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📝 Tägliche Kontrolle · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Welche feste Routine hilft dir, wöchentlich deine Top-Ten-Gerichte auf Marge zu kontrollieren?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Deine Top-Ten-Gerichte bestimmen 80% deines Gewinns. Wenn diese Margen stimmen, läuft dein Betrieb gut. Wenn sie wegfließen, verdienst du nichts trotz voller Abende. Eine feste wöchentliche Routine von 30 Minuten hilft dir, die Kontrolle über das zu behalten, was wirklich wichtig ist.

Warum gerade deine Top-Ten-Gerichte?

Von allen Gerichten auf deiner Speisekarte verkaufst du wahrscheinlich 10 am meisten. Diese 'Top-Seller' machen 70-80% deines Gesamtumsatzes aus. Wenn eines dieser Gerichte eine schlechte Marge hat, spürst du das direkt in deinem Ergebnis.

💡 Beispiel:

Restaurant mit 1000 Deckungen pro Monat:

  • Rindersteak (120× verkauft): 12% aller Bestellungen
  • Lachs (100× verkauft): 10% aller Bestellungen
  • Pasta Carbonara (90× verkauft): 9% aller Bestellungen

Diese 3 Gerichte allein: 31% deines Gesamtumsatzes.

Die wöchentliche Kontrollroutine

Jeden Montag (ruhiger Tag) kontrollierst du systematisch deine Top-Seller. Das kostet 30 Minuten, spart dir aber hunderte Euro pro Monat an Verlusten.

Schritt 1: Hole deine Verkaufsdaten ab

Aus deinem Kassensystem oder Bonbuch holst du dir:

  • Welche 10 Gerichte wurden letzte Woche am meisten verkauft?
  • Wie oft wurde jedes Gericht bestellt?
  • Was war der Gesamtumsatz pro Gericht?

Schritt 2: Überprüfe die aktuellen Einkaufspreise

Lieferanten erhöhen regelmäßig ihre Preise. Was letzten Monat €18/kg kostete, kann jetzt €19,50 sein. Überprüfe für jedes Top-Gericht:

  • Hauptzutat (Fleisch, Fisch, Gemüse)
  • Teure Nebenprodukte (Trüffelöl, Parmesan)
  • Änderungen bei Lieferantenpreisen

⚠️ Achtung:

Viele Unternehmer aktualisieren ihre Selbstkosten nur 2-3 Mal pro Jahr. In der Zwischenzeit fließt Geld weg, ohne dass du es merkst.

Schritt 3: Berechne die aktuelle Lebensmittelkostenquote

Für jedes Top-Gericht berechnest du:

Lebensmittelkostenquote % = (Gesamte Zutatenkosten / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100

💡 Beispielberechnung:

Rindersteak auf der Speisekarte: €32,00 (inkl. 9% MwSt.)

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €32,00 / 1,09 = €29,36
  • Zutatenkosten: €10,80
  • Lebensmittelkostenquote: (€10,80 / €29,36) × 100 = 36,8%

Zu hoch! Strebe maximal 33% für Fleisch an.

Schritt 4: Signalisiere die Probleme

Erstelle eine Liste von Gerichten, bei denen die Lebensmittelkostenquote zu hoch ist:

  • Über 35%: Sofortiges Handeln erforderlich
  • 33-35%: Behalte im Auge
  • Unter 30%: Vielleicht kannst du die Portion vergrößern

Was machst du mit den Ergebnissen?

Wenn ein Top-Gericht eine zu hohe Lebensmittelkostenquote hat, hast du drei Optionen:

Option 1: Preis erhöhen

Die einfachste Lösung. €2 mehr auf der Speisekarte kann deine Lebensmittelkostenquote von 36% auf 30% bringen.

Option 2: Portion anpassen

20 Gramm weniger Fleisch pro Portion spart bereits 1-2 Prozentpunkte Lebensmittelkostenquote. Gäste merken das oft gar nicht.

Option 3: Günstigere Zutaten

Anderer Lieferant, andere Fleischsorte oder saisonale Ersetzung.

💡 Auswirkungsbeispiel:

Rindersteak-Lebensmittelkostenquote von 36,8% auf 30% bringen:

  • Unterschied: 6,8 Prozentpunkte
  • Pro Rindersteak: €29,36 × 0,068 = €2,00 zusätzliche Marge
  • 120 Rindersteak pro Monat: €240 zusätzlich
  • Pro Jahr: €2.880 zusätzlicher Gewinn

Digitale Hilfe bei deiner Routine

Diese Routine kannst du manuell mit Excel durchführen, aber das kostet viel Zeit. Eine App wie KitchenNmbrs berechnet automatisch deine Lebensmittelkostenquote pro Gericht, wenn du die Zutatenpreise aktualisierst. Du siehst sofort, welche Gerichte über deinem Zielpercentage liegen.

Das spart dir wöchentlich 20 Minuten Rechenarbeit, und du verpasst keine Preisänderung.

Wie stellst du deine wöchentliche Kontrolle ein? (Schritt für Schritt)

1

Bestimme deine Top 10 Gerichte des letzten Monats

Hole aus deinem Kassensystem, welche Gerichte am meisten verkauft wurden. Zähle, wie oft jedes Gericht bestellt wurde. Diese 10 Gerichte werden deine feste Kontrollgruppe.

2

Erstelle eine Übersicht aller Zutaten und Preise

Liste für jedes Top-Gericht alle Zutaten auf, einschließlich Beilagen und Saucen. Suche die aktuellen Einkaufspreise bei deinen Lieferanten. Das ist dein Ausgangspunkt.

3

Plane jeden Montag 30 Minuten für die Kontrolle ein

Trage es als festen Termin in deinen Kalender ein. Überprüfe die Verkaufsdaten der letzten Woche, aktualisiere geänderte Lieferantenpreise und berechne die neuen Lebensmittelkostenquoten.

✨ Pro tip

Überprüfe nicht nur deine Lebensmittelkostenquote, sondern auch, wie viel Gewinn jedes Gericht in Euro bringt. Ein Gericht mit 35% Lebensmittelkostenquote bei €30 bringt mehr ein als ein Gericht mit 25% Lebensmittelkostenquote bei €15.

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Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich meine Zutatenpreise aktualisieren?

Mindestens wöchentlich für deine Top-Gerichte. Lieferanten können Preise ohne Vorwarnung erhöhen, und dann fließt Geld weg, ohne dass du es merkst.

Was ist, wenn ich kein Kassensystem mit Verkaufsdaten habe?

Zähle deine Bon der letzten Woche manuell. Oder frag dein Servicepersonal, welche Gerichte am meisten bestellt werden. Das gibt dir bereits einen guten Überblick.

Welche Lebensmittelkostenquoten sind akzeptabel?

Für Fleisch und Fisch: 28-33%. Für Pasta und vegetarisch: 20-28%. Für Salate: 25-30%. Das sind Richtlinien, keine absoluten Wahrheiten.

Muss ich alle Gerichte kontrollieren oder nur die Top-Seller?

Beginne mit deinen Top 10. Die machen 70-80% deines Umsatzes aus. Wenn die stimmen, hast du das größte Problem gelöst.

Was ist, wenn ein Top-Gericht strukturell zu hohe Lebensmittelkosten hat?

Dann hast du drei Möglichkeiten: Preis erhöhen, Portion verkleinern oder günstigere Zutaten verwenden. Manchmal ist es besser, ein unrentables Gericht von der Speisekarte zu nehmen.

Wie berechne ich die Lebensmittelkostenquote bei Gerichten mit vielen Zutaten?

Zähle wirklich alles auf: Hauptzutat, Gemüse, Sauce, Öl, Gewürze, Garnitur. Auch diese kleinen Mengen addieren sich zu Euro.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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