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📝 Küchenplanung & Mise-en-place · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Mise-en-Place-Kosten pro Tag als Prozentsatz meines Umsatzes?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Mise-en-Place-Kosten sind oft eine versteckte Kostenposition, die deine Rentabilität beeinflusst. Viele Küchen verwenden 15-30% ihrer Zeit für Vorbereitungen, aber verfolgen nicht, was dies kostet. In diesem Artikel lernst du, genau zu berechnen, wie viel deine Mise-en-Place täglich als Prozentsatz deines Umsatzes kostet.

Was sind Mise-en-Place-Kosten?

Mise-en-Place-Kosten bestehen aus der gesamten Zeit und den Zutaten, die du in Vorbereitungen investierst, bevor der Service beginnt. Dies umfasst:

  • Gemüse schneiden und waschen
  • Saucen und Dressings herstellen
  • Fleisch und Fisch vorbereiten
  • Garnituren und Dekorationen bereitstellen
  • Grundzutaten portionieren

Diese Kosten bestehen aus Arbeitskosten (Zeit deines Küchenpersonals) und Zutatenkosten (was du für Vorbereitungen verwendest).

Die Berechnung Schritt für Schritt

Um deine Mise-en-Place-Kosten als Prozentsatz des Umsatzes zu berechnen, benötigst du drei Komponenten:

💡 Formel:

Mise-en-Place % = (Arbeitskosten + Zutatenkosten) / Tagesumsatz × 100

Arbeitskosten berechnen

Addiere die Stunden, die dein Team täglich für Vorbereitungen aufwendet, und multipliziere mit dem Stundenlohn inklusive Arbeitgeberanteile.

💡 Beispiel Arbeitskosten:

Tägliche Mise-en-Place: 4 Stunden

  • Chefkoch: 2 Stunden × €22/Stunde = €44
  • Küchenhilfe: 2 Stunden × €16/Stunde = €32

Gesamtarbeitskosten: €76

⚠️ Achtung:

Rechne mit Stundenlohn inklusive Arbeitgeberanteile (etwa 30% auf den Bruttolohn). Ein Koch mit €18 Brutto kostet dich etwa €23,40 pro Stunde.

Zutatenkosten für Mise-en-Place

Dies sind die Kosten für Zutaten, die du für Vorbereitungen verwendest, aber nicht direkt an Gäste verkaufst:

  • Öl und Butter zum Braten und Schmoren
  • Gewürze und Spezialitäten
  • Grundzutaten für Saucen
  • Schnittabfall bei Gemüse und Fleisch

💡 Beispiel Zutatenkosten:

Tägliche Mise-en-Place-Zutaten:

  • Saucen und Dressings: €18
  • Öl, Butter, Gewürze: €12
  • Schnittabfall Gemüse: €8
  • Garnituren und Dekoration: €6

Gesamtzutatenkosten: €44

Vollständige Berechnung mit Beispiel

Jetzt kannst du den Gesamtprozentsatz berechnen:

💡 Vollständiges Beispiel:

Restaurant mit Tagesumsatz von €2.500:

  • Arbeitskosten Mise-en-Place: €76
  • Zutatenkosten Mise-en-Place: €44
  • Gesamtkosten Mise-en-Place: €120

Prozentsatz: (€120 / €2.500) × 100 = 4,8%

Benchmarks und Richtlinien

Übliche Mise-en-Place-Kosten als Prozentsatz des Umsatzes:

  • Fine Dining: 6-10% (viel Handarbeit, komplexe Gerichte)
  • Casual Dining: 3-6% (mittlere Komplexität)
  • Fast Casual: 2-4% (einfache Vorbereitung)
  • Pizzeria/Grill: 2-3% (wenig Vorbereitungen)

⚠️ Achtung:

Über 8% wird Mise-en-Place oft zu teuer. Überprüfe dann, ob du nicht zu viele Vorbereitungen machst oder zu teure Zutaten für die Vorbereitung verwendest.

Wie du deine Mise-en-Place-Kosten senken kannst

Wenn dein Prozentsatz zu hoch ausfällt, sind dies wirksame Wege zum Sparen:

  • Effizientere Planung: Bereite nur vor, was du wirklich brauchst
  • Batch Cooking: Stelle größere Mengen Saucen her, um Arbeitskosten zu verteilen
  • Einfachere Garnituren: Einfachere Dekorationen sparen Zeit
  • Besseres Timing: Bereite in ruhigen Momenten mit günstigerem Personal vor

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du verfolgen, welche Prep-Aktivitäten die meiste Zeit kosten, damit du gezielter optimieren kannst.

Wie berechnet man Mise-en-Place-Kosten? (Schritt für Schritt)

1

Messe deine Prep-Zeit eine Woche lang

Verfolge, wie viele Stunden dein Team täglich für Vorbereitungen aufwendet. Notiere dies für verschiedene Teamkollegen und addiere. Mache dies mindestens eine Woche, um einen Durchschnitt zu erhalten.

2

Berechne deine Arbeitskosten pro Tag

Multipliziere die Prep-Stunden pro Person mit ihrem Stundenlohn inklusive Arbeitgeberanteile. Addiere alle Arbeitskosten für Mise-en-Place für einen Tag zusammen.

3

Addiere deine Zutatenkosten für Vorbereitung

Berechne, was du täglich für Öl, Gewürze, Saucen und Schnittabfall für Vorbereitungen ausgibst. Dies sind Kosten, die nicht direkt in einem Gericht stecken, aber notwendig sind.

4

Teile durch deinen Tagesumsatz und multipliziere mit 100

Verwende die Formel: (Arbeitskosten + Zutatenkosten) / Tagesumsatz × 100. Dies gibt dir den Prozentsatz deines Umsatzes, der in Mise-en-Place fließt.

✨ Pro tip

Messe eine Woche lang genau, wie viel Zeit jede Prep-Aktivität kostet. Du wirst überrascht sein, wie viel Zeit in 'kleine Dinge' fließt, die du nicht bemerkst.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Sollte ich Reinigungszeit in Mise-en-Place-Kosten einbeziehen?

Nein, Reinigung ist eine separate Kostenposition. Mise-en-Place sind nur die Vorbereitungen zum Kochen selbst. Reinigung rechnest du separat als Betriebskosten.

Was ist, wenn ich Vorbereitung für mehrere Tage gleichzeitig mache?

Verteile dann die Kosten auf die Anzahl der Tage, von denen du profitierst. Machst du Montag Sauce für drei Tage? Dann rechnest du 1/3 dieser Prep-Kosten pro Tag.

Sind Mise-en-Place-Kosten von 7% zu hoch?

Für Fine Dining können 7% noch akzeptabel sein, für Casual Dining wird es hoch. Überprüfe, ob du nicht zu viele oder zu komplexe Vorbereitungen für dein Konzept machst.

Wie oft sollte ich diesen Prozentsatz überprüfen?

Monatlich ist ausreichend, es sei denn, du führst große Änderungen an deinem Menü oder deiner Prep-Routine durch. Dann kannst du wöchentlich messen, um die Auswirkungen zu sehen.

Sollte ich VAT/MwSt. in diese Berechnung einbeziehen?

Nein, rechne mit Umsatz ohne VAT/MwSt. Deine Mise-en-Place-Kosten sind auch ohne VAT/MwSt., also verwendest du für einen fairen Vergleich beide Beträge ohne VAT/MwSt.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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