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📝 Warum es schiefgeht · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Was passiert, wenn du Portionen zum Mitnehmen größer machst als im Restaurant, ohne das zu berechnen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Größere Portionen zum Mitnehmen wirken wie ein Service für deine Kunden, können aber deinen Gewinn still und leise aufzehren. Viele Unternehmer machen Portionen zum Mitnehmen größer, ohne die Kostpreis anzupassen, wodurch sie unbewusst Geld bei jeder Bestellung verlieren. In diesem Artikel siehst du genau, was das kostet und wie du es löst.

Warum größere Portionen zum Mitnehmen gefährlich sind

Beim Mitnehmen denkst du: "Kunde zahlt keine Bedienung, also kann ich die Portion größer machen." Logisch, aber kostentechnisch eine Falle. Jedes Gramm zusätzliche Zutaten kostet Geld, während dein Verkaufspreis gleich bleibt.

⚠️ Achtung:

Viele Unternehmer denken, dass sie beim Mitnehmen nur Bedienung sparen. Aber größere Portionen können diese Ersparnis vollständig aufzehren.

Was es dich wirklich kostet

Angenommen, du machst Portionen zum Mitnehmen 25% größer als Restaurantportionen. Dann steigen deine Zutatenkosten auch um 25%, aber dein Verkaufspreis bleibt gleich.

💡 Beispiel: Pasta Carbonara

Restaurantportion:

  • Pasta: 100g = €0,45
  • Speck: 80g = €1,60
  • Ei + Käse: €1,20
  • Sonstiges: €0,75

Kostpreis: €4,00

Portion zum Mitnehmen (25% größer):

  • Pasta: 125g = €0,56
  • Speck: 100g = €2,00
  • Ei + Käse: €1,50
  • Sonstiges: €0,94

Kostpreis: €5,00

Unterschied pro Portion: €1,00 zusätzliche Kosten. Bei 50 Bestellungen zum Mitnehmen pro Woche kostet dich das €2.600 pro Jahr an Gewinn.

Auswirkung auf deinen Food-Cost-Prozentsatz

Größere Portionen erhöhen deinen Food-Cost-Prozentsatz dramatisch, weil deine Zutatenkosten steigen, aber dein Verkaufspreis gleich bleibt.

💡 Beispiel: Food-Cost-Berechnung

Verkaufspreis Pasta: €16,50 inkl. MwSt. = €15,14 exkl. MwSt.

Restaurant:
Food-Cost: (€4,00 / €15,14) × 100 = 26,4%

Mitnehmen (25% größer):
Food-Cost: (€5,00 / €15,14) × 100 = 33,0%

Dein Food-Cost steigt von 26,4% auf 33,0%. Das ist ein Unterschied von 6,6 Prozentpunkten. Bei €200.000 Umsatz zum Mitnehmen pro Jahr kostet dich das €13.200 an Gewinn.

Versteckte Kosten, die du vergisst

Größere Portionen kosten mehr als nur Zutaten:

  • Verpackungskosten: Größere Behälter kosten mehr
  • Lieferkosten: Höheres Gewicht, höhere Kosten
  • Lagerdruck: Deine Zutaten sind schneller aufgebraucht
  • Qualitätsverlust: Größere Portionen werden weniger warm geliefert

⚠️ Achtung:

Kunden bestellen nicht häufiger, weil Portionen größer sind. Sie bestellen, weil es lecker ist und pünktlich ankommt. Größere Portionen führen selten zu mehr Umsatz.

Wie du das löst

Es gibt drei Möglichkeiten, um größere Portionen zum Mitnehmen gewinnbringend zu machen:

Option 1: Gleiche Portionsgröße
Mache Portionen zum Mitnehmen genauso groß wie Restaurantportionen. Einfach und ehrlich.

Option 2: Preis erhöhen
Bei 25% größerer Portion erhöhst du den Preis um 25%. Der Kunde zahlt für das, was er bekommt.

Option 3: Andere Zusammensetzung
Mache die Portion größer mit günstigeren Zutaten. Mehr Pasta, weniger Fleisch zum Beispiel.

💡 Beispiel: Clevere Anpassung

Statt 25% mehr von allem, machst du:

  • Pasta: +40% (günstig)
  • Gemüse: +30% (relativ günstig)
  • Fleisch: +10% (teuer)
  • Soße: +20% (mittelmäßig teuer)

Der Kunde bekommt eine volle Schachtel, du behältst deine Margen unter Kontrolle.

Kontrolle und Überwachung

Überprüfe monatlich deinen Food-Cost pro Kanal:

  • Restaurant Food-Cost vs. Mitnehmen Food-Cost
  • Durchschnittliche Portionsgröße pro Gericht
  • Gewinnmarge pro Bestellung
  • Gesamte Zutatenkosten pro Kanal

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du das automatisch pro Verkaufskanal verfolgen, sodass du sofort siehst, wo dein Gewinn entweicht.

Wie berechnest du die Auswirkung von größeren Portionen zum Mitnehmen?

1

Berechne Kostpreis beider Portionen

Addiere alle Zutatenkosten für deine normale Restaurantportion. Mache das Gleiche für deine Portion zum Mitnehmen. Notiere den Unterschied pro Portion.

2

Berechne Food-Cost-Prozentsatz

Teile die Zutatenkosten durch deinen Verkaufspreis exkl. MwSt. und multipliziere mit 100. Mache das für beide Portionsgrößen, um den Unterschied zu sehen.

3

Berechne Jahresauswirkung

Multipliziere den Kostenunterschied pro Portion mit deiner Anzahl von Bestellungen zum Mitnehmen pro Jahr. Das zeigt dir deinen Gesamtgewinnverlust durch größere Portionen.

✨ Pro tip

Überprüfe diese Woche deine 3 meistverkauften Gerichte zum Mitnehmen. Berechne den Kostpreis vs. Restaurantversion. Der Unterschied multipliziert mit deinen wöchentlichen Bestellungen zum Mitnehmen zeigt dir direkt dein Gewinnleck.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Sollten Portionen zum Mitnehmen nicht größer sein, weil Kunden zu Hause essen?

Nein, Kunden bestellen wegen des Geschmacks und der Bequemlichkeit, nicht wegen extra großer Portionen. Eine normale Portion ist normalerweise auch zu Hause ausreichend.

Kann ich den Preis für größere Portionen zum Mitnehmen erhöhen?

Ja, das ist fair. Wenn du 25% mehr Zutaten gibst, darfst du 25% mehr verlangen. Kunden verstehen das normalerweise.

Wie erkenne ich, ob meine Portionen zum Mitnehmen zu groß sind?

Berechne deinen Food-Cost-Prozentsatz für Mitnehmen vs. Restaurant. Wenn Mitnehmen 5+ Prozentpunkte höher ist, sind deine Portionen wahrscheinlich zu groß.

Was ist, wenn Konkurrenten große Portionen zum Mitnehmen anbieten?

Konzentriere dich auf Qualität und Service, nicht auf Portionsgröße. Viele Konkurrenten verlieren Geld mit zu großen Portionen, ohne es zu bemerken.

Wie erkläre ich kleinere Portionen den Kunden?

Sag, dass du die gleiche Portionsgröße wie im Restaurant verwendest, um konsistente Qualität zu gewährleisten. Die meisten Kunden schätzen Ehrlichkeit.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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