BETA APP IN ENTWICKLUNG HACCP und mehr sind in deinem Dashboard verfügbar — derzeit in der Betaphase, kleine Fehler sind möglich. Die neue App mit vollständiger Integration folgt bald.
📝 Rezepte, Wissen & Gedächtnis · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Was passiert mit deiner Marge, wenn ein Koch "zur Sicherheit" immer ein bisschen extra gibt?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Ein Koch, der "zur Sicherheit" immer ein bisschen extra gibt, kann deine Marge drastisch beeinträchtigen. Was wie Sorgfalt aussieht - 50 Gramm Steak extra, ein Löffel mehr Gemüse - kostet dich hunderte Euro pro Monat. In diesem Artikel berechnest du genau, was das kostet und wie du es vermeidest.

Die versteckten Kosten von "ein bisschen extra"

Dein Chef meint es gut. Die Gäste sollen zufrieden sein. Aber jedes Gramm extra geht direkt von deinem Gewinn ab. Und weil niemand es überwacht, siehst du nicht, wie groß die Auswirkung ist.

💡 Beispiel:

Du verkaufst Steak für €32,00. Nach Rezept: 200 Gramm Fleisch à €24/kg.

  • Rezept-Kosten: 200g × €24 = €4,80
  • Realität: 250g × €24 = €6,00
  • Extra Kosten pro Teller: €1,20

Bei 50 Steaks pro Woche = €3.120 pro Jahr extra Kosten

Warum das so oft schiefgeht

Das Problem liegt in der Kommunikation zwischen Rezept und Ausführung. Dein Rezept sagt 200 Gramm, aber in der Küche wird es "eine schöne Portion". Ohne Waage wird geschätzt. Und im Zweifelsfall wählt der Koch mehr.

  • Keine klare Portionsgröße vereinbart
  • Nicht wiegen während des Service (zu stressig)
  • Angst vor Beschwerden über kleine Portionen
  • Keine Einsicht, was das extra kostet

Die Auswirkung auf deine Lebensmittelkosten

Angenommen, deine Lebensmittelkosten sind auf 30% kalkuliert, aber durch extra Portionen werden es 35%. Bei einem Jahresumsatz von €400.000 bedeutet das:

💡 Berechnung:

  • Angestrebte Lebensmittelkosten: 30% × €400.000 = €120.000
  • Tatsächliche Lebensmittelkosten: 35% × €400.000 = €140.000
  • Differenz: €20.000 pro Jahr

€20.000 weniger Gewinn durch "ein bisschen extra"

Die häufigsten "Lecks"

Nicht alle Zutaten haben die gleiche Auswirkung. Teure Zutaten kosten dich am meisten:

  • Fleisch und Fisch: 20% extra = €2-4 pro Teller
  • Käse und Nüsse: 15% extra = €1-2 pro Teller
  • Saucen mit Sahne/Butter: 25% extra = €0,50-1 pro Teller
  • Beilagen: 30% extra = €0,25-0,50 pro Teller

⚠️ Achtung:

Die teuersten Zutaten haben die größte Auswirkung. 10 Gramm extra Lachs kostet mehr als 50 Gramm extra Kartoffeln.

Wie du das misst und kontrollierst

Du kannst dieses Problem nur lösen, wenn du es misst. Führe eine Woche lang Gewichtskontrollen durch:

  • Wiege 10 Portionen deiner beliebtesten Gerichte
  • Vergleiche mit deinen Rezepten
  • Berechne die extra Kosten pro Gericht
  • Multipliziere mit der Anzahl der Verkäufe pro Woche

💡 Praktisches Beispiel:

Pasta Carbonara - Rezept vs. Realität:

  • Speck nach Rezept: 40g à €18/kg = €0,72
  • Speck tatsächlich: 55g à €18/kg = €0,99
  • Differenz pro Teller: €0,27
  • Bei 80 Portionen/Woche: €1.123 pro Jahr

