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📝 Saison und Einkauf · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie passe ich meine Gewinnziele an, wenn Gäste im Winter andere Gerichte wählen als im Sommer?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Saisonale Menüänderungen erfordern angepasste Gewinnziele. Schwere Wintergerichte kosten mehr als sommerliche Salate, aber Gäste zahlen auch andere Preise. Du musst deine food cost-Ziele an das anpassen, was wirklich auf den Tisch kommt, sonst verlierst du die Kontrolle über deinen Gewinn.

Warum saisonale Margen wichtig sind

Im Winter verkaufst du mehr Schmorgerichte, Suppen und Wild. Im Sommer mehr Salate, Fisch und kalte Gerichte. Diese haben völlig unterschiedliche Selbstkosten:

  • Wintergerichte: oft 30-38% food cost
  • Sommergerichte: oft 25-32% food cost
  • Saisonal verfügbare Zutaten: Preisschwankungen bis zu 40%

Wenn du das ganze Jahr über die gleichen Gewinnziele verfolgst, steuerst du falsch.

💡 Beispiel:

Restaurant mit gemischter Speisekarte:

  • Sommer: Caesar-Salat €16,50 → food cost 28%
  • Winter: Hirschragout €28,00 → food cost 35%
  • Jahresdurchschnitt: 31,5% food cost

Beide Jahreszeiten sind rentabel, aber mit unterschiedlichen Zielen.

Berechne deine saisonalen food cost-Ziele

Beginne mit deiner aktuellen Speisekarte und unterteile Gerichte in Saisonstategorien:

Schritt 1: Analysiere deinen aktuellen Mix

  • Welche Gerichte verkaufst du hauptsächlich im Winter?
  • Welche hauptsächlich im Sommer?
  • Wie hoch sind die food costs beider Gruppen?

Schritt 2: Berechne gewichtete Durchschnitte

Formel: (Food cost Gericht A × Anzahl verkauft A) + (Food cost Gericht B × Anzahl verkauft B) / Gesamtanzahl

💡 Beispielberechnung:

Wintermonat (Dezember):

  • Schmorgericht (35% food cost): 120× verkauft
  • Wintersuppe (30% food cost): 80× verkauft
  • Fisch (28% food cost): 60× verkauft

Gewichteter Durchschnitt: (35×120 + 30×80 + 28×60) / 260 = 32,3% food cost

Saisonale Zutaten und Preisschwankungen

Zutatenprise schwanken je nach Jahreszeit. Berücksichtige dies:

  • Gemüse: 20-40% günstiger in der Saison
  • Wild: nur Oktober-Februar verfügbar
  • Spargel: April-Juni, Preisunterschied 300%
  • Meeresfrüchte: in warmen Monaten teurer

⚠️ Achtung:

Aktualisiere deine Selbstkosten monatlich für saisonale Zutaten. Ein Spargel im März kostet €24/kg, im Mai €8/kg. Das spart 15% food cost bei einem Spargelgericht.

Praktische Anpassung von Gewinnzielen

Setze realistische Ziele pro Jahreszeit:

Sommer (April-September):

  • Mehr kalte Gerichte und Salate
  • Niedrigere food cost möglich: 25-30%
  • Ausgleich: oft niedrigerer Durchschnittsumsatz

Winter (Oktober-März):

  • Schwerere, wärmere Gerichte
  • Höhere food cost akzeptabel: 30-35%
  • Vorteil: höherer Durchschnittsumsatz

💡 Beispiel Saisonstrategie:

Bistro mit 80 Couverts/Tag:

  • Sommer: 28% food cost, €22 Durchschnittsumsatz
  • Winter: 33% food cost, €26 Durchschnittsumsatz
  • Bruttomarge beide: €15,84 vs. €17,42

Winter bringt mehr ein trotz höherer food cost.

Speisekartenpässe durchrechnen

Bei Saisonwechsel passt du nicht nur Zutaten an, sondern auch Preise:

  • Berechne neue Selbstkosten mit Saisonpreisen
  • Passe Speisekartenpräise bei Bedarf an
  • Berücksichtige Kundenakzeptanz

Eine App wie KitchenNmbrs hilft dir, schnell durchzurechnen, was Saisonwechsel für deine Margen bedeuten, ohne alle Selbstkosten manuell neu zu berechnen.

Wie passt du Gewinnziele pro Jahreszeit an?

1

Analysiere deinen aktuellen Saisonmix

Erstelle eine Liste aller Gerichte und notiere, in welcher Jahreszeit sie am meisten verkauft werden. Berechne die food cost jedes Gerichts mit aktuellen Zutatenpräisen.

2

Berechne gewichtete food cost pro Jahreszeit

Multipliziere die food cost jedes Gerichts mit der Anzahl der Verkäufe. Teile die Summe durch die Gesamtanzahl der Gerichte für deinen Saisondurchschnitt.

3

Setze realistische Ziele pro Jahreszeit

Akzeptiere, dass Winter 3-5% höhere food cost als Sommer haben kann. Kompensiere dies durch höhere Speisekartenpräise oder konzentriere dich auf Gerichte mit besseren Margen.

✨ Pro tip

Frage deinen Lieferanten nach Saisonpräisen für feste Zutaten. Viele Lieferanten geben im Januar bereits an, was Gemüse in der kommenden Jahreszeit kosten wird.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich meine Gewinnziele jeden Monat anpassen?

Nein, arbeite mit zwei Jahreszeiten: Sommer (April-September) und Winter (Oktober-März). Innerhalb jeder Jahreszeit kannst du kleine Anpassungen für extreme Monate wie Dezember oder Juli vornehmen.

Was ist, wenn meine Wintergerichte zu hohe food cost haben?

Erhöhe den Speisekartenpräis oder suche günstigere Alternativen für teure Zutaten. Kunden akzeptieren oft höhere Preise für Saisongerichte wie Wild oder Trüffel.

Wie vermeide ich Überraschungen beim Saisonwechsel?

Berechne bereits im August, was dein Wintermenü kosten wird, und im Februar, was dein Sommermenü kostet. So kannst du Preise rechtzeitig anpassen, bevor die Jahreszeit beginnt.

Kann ich die gleichen food cost-Ziele für beide Jahreszeiten beibehalten?

Das ist möglich, aber dann musst du deine Speisekartenpräise häufiger anpassen. Es ist einfacher, unterschiedliche food cost-Ziele zu verwenden, die zu den Saisongerichten passen.

Welche Zutaten schwanken am meisten im Preis?

Frisches Gemüse, Obst, Fisch und Meeresfrüchte haben die größten Preisschwankungen. Wild ist nur in bestimmten Monaten verfügbar. Fleisch und Milchprodukte sind stabiler.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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