Schlechte Planung kostet dich durchschnittlich 15-20% extra beim Einkauf. Du kaufst zu viel von dem einen, zu wenig von dem anderen, und zahlst teure Notlieferungen. Eine gute Wochenplanung kann deine Einkaufskosten um hunderte Euro pro Monat senken.
Warum Wochenplanung dir Geld spart
Die meisten Restaurants planen von Tag zu Tag. Montag schaust du, was du für Dienstag brauchst. Dienstag für Mittwoch. Die Folge: Du kaufst reaktiv statt strategisch ein.
⚠️ Achtung:
Notlieferungen kosten oft 20-30% mehr als reguläre Bestellungen. Eine Wochenplanung verhindert 80% dieser Situationen.
Durch eine Planung eine Woche im Voraus kannst du:
- Größere Bestellungen aufgeben (oft Rabatt ab bestimmtem Betrag)
- Seltener liefern lassen (Lieferkosten sparen)
- Besser auf Angebote deiner Lieferanten reagieren
- Verschwendung durch Überbevorratung vermeiden
Die 5-Schritte-Planung für niedrigere Einkaufskosten
Eine gute Wochenplanung beginnt am Freitag für die nächste Woche. So hast du das Wochenende, um eventuelle Anpassungen vorzunehmen.
💡 Beispiel Wochenplanung:
Bistro mit 80 Couverts pro Tag, 6 Tage offen:
- Freitag: Nächste Woche planen (30 Min)
- Samstag: Bestand prüfen und anpassen (15 Min)
- Sonntag: Hauptbestellung für Montag/Dienstag-Lieferung aufgeben
- Mittwoch: Kleine Nachbestellung für Wochenende
Ergebnis: 2 Lieferungen statt 5, 15% niedrigere Einkaufskosten
Bestand vs. Verkauf: das Gleichgewicht finden
Zu wenig Bestand = teure Notbestellungen. Zu viel Bestand = Verschwendung und Cashflow-Probleme. Das richtige Gleichgewicht liegt bei 3-4 Tagen Bestand für haltbare Produkte, 1-2 Tagen für frische Produkte.
💡 Beispiel Bestandsplanung:
Du verkaufst durchschnittlich 25 Steaks pro Tag:
- Montag Bestand: 50 Stück (2 Tage)
- Mittwoch Lieferung: 75 Stück (3 Tage)
- Samstag Bestandsprüfung: noch 15 Stück
Keine Notbestellungen, keine Verschwendung
Lieferanten clever einsetzen
Viele Restaurants bestellen aus Bequemlichkeit bei demselben Lieferanten. Aber verschiedene Lieferanten haben verschiedene Stärken. Fisch beim Fischhändler, Fleisch beim Metzger, Gemüse beim Großhandel.
- Hauptlieferant: 70-80% deiner Einkäufe, bester Service
- Spezialist 1: Frischer Fisch, 2x pro Woche
- Spezialist 2: Premium-Fleisch, 1x pro Woche
- Notfalllieferant: Für echte Notfälle
⚠️ Achtung:
Zu viele Lieferanten werden auch teuer. Halte dich auf maximal 4 feste Lieferanten. Mehr bedeutet mehr Verwaltung und weniger Mengenrabatt.
Saison und Angebote nutzen
Lieferanten haben regelmäßig Angebote. Durch wöchentliche Planung kannst du besser darauf reagieren. Ein Angebot auf Tomaten? Plane diese Woche extra Pasta und Salate.
💡 Beispiel Saisonplanung:
Oktober - Kürbissaison:
- Kürbis normal: €2,80/kg
- Saisonspreis: €1,60/kg
- Ersparnis: €1,20/kg = 43% günstiger
Plane diese Woche extra Kürbisgerichte und spare kräftig bei deinen Lebensmittelkosten.
Digitale Tools für bessere Planung
Excel geht, aber eine App wie KitchenNmbrs macht es einfacher. Du siehst direkt, welche Zutaten du für dein geplantes Menü brauchst, und wie viel du noch im Bestand hast.
So vermeidest du, dass du vergisst, etwas zu bestellen, oder versehentlich doppelt bestellst, weil du nicht weißt, was noch da ist.
Wie erstellst du eine wöchentliche Einkaufsplanung? (Schritt für Schritt)
Überprüfe dein Menü und erwartete Verkäufe
Schau dir dein Menü für die nächste Woche an. Welche Gerichte stehen drauf? Wie viele Gäste erwartest du pro Tag? Nutze Zahlen aus der gleichen Woche des Vorjahres als Grundlage.
Zähle deinen aktuellen Bestand auf
Gehe durch deine Kühlschränke, Gefrierschränke und Trockenlagerbestände. Notiere, was du hast und wie viel. Das ist dein Ausgangspunkt für die Berechnung.
Berechne, was du brauchst
Pro Gericht: erwartete Verkäufe × Zutaten pro Portion = Gesamtbedarf. Ziehe deinen aktuellen Bestand ab. Die Differenz musst du einkaufen.
Plane deine Lieferungen strategisch
Frische Produkte: 2 Lieferungen pro Woche. Haltbare Produkte: 1 Lieferung. Kombiniere Bestellungen, wo möglich, für Rabatte und niedrigere Lieferkosten.
Überprüfe und passe während der Woche an
Mittwoch: kurze Überprüfung, ob alles nach Plan läuft. Verkauf höher/niedriger als erwartet? Passe deinen Wochenend-Einkauf an.
✨ Pro tip
Überprüfe jeden Freitagnachmittag die Angebote deiner Lieferanten für die nächste Woche. Plane dein Menü teilweise danach aus und spare 10-15% bei deinem Wocheneinkauf.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
War dieser Artikel hilfreich?
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Zeit kostet eine gute Wochenplanung?
Für ein durchschnittliches Restaurant: 30-45 Minuten pro Woche. Das erste Mal dauert länger, aber danach wird es zur Routine. Die Zeit, die du investierst, verdienst du durch niedrigere Einkaufskosten doppelt zurück.
Was ist, wenn die Verkäufe ganz anders ausfallen als geplant?
Plane einen Puffer von 10-15% extra für Unsicherheit ein. Und halte immer einen zuverlässigen Notfalllieferanten für echte Notfälle bereit.
Kann ich nicht einfach jeden Tag bestellen, was ich brauche?
Kannst du, aber es kostet 15-20% mehr durch höhere Lieferkosten, keine Mengenrabatte und den Stress der täglichen Planung. Wochenplanung ist entspannter und günstiger.
Wie weiß ich, ob mein Lieferant Mengenrabatt gibt?
Frag einfach. Viele Lieferanten geben 3-8% Rabatt ab €200-500 pro Bestellung. Oder kostenlose Lieferung ab einem bestimmten Betrag. Das steht oft nicht auf ihrer Website.
Was ist, wenn ich zu viel eingekauft habe und es droht zu verderben?
Mache sofort ein Tagesspecial mit niedrigerem Gewinn. Besser 10% Gewinn als 100% Verlust. Oder verarbeite es in eine Suppe/Sauce, die du einfrieren kannst.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Sparen Sie bis zu 15% bei Ihrem Food Cost
Die meisten Küchen sparen 8-15% beim Food Cost, sobald sie anfangen zu messen. KitchenNmbrs macht das Messen einfach. Starten Sie heute Ihre kostenlose Testphase.
Kostenlose Testversion starten →