Lösungen, die funktionieren

Es geht nicht darum, auf das Gramm genau zu kochen, sondern um Bewusstsein und System:

  • Portionsbecher und Löffel: Standardisiere ohne zu wiegen
  • Visuelle Referenzen: Fotos von korrekten Portionsgrößen
  • Wöchentliche Stichproben: Wiege 5 Teller pro Gericht
  • Kostenbewusstsein: Zeige, was extra kostet

KitchenNmbrs und Portionskontrolle

Mit einem System wie KitchenNmbrs siehst du direkt, was jedes Gramm extra kostet. Du kannst Rezepte mit exakten Portionsgrößen festlegen und die Auswirkung berechnen, wenn du abweichst. So machst du den Unterschied zwischen Rezept und Realität sichtbar, ohne dass du selbst rechnen musst.

Wie berechnest du die Auswirkung von extra Portionen? (Schritt für Schritt)

1

Messe deine tatsächlichen Portionen

Wiege eine Woche lang 10 Portionen deiner 5 beliebtesten Gerichte. Notiere das Gewicht pro Zutat und vergleiche mit deinem Rezept. Das gibt dir die tatsächliche Abweichung pro Gericht.

2

Berechne die extra Kosten pro Teller

Ziehe das Rezeptgewicht vom tatsächlichen Gewicht pro Zutat ab. Multipliziere die Differenz mit dem Kilopreis. Addiere alle Zutaten für die Gesamtkosten extra pro Teller.

3

Rechne aus, was es dich pro Jahr kostet

Multipliziere die extra Kosten pro Teller mit der Anzahl der Verkäufe pro Woche, dann mit 52 Wochen. Das gibt dir die jährliche Auswirkung von zu großzügigen Portionen pro Gericht.

✨ Pro tip

Überprüfe besonders deine Saucen und Dressings - dort gehen oft 50% mehr rein als nötig, und das summiert sich schnell bei vielen Couverts.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

KitchenNmbrs kostenlos testen →

War dieser Artikel hilfreich?

Artikel teilen

WhatsApp LinkedIn

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Prozent extra geben Köche im Durchschnitt?

Untersuchungen zeigen, dass Köche ohne Portionskontrolle durchschnittlich 15-25% mehr geben als das Rezept vorschreibt. Bei teuren Zutaten wie Fleisch und Fisch kann das bis zu 30% extra sein.

Muss ich alles während des Service wiegen?

Nein, das ist nicht praktisch. Verwende Portionsbecher, Löffel und visuelle Referenzen zur Standardisierung. Führe wöchentlich Stichproben durch, um zu kontrollieren, dass du im Rahmen bleibst.

Was ist, wenn Gäste sich über kleinere Portionen beschweren?

Beginne mit deinen teuersten Zutaten und halte Gemüse/Beilagen auf dem gleichen Niveau. Gäste bemerken den Unterschied vor allem bei Fleisch/Fisch, nicht bei der Gesamtmenge auf dem Teller.

Wie erkläre ich das meinen Köchen?

Zeige die Zahlen: Was kostet 50 Gramm extra Steak pro Jahr? Mache es konkret. Konzentriere dich auf Standardisierung für Qualität, nicht auf Sparmaßnahmen.

Welche Gerichte kontrolliere ich zuerst?

Beginne mit deinen meistverkauften Gerichten mit teuren Zutaten. Ein Steak, das 100 Mal pro Woche verkauft wird, hat mehr Auswirkung als ein Fischgericht, das 10 Mal verkauft wird.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

Alle Ihre Rezepte an einem Ort, für immer

Rezepte in Köpfen, auf Zetteln, in Ordnern — das funktioniert nicht. KitchenNmbrs zentralisiert alle Ihre Rezepte mit Kosten, Allergenen und Portionierungen. 14 Tage kostenlos testen.

Kostenlose Testversion starten →
Haftungsausschluss & Nutzungsbedingungen

Inhaltsverzeichnis

💬 in 𝕏