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📝 Kostensenkung & Effizienz · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich den Kostpreisunterschied zwischen selbstgemachten und eingekauften Grundzubereitungen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Selbermachen oder einkaufen? Diese Frage bestimmt oft den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust. Viele Küchen kaufen alles ein, ohne zu wissen, was die Eigenherstellung kostet. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt zu berechnen, was wirklich günstiger ist.

Warum diese Berechnung entscheidend ist

Viele Restaurantbetreiber denken, dass Selbermachen immer günstiger ist. Das stimmt nicht immer. Du musst nämlich auch die Arbeitszeit einrechnen. Ein Glas Pesto für €3,50 kann günstiger sein als Selbermachen, wenn dein Chef daran 45 Minuten arbeitet.

⚠️ Achtung:

Vergiss nicht, die Arbeitszeit einzurechnen. Ein Chef, der €18 pro Stunde kostet, macht eine Stunde Pesto für €18 an Lohnkosten. Plus die Zutaten.

Die komplette Kostpreisformel

Selbstgemacht = Zutatenkosten + (Arbeitszeit × Stundenlohn Chef) + Energiekosten

Eingekauft = Einkaufspreis pro Einheit

Der Unterschied zwischen diesen beiden Zahlen zeigt dir, was günstiger ist. Achtung: Rechne immer pro Portion oder pro 100 Gramm, um fair zu vergleichen.

💡 Beispiel: Pesto-Berechnung

Selbstgemacht (250 Gramm):

  • Basilikum: €2,80
  • Pinienkerne: €4,20
  • Parmesan: €3,50
  • Olivenöl: €1,10
  • Knoblauch: €0,40
  • Arbeitszeit (45 Min × €18/Std): €13,50

Gesamtkosten selbstgemacht: €25,50 für 250g = €10,20 pro 100g

Eingekauftes Pesto: €3,50 pro 100g

Unterschied: €6,70 pro 100g günstiger zum Einkaufen!

Versteckte Kosten beim Selbermachen

Neben Zutaten und Arbeitszeit gibt es noch mehr Kosten, die du oft vergisst:

  • Energiekosten: Ofen, Mixer, Mixer verbrauchen Strom
  • Abfall und Schnittabfall: Schalen, Ausschuss, fehlgeschlagene Chargen
  • Lagerung: Kühlraum kostet Geld, frische Produkte verderben
  • Zeit für Einkauf: Mehr verschiedene Zutaten bedeuten mehr Bestellarbeit
  • Qualitätsrisiko: Selbstgemacht kann misslingen, eingekauft ist konsistent

💡 Beispiel: Mayonnaise-Vergleich

Selbstgemacht (1 Liter):

  • Eigelb (6 Stück): €1,80
  • Öl (750ml): €2,25
  • Essig, Senf: €0,45
  • Arbeitszeit (20 Min × €18/Std): €6,00
  • Ausfallrisiko (10%): €1,05

Gesamtkosten selbstgemacht: €11,55 pro Liter

Eingekaufte Mayo (Gastronomie): €8,50 pro Liter

Unterschied: €3,05 pro Liter günstiger zum Einkaufen

Wann sich Selbermachen lohnt

Nicht alles ist günstiger zum Einkaufen. Selbermachen lohnt sich oft bei:

  • Einfache Zubereitungen: Vinaigrette, Kräuterbutter, Marinade
  • Große Mengen: Wenn du viel verwendest, verdienst du die Arbeitszeit zurück
  • Qualitätsunterschied: Wenn die eingekaufte Version wirklich schlechter schmeckt
  • Einzigartige Rezepte: Deine Signature-Sauce kannst du nicht kaufen
  • Günstige Arbeitszeit: Wenn du einen Praktikanten oder dich selbst Zeit hast

💡 Beispiel: Kräuterbutter-Berechnung

Selbstgemacht (500 Gramm):

  • Butter: €4,50
  • Petersilie: €1,20
  • Knoblauch: €0,30
  • Arbeitszeit (10 Min × €18/Std): €3,00

Gesamtkosten selbstgemacht: €9,00 für 500g = €1,80 pro 100g

Eingekaufte Kräuterbutter: €3,20 pro 100g

Unterschied: €1,40 pro 100g günstiger zum Selbermachen

Die 80/20-Regel anwenden

Konzentriere dich auf die Zubereitungen, die du am meisten verwendest. Wenn du 5 Kilo Mayonnaise pro Monat verwendest, hat diese Berechnung großen Einfluss. Wenn du 200 Gramm Trüffelpasta pro Monat verwendest, macht der Unterschied wenig aus.

⚠️ Achtung:

Berechne nur deine Top 10 meistverwendeten Zubereitungen. Der Rest kostet mehr Zeit als es bringt.

Praktische Entscheidungshilfe

Erstelle eine einfache Tabelle mit deinen meistverwendeten Zubereitungen. Berechne für jede:

  • Kosten selbstgemacht pro 100 Gramm
  • Kosten eingekauft pro 100 Gramm
  • Wie viel du pro Monat verwendest
  • Gesamte monatliche Einsparung

Konzentriere dich auf die größten Einsparungen. Eine Zubereitung, die €0,20 pro 100 Gramm spart, aber von der du 20 Kilo pro Monat verwendest, bringt €40 Einsparung.

Wie berechnest du den Kostpreisunterschied? (Schritt für Schritt)

1

Berechne Kosten selbstgemacht

Addiere alle Zutatenkosten. Berechne die Arbeitszeit: Minuten × Stundenlohn Chef ÷ 60. Addiere Energiekosten und 5-10% für Ausfall hinzu.

2

Bestimme Einkaufspreis vergleichbares Produkt

Suche ein qualitativ vergleichbares eingekauftes Produkt. Achte auf die Verpackungsgröße und rechne auf die gleiche Einheit um (pro 100g oder pro Liter).

3

Berechne den Unterschied und die Auswirkung

Ziehe die Kosten voneinander ab. Multipliziere mit deiner monatlichen Verwendung, um die Gesamtauswirkung zu sehen. Konzentriere dich zuerst auf die größten Einsparungen.

✨ Pro tip

Überprüfe zuerst deine 3 meistverwendeten Saucen und Dressings. Dort steckt meist die größte Einsparung, weil du viel davon verwendest und die Arbeitszeit relativ hoch ist.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich die Zeit des Chefs immer einrechnen?

Ja, immer. Auch wenn der Chef sowieso anwesend ist, kostet seine Zeit Geld. Diese Zeit könnte er für andere Aufgaben verwenden, die mehr Wert bringen.

Wie berechne ich Energiekosten für kleine Zubereitungen?

Bei kleinen Mengen kannst du Energiekosten oft ignorieren. Bei großen Chargen oder energieintensiven Geräten addierst du €0,10-0,30 pro Stunde Nutzung auf.

Was ist, wenn die Qualität des Eingekauften anders ist?

Dann vergleichst du Äpfel mit Birnen. Suche ein eingekauftes Produkt von vergleichbarer Qualität, oder akzeptiere, dass du für Qualität zahlst.

Wie oft sollte ich diese Berechnung wiederholen?

Überprüfe deine Top 5 Zubereitungen jedes Quartal. Preise für Zutaten und eingekaufte Produkte ändern sich regelmäßig.

Was mache ich mit Zubereitungen, die ich nicht kaufen kann?

Einzigartige Rezepte und Signature-Saucen musst du selbermachen. Berechne aber die Kosten, damit du weißt, was dein Mindestverkaufspreis sein muss.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
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