Prime Cost ist die Summe deiner Lebensmittelkosten und Arbeitskosten - die zwei größten Kostenpositionen eines jeden Food Trucks. Für Food Trucks ist dies besonders wichtig, weil du weniger Gemeinkosten hast als ein Restaurant, weshalb Prime Cost oft 60-70% deines Umsatzes ausmacht. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du Prime Cost berechnest und welche Prozentsätze für mobile Gastronomie normal sind.
Was ist Prime Cost für einen Food Truck?
Prime Cost besteht aus zwei Komponenten: Lebensmittelkosten + Arbeitskosten. Für Food Trucks ist dies entscheidend, weil du wenig andere Kosten hast - keine Miete, weniger Nebenkosten, kein großer Lagerbestand.
💡 Beispiel Prime Cost Berechnung:
Food Truck mit €3.000 Wochenumsatz:
- Lebensmittelkosten: €900 (30% des Umsatzes)
- Arbeitskosten: €1.050 (35% des Umsatzes)
- Prime Cost: €1.950
Prime Cost Prozentsatz: 65% des Umsatzes
Lebensmittelkosten für deinen Food Truck berechnen
Lebensmittelkosten sind der Prozentsatz deines Umsatzes, der für Zutaten aufgewendet wird. Für Food Trucks liegt dies normalerweise zwischen 25-35%, je nach Konzept.
Formel Lebensmittelkosten:
Lebensmittelkosten % = (Gesamte Zutatenkosten / Umsatz ohne MwSt.) × 100
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit Umsatz ohne MwSt. Ein Burger für €8,50 inkl. MwSt. ist €7,80 ohne MwSt. (€8,50 / 1,09).
Berücksichtige bei deinen Zutatenkosten auch:
- Verpackungsmaterial (Behälter, Tüten, Servietten)
- Saucen und Garnituren
- Öl zum Frittieren
- Verschwendung und Schnittabfall
Arbeitskosten für Food Trucks
Arbeitskosten sind alle Kosten für Personal, einschließlich dir selbst als Inhaber. Für Food Trucks bedeutet dies normalerweise 1-3 Personen pro Schicht.
Was zählst du zu den Arbeitskosten:
- Bruttolöhne des Personals
- Sozialabgaben (etwa 25% des Bruttolohns)
- Dein eigenes Gehalt als Inhaber (auch wenn du es nicht auszahlst)
- Leihkräfte für arbeitsreiche Tage
💡 Beispiel Arbeitskosten:
Food Truck mit 2 Personen, 5 Tage pro Woche:
- Inhaber: €150/Tag × 5 Tage = €750
- Mitarbeiter: €120/Tag × 5 Tage = €600
- Sozialabgaben (25%): €337,50
Gesamte Arbeitskosten: €1.687,50 pro Woche
Prime Cost Benchmarks für Food Trucks
Food Trucks haben andere Prozentsätze als Restaurants, weil die Kostenstruktur unterschiedlich ist. Übliche Prime Cost Prozentsätze:
- Gourmet Food Trucks: 60-70%
- Fast Food Trucks: 55-65%
- Dessert-/Eiscreme Trucks: 50-60%
- Kaffee Trucks: 45-55%
⚠️ Achtung:
Prime Cost über 75% ist gefährlich. Dann bleibt zu wenig für Truck-Wartung, Treibstoff, Standortkosten und Gewinn.
Wöchentliche vs. tägliche Berechnung
Für Food Trucks ist wöchentliche Berechnung praktischer als täglich, weil dein Umsatz stark pro Tag variieren kann (Festivals, Wetter, Standort).
Wöchentliche Routine:
- Addiere alle Zutatenkosten der Woche
- Addiere alle Arbeitskosten (einschließlich Sozialabgaben)
- Berechne Gesamtumsatz ohne MwSt.
- Teile Prime Cost durch Umsatz für Prozentsatz
Eine App wie KitchenNmbrs kann dies automatisch pro Woche berechnen, ohne dass du selbst zählen und rechnen musst.
Wie berechnest du Prime Cost für deinen Food Truck? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Zutatenkosten
Addiere alle Kosten, die direkt in dein Produkt gehen: Zutaten, Verpackung, Saucen, Öl. Vergiss nicht Schnittabfall und Verschwendung - rechne hierfür 5-10% zusätzlich zu deinen Netto-Zutatenkosten.
Berechne deine gesamten Arbeitskosten
Addiere Bruttolöhne aller Mitarbeiter (einschließlich dir selbst), plus 25% Sozialabgaben. Auch Leihkräfte und zusätzliche Hilfe bei Festivals zählen zu dieser Berechnung.
Addiere Lebensmittelkosten und Arbeitskosten zusammen
Prime Cost = Zutatenkosten + Arbeitskosten. Teile dies durch deinen Umsatz ohne MwSt. und multipliziere mit 100 für den Prozentsatz. Strebe maximal 70% für einen gesunden Food Truck an.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Prime Cost jede Woche am gleichen Tag. Mache es zur Routine - zum Beispiel jeden Montagmorgen. So erkennst du schnell Trends und kannst gegensteuern, bevor es ein Problem wird.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
War dieser Artikel hilfreich?
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine gute Prime Cost für einen Food Truck?
Für die meisten Food Trucks liegt eine gesunde Prime Cost zwischen 55-70% des Umsatzes. Gourmet-Konzepte liegen oft höher (60-70%), während einfachere Konzepte wie Pommes oder Kaffee niedriger sein können (45-60%).
Sollte ich mein eigenes Gehalt in die Arbeitskosten einrechnen?
Ja, auch als Inhaber musst du dein eigenes Gehalt in die Berechnung einbeziehen. Rechne mindestens €100-150 pro Tag für dich selbst, sonst bekommst du ein verzerrtes Bild deiner tatsächlichen Kosten.
Wie oft sollte ich Prime Cost berechnen?
Für Food Trucks ist wöchentlich ideal. Dein Umsatz variiert zu sehr pro Tag durch Standort und Wetter. Ein wöchentlicher Überblick gibt dir ein zuverlässigeres Bild deiner Leistung.
Zählen Standortkosten zur Prime Cost?
Nein, Standortkosten (Standgebühren, Genehmigungen) sind nicht Teil der Prime Cost. Prime Cost besteht nur aus Lebensmittelkosten und Arbeitskosten. Standortkosten sind Betriebskosten.
Was wenn meine Prime Cost über 75% liegt?
Dann bleibt zu wenig Marge für andere Kosten und Gewinn. Überprüfe, ob deine Zutaten nicht zu teuer sind, Portionen zu groß, oder du zu viel Personal für dein Umsatzniveau einsetzt.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Food-Cost-Tools für Food Trucks gemacht
Kleine Speisekarte, große Auswirkung auf Ihre Marge. KitchenNmbrs ist leicht, schnell und mobil — perfekt für Food-Truck-Unternehmer, die jeden Cent zählen müssen. 14 Tage kostenlos testen.
Kostenlose Testversion starten →