Ein dedizierter Patissier kostet mehr pro Stunde, arbeitet aber viel effizienter als ein Allround-Koch bei Desserts. Die Berechnung dieses Effizienzgewinns hilft dir zu entscheiden, ob ein spezialisierter Patissier rentabel ist. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du den Kostenvergleich anstellst.
Die Grundlagen der Effizienzberechnung
Beim Vergleich eines Patissiers mit einem Allround-Koch schaust du auf drei Faktoren: Geschwindigkeit, Qualität und Kosten pro Stunde. Ein Patissier arbeitet 2-3x schneller bei Desserts, verdient aber oft €3-5 mehr pro Stunde.
? Beispiel:
Tiramisu für 50 Portionen zubereiten:
- Allround-Koch: 4 Stunden × €18/Stunde = €72
- Patissier: 1,5 Stunden × €22/Stunde = €33
Ersparnis: €39 pro Charge (54% günstiger)
Zeitersparnis messen
Messe, wie viel Zeit jeder Koch für dieselben Desserts benötigt. Konzentriere dich auf deine 3-5 beliebtesten Nagerechte. Notiere die Zeiten über eine Woche und berechne den Durchschnitt.
- Komplexe Desserts: Patissier oft 60-70% schneller
- Einfache Desserts: Unterschied kleiner (20-30%)
- Dekoration und Verarbeitung: Patissier viel schneller
Kostendifferenz pro Stunde
Rechne nicht nur mit dem Bruttostundenlohn, sondern mit den Gesamtarbeitskosten einschließlich Arbeitgeberabgaben, Urlaubsgeld und Krankheitsausfällen.
? Beispielberechnung Gesamtkosten:
Allround-Koch:
- Bruttostundenlohn: €18
- Arbeitgeberabgaben: €18 × 1,4 = €25,20
Patissier:
- Bruttostundenlohn: €22
- Arbeitgeberabgaben: €22 × 1,4 = €30,80
Differenz: €5,60 pro Stunde zusätzlich
Qualitätsvorteile einbeziehen
Ein Patissier produziert konsistenter und macht weniger Fehler. Das bedeutet weniger Verschwendung und zufriedenere Gäste. Rechne das in deine Berechnung ein.
- Weniger fehlgeschlagene Desserts (2-5% weniger Verschwendung)
- Konsistentere Präsