und Taschen
  • Zusätzliches Personal: Geschäftige Aktionszeiträume erfordern mehr Küchen- und Lieferpersonal
  • Qualitätsverlust: Stress kann zu Fehlern führen, was Reparaturkosten verursacht
  • Lagerbestandsrisiko: Du musst mehr einkaufen, mit Risiko für Verschwendung

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit dem Preis nach Rabatt für deine Provisionsberechnung. Plattformen berechnen die Provision über den Betrag, den der Kunde zahlt, nicht über deinen normalen Preis.

Formel für tatsächliche Kosten

Verwende diese Formel, um genau zu berechnen, was eine Aktion dich kostet:

Tatsächlicher Ertrag = (Aktionspreis × (100 - Provisions%)) / 100

Tatsächliche Lebensmittelkosten% = (Zutatenkosten / Tatsächlicher Ertrag) × 100

💡 Beispiel: Berechnung Schritt für Schritt

Normaler Preis: €15,00 | Aktion: 30% Rabatt | Provision: 25%

  • Aktionspreis: €15,00 × 0,70 = €10,50
  • Tatsächlicher Ertrag: €10,50 × 0,75 = €7,88
  • Bei €4,50 Zutaten: (€4,50 / €7,88) × 100 = 57% Lebensmittelkosten

Fazit: Zu hohe Lebensmittelkosten, Aktion ist verlustbringend

Wann ist eine Aktion rentabel?

Eine Aktion ist nur rentabel, wenn deine tatsächlichen Lebensmittelkosten unter 35% bleiben. Arbeite daher immer rückwärts von deinen maximalen Lebensmittelkosten zum minimalen Aktionspreis.

Minimaler Aktionspreis = (Zutatenkosten / 0,35) / (1 - Provisions%)

💡 Beispiel: Minimalen Aktionspreis berechnen

Zutaten kosten €4,50, Provision ist 25%, du möchtest max. 35% Lebensmittelkosten.

  • Minimaler Ertrag: €4,50 / 0,35 = €12,86
  • Minimaler Aktionspreis: €12,86 / 0,75 = €17,15

Du musst mindestens €17,15 verlangen, um rentabel zu bleiben

Zusätzliches Volumen vs. niedrigere Marge

Aktionen können durch zusätzliches Volumen rentabel sein, auch mit niedrigerer Marge pro Gericht. Berechne daher auch die Gesamtwirkung:

  • Normale Woche: 100 Pizzas × €8,30 Marge = €830
  • Aktionswoche: 200 Pizzas × €4,30 Marge = €860

In diesem Fall bringt die Aktion €30 extra ein, trotz niedrigerer Marge pro Pizza. Achte aber auf die zusätzlichen Kosten für Personal und Lagerbestand.

⚠️ Achtung:

Kunden, die nur bei Aktionen bestellen, sind oft keine treuen Kunden. Rechne nicht damit, dass sie zu normalen Preisen zurückkommen.

Digitale Hilfe bei Berechnungen

Diese Berechnungen sind komplex und fehleranfällig, wenn du sie manuell durchführst. Ein System wie KitchenNmbrs kann automatisch berechnen, was verschiedene Aktionspreise für deine Lebensmittelkosten und Rentabilität bedeuten.

Du gibst den Aktionspreis und das Provisionspercentage ein und siehst sofort, ob das Gericht noch rentabel ist. So kannst du schnell entscheiden, ob eine Aktion finanziell vertretbar ist.

Wie berechnest du die tatsächlichen Kosten einer Saisonaktion?

1

Sammle alle Kostendaten

Notiere deinen normalen Verkaufspreis, Zutatenkosten pro Gericht, das Aktionsrabatt-Prozentsatz und die Provision der Plattform. Vergiss nicht, zusätzliche Kosten wie erhöhte Verpackungskosten und möglicherweise zusätzliches Personal einzubeziehen.

2

Berechne deinen tatsächlichen Ertrag

Ziehe zuerst den Rabatt von deinem normalen Preis ab, um den Aktionspreis zu erhalten. Ziehe dann die Plattformprovision von diesem Aktionspreis ab. Formel: (Aktionspreis × (100 - Provisions%)) / 100.

3

Überprüfe dein Lebensmittelkosten-Prozentsatz

Teile deine Zutatenkosten durch deinen tatsächlichen Ertrag und multipliziere mit 100. Wenn dies über 35% liegt, machst du Verlust mit dem Gericht. Berechne auch die Gesamtwirkung: Mehr Volumen kann niedrigere Marge pro Gericht ausgleichen.

✨ Pro tip

Teste Aktionen zuerst bei einem Gericht mit niedrigen Zutatenkosten. Pizzas und Pasta sind oft besser für Aktionen geeignet als Fleisch- oder Fischgerichte wegen ihrer niedrigeren Lebensmittelkosten.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich die Mehrwertsteuer in meine Aktionsberechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer ohne Mehrwertsteuer. Die Preise, die du an die Plattform weitergibst, sind inklusive 19% Mehrwertsteuer, aber für deine Lebensmittelkosten-Berechnung verwendest du den Preis ohne 19% Mehrwertsteuer.

Wie oft darf ich Aktionen machen, ohne Kunden zu verwöhnen?

Begrenzen Sie Aktionen auf maximal 1-2 Mal pro Quartal. Zu viele Aktionen trainieren Kunden, nur bei Rabatten zu bestellen, was deinen normalen Umsatz untergräbt.

Was ist, wenn mein Konkurrent auch eine Aktion hat?

Konzentriere dich auf deine eigenen Zahlen, nicht auf den Konkurrenten. Eine verlustbringende Aktion, um mit dem Konkurrenten Schritt zu halten, kostet dich am Ende mehr als entgangene Bestellungen.

Kann ich die Plattformprovision von meinem Rabatt abziehen?

Nein, Plattformen berechnen immer Provision über den Betrag, den der Kunde zahlt. Du kannst die Provision nicht mit deinem eigenen Rabatt verrechnen.

Wie vermeide ich Verluste bei Aktionen?

Berechne immer vorher deinen minimalen Aktionspreis, um unter 35% Lebensmittelkosten zu bleiben. Verwende die Formel: (Zutatenkosten / 0,35) / (1 - Provisions%).

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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