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📝 Warum es schiefgeht · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Warum Mitarbeiter es normal finden, Zutaten ohne zu fragen zu nehmen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 16 Mar 2026

Mitarbeiter, die Zutaten ohne zu fragen nehmen, sind eine der größten Ursachen für unerklärliche Lebensmittelkostensteigerungen. Es beginnt unschuldig - ein Häppchen hier, eine Extra-Portion dort - wird aber schnell zur Norm. In diesem Artikel lernst du, warum das passiert und wie du es verhinderst, ohne einen Polizeistaat zu schaffen.

Wie unschuldiges Verhalten teuer wird

Es fängt immer klein an. Ein Koch, der während der Arbeit ein Stück Käse kostet. Eine Kellnerin, die eine Handvoll Nüsse nimmt. Niemand denkt böse - das gehört doch dazu?

Aber was als Kosten beginnt, wird oft mehr. Und was eine Person tut, machen bald andere auch.

💡 Beispiel:

Ein Team von 6 Mitarbeitern nimmt täglich:

  • 1 Brötchen pro Person: 6 × €0,80 = €4,80
  • Etwas Käse und Fleisch: €3,00
  • Getränke aus der Bar: €8,00

Pro Tag: €15,80 × 300 Arbeitstage = €4.740 pro Jahr

Warum es zur Norm wird

Es gibt drei Gründe, warum Mitarbeiter dieses Verhalten als normal ansehen:

1. Keine klaren Regeln
Wenn du nie erklärst, was erlaubt ist und was nicht, setzen Menschen selbst Grenzen. Und diese Grenzen verschieben sich langsam.

2. Der Chef macht es auch
Du nimmst auch mal was aus der Küche. Warum sollten deine Mitarbeiter es dann nicht dürfen? Sie sehen keinen Unterschied zwischen Inhaber und Angestelltem.

3. Es wirkt kostenlos
Essen in einem Restaurant wirkt kostenlos. Es gibt keinen Kassenbon auf einem Stück Schinken. Also fühlt es sich nicht wie Diebstahl an.

⚠️ Achtung:

Mitarbeiter, die Zutaten nehmen, sind meist nicht bewusst dabei zu stehlen. Sie denken, dass es dazugehört. Deshalb funktioniert Wutausbruch nicht - du musst klare Absprachen treffen.

Die echten Kosten

Es geht nicht nur um die Zutaten selbst. Es gibt weitere Kosten, die du vielleicht nicht siehst:

  • Bestand stimmt nicht mehr - Du denkst, du hast genug, aber es reicht nicht
  • Portionen werden kleiner - Wenn weniger da ist, bekommen Gäste kleinere Portionen
  • Zusatzkäufe - Du musst öfter nachbestellen, weil der Bestand aufgebraucht ist
  • Schlechte Gewohnheiten - Wenn das normal ist, was ist dann noch normal?

💡 Beispiel:

Restaurant mit 4 Köchen, die täglich jeweils "kosten":

  • 50 Gramm Käse pro Person: €1,20/Tag
  • 100 Gramm Fleisch pro Person: €3,60/Tag
  • Brot und Garnitur: €2,00/Tag

Gesamt: €6,80/Tag × 4 Personen × 300 Tage = €8.160/Jahr

Wie du das verhinderst

Du musst kein Diktator werden. Es geht um Klarheit und Alternativen anbieten.

Treffe klare Absprachen
Erkläre, was erlaubt ist und was nicht. Zum Beispiel: Kosten während des Kochens ist ok, aber keine vollständigen Portionen nehmen.

Biete Alternativen
Sorge für Personalmahlzeiten oder ein Budget für eigenes Essen. Dann müssen sie nicht heimlich nehmen.

Halte es fest
Wenn du deinen Bestand verfolgst, siehst du sofort, wenn mehr verschwindet als verkauft wird.

💡 Beispiel einer guten Absprache:

"Kosten während des Kochens ist immer erlaubt. Für dein eigenes Mittagessen kannst du dir ein Brötchen für €3,00 machen - das wird von deinem Lohn abgezogen. Einfach Zutaten ohne zu fragen nehmen ist nicht erlaubt."

Signale, dass es außer Kontrolle gerät

Achte auf diese Signale, dass das Problem größer wird:

  • Deine Lebensmittelkosten steigen, ohne dass Lieferanten teurer wurden
  • Du fällst öfter bei Zutaten aus als erwartet
  • Mitarbeiter nehmen offen Essen ohne zu fragen
  • Deine Bestandszählung stimmt regelmäßig nicht
  • Neue Mitarbeiter übernehmen das Verhalten schnell

Je früher du eingreifst, desto leichter ist es, etwas zu ändern. Mitarbeiter, die das Jahre lang tun, finden es schwer zu stoppen.

Wie gehst du vor? (Schritt für Schritt)

1

Mache klare Regeln

Schreibe auf, was erlaubt ist und was nicht. Zum Beispiel: Kosten während des Kochens ist ok, aber keine vollständigen Portionen nehmen. Bespreche das mit deinem Team, ohne Vorwürfe über die Vergangenheit zu machen.

2

Biete Alternativen

Organisiere Personalmahlzeiten oder ein Budget für eigenes Essen. Wenn Menschen Hunger haben, müssen sie irgendwo hingehen können. Mache das bezahlbar, aber nicht kostenlos.

3

Halte den Bestand fest

Überwache deine Zutaten, damit du siehst, wenn mehr verschwindet als verkauft wird. Das muss nicht täglich sein, aber wöchentlich. So erkennst du Probleme früh.

✨ Pro tip

Beginne damit, deine 5 teuersten Zutaten zu verfolgen (Fleisch, Fisch, Käse). Wenn diese regelmäßig zu schnell aufgebraucht werden, weißt du, wo du suchen musst.

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Häufig gestellte Fragen

Darf das Personal überhaupt nichts mehr kosten?

Kosten während des Kochens muss möglich sein - das gehört zu gutem Kochen. Es geht um vollständige Portionen nehmen oder Essen für sich selbst machen, ohne zu bezahlen.

Was ist, wenn Mitarbeiter über neue Regeln sauer werden?

Erkläre, warum es nötig ist: nicht um sie zu ärgern, sondern um das Geschäft gesund zu halten. Biete Alternativen wie bezahlbare Personalmahlzeiten an.

Wie kontrolliere ich das, ohne einen Polizeistaat zu schaffen?

Konzentriere dich auf Bestandskontrolle statt Menschen zu überwachen. Wenn du wöchentlich checkst, was verschwunden ist, siehst du Muster, ohne alle im Auge behalten zu müssen.

Was kostet dieses Problem durchschnittlich pro Jahr?

Für ein durchschnittliches Restaurant mit 5 Mitarbeitern oft zwischen €3.000 und €8.000 pro Jahr. Das hängt davon ab, was sie nehmen und wie oft.

Muss ich Personalmahlzeiten kostenlos geben?

Nicht unbedingt kostenlos, aber bezahlbar. Zum Beispiel €3-5 für eine Mahlzeit. So verhinderst du, dass Menschen heimlich nehmen, aber es bleibt fair.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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