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📝 Tägliche Kontrolle · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie stelle ich eine Personalplanung auf, bei der die Prime Cost automatisch im Rahmen bleibt?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Prime Cost (Lebensmittelkosten + Arbeitskosten) bestimmt, ob dein Restaurant rentabel läuft. Viele Unternehmer planen Personal nach Gefühl, wodurch ihre Arbeitskosten aus dem Ruder laufen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du eine Personalplanung aufbaust, bei der deine Prime Cost automatisch im Rahmen bleibt.

Was ist Prime Cost und warum ist es entscheidend?

Prime Cost ist die Summe deiner Lebensmittelkosten und Arbeitskosten. Es ist die wichtigste Kennzahl, um zu wissen, ob dein Restaurant gesund läuft.

💡 Beispiel:

Restaurant mit €50.000 Monatsumsatz:

  • Lebensmittelkosten: €15.000 (30%)
  • Arbeitskosten: €20.000 (40%)
  • Prime Cost: €35.000 (70%)

Dieses Restaurant macht Verluste. Prime Cost muss unter 60% bleiben.

Übliche Prime-Cost-Richtwerte:

  • Gehobene Gastronomie: 55-65%
  • Casual Dining: 50-60%
  • Fast Casual: 45-55%
  • Lieferdienst: 50-65%

Berechne deine maximalen Arbeitskosten pro Tag

Für gute Personalplanung musst du wissen, wie viel du maximal für Personal pro Tag ausgeben kannst.

Formel:
Maximale Arbeitskosten = (Erwarteter Umsatz × Prime-Cost-%) - Erwartete Lebensmittelkosten

💡 Beispielberechnung:

Dienstag erwartest du €2.500 Umsatz:

  • Gewünschte Prime Cost: 58%
  • Erwartete Lebensmittelkosten: 30% = €750
  • Prime-Cost-Budget: €2.500 × 0,58 = €1.450
  • Maximale Arbeitskosten: €1.450 - €750 = €700

Du kannst maximal €700 für Personal einsetzen.

Verteile die Arbeitskosten auf deine Schichten

Jetzt, da du weißt, wie viel du ausgeben kannst, verteile dies auf deine Dienste basierend auf erwarteter Auslastung.

  • Mittagsschicht: 30-40% der gesamten Arbeitskosten
  • Abendschicht: 60-70% der gesamten Arbeitskosten
  • Grundbesetzung (Vorbereitung, Reinigung): Fixkosten

💡 Beispielverteilung €700 Arbeitskosten:

  • Vorbereitung/Grundbesetzung (10:00-16:00): €200
  • Mittagsservice (12:00-15:00): €150
  • Abendservice (17:00-23:00): €350

Kontrolle: €200 + €150 + €350 = €700 ✓

Setze dies in konkrete Stunden pro Funktion um

Verteile dein Budget auf verschiedene Funktionen basierend auf ihrem Stundensatz.

⚠️ Achtung:

Rechne mit ALL-IN-Kosten: Bruttolohn + Arbeitgeberabgaben + Urlaubsgeld. Meist 130-140% des Bruttolohns.

Beispiel All-In-Kosten pro Stunde:

  • Chefkoch: €25/Stunde All-In
  • Koch: €20/Stunde All-In
  • Service: €18/Stunde All-In
  • Spülen/Vorbereitung: €16/Stunde All-In

Baue deine Tagesplanung auf

Mit deinem Budget pro Schicht kannst du jetzt genau planen, wer wann arbeitet.

💡 Beispiel Abendschicht (€350 Budget):

  • Chefkoch: 6 Stunden × €25 = €150
  • Koch: 6 Stunden × €20 = €120
  • Service: 5 Stunden × €18 = €90

Gesamt: €360 - €10 über Budget. Service 30 Min. kürzer = €351 ✓

Überwache und passe während des Tages an

Behalte deinen Umsatz im Auge und passe an, wenn es anders läuft als erwartet.

  • Umsatz 20% niedriger? Schicke jemanden früher nach Hause
  • Unerwartete Auslastung? Prüfe, ob du zusätzliches Personal leisten kannst
  • Halte einen Puffer von 5-10% für unvorhergesehene Situationen

Nutze Tools für automatische Kontrolle

Manuelles Tracking kostet viel Zeit. Digitale Tools können diesen Prozess automatisieren.

Eine App wie KitchenNmbrs kann deine Prime Cost in Echtzeit berechnen und dich warnen, wenn du über Budget zu gehen drohst. Du siehst sofort, ob deine Personalplanung im Rahmen bleibt.

Wie stellst du eine Personalplanung mit Prime-Cost-Kontrolle auf?

1

Berechne deine maximalen Arbeitskosten pro Tag

Nimm deinen erwarteten Umsatz × gewünschte Prime-Cost-% und ziehe deine erwarteten Lebensmittelkosten ab. Dies ergibt dir das maximale Budget für Personal an diesem Tag.

2

Verteile das Budget auf deine Schichten

Teile dein Arbeitskostenbudget basierend auf erwarteter Auslastung auf: meist 30-40% für Mittag und 60-70% für Abend. Berücksichtige Fixkosten für Vorbereitung und Reinigung.

3

Setze Budget in konkrete Stunden pro Person um

Nutze All-In-Kosten (Brutto + Arbeitgeberabgaben) pro Funktion, um zu berechnen, wie viele Stunden du einsetzen kannst. Plane dann, wer wann innerhalb dieses Budgets arbeitet.

✨ Pro tip

Prüfe jeden Morgen deinen erwarteten Umsatz für diesen Tag und passe deine Personalplanung an. 10 Minuten Planung sparen hunderte Euro pro Monat an unnötigen Arbeitskosten.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist, wenn meine Prime Cost strukturell über 60% liegt?

Dann verdienst du zu wenig mit deinen Gerichten oder hast zu viel Personal. Prüfe zuerst deine Lebensmittelkosten pro Gericht und erhöhe ggf. deine Preise. Passe dann deine Personalbesetzung an.

Muss ich Arbeitgeberabgaben in meine Arbeitskostenberechnung einbeziehen?

Ja, unbedingt. Rechne mit All-In-Kosten: Bruttolohn + Arbeitgeberabgaben + Urlaubsgeld. Dies ist meist 130-140% des Bruttolohns. Sonst stimmt deine Berechnung nicht.

Wie gehe ich mit unerwarteter Auslastung oder ruhigen Tagen um?

Baue einen Puffer von 5-10% in deine Planung ein und überwache deinen Umsatz während des Tages. Bei 20% Abweichung kannst du Personal früher nach Hause schicken oder länger bleiben lassen, innerhalb deines Budgets.

Kann ich Prime Cost auch wöchentlich oder monatlich berechnen?

Ja, aber tägliche Kontrolle gibt dir mehr Kontrolle. Wöchentlich oder monatlich siehst du Probleme zu spät, um sie zu beheben. Tägliche Planung verhindert, dass du am Ende des Monats vor Überraschungen stehst.

Was ist eine realistische Prime Cost für mein Restaurant?

Gehobene Gastronomie: 55-65%, Casual Dining: 50-60%, Fast Casual: 45-55%. Beachte: Dies sind Richtlinien. Deine eigene Situation (Miete, Konzept, Lage) bestimmt, was für dich realistisch ist.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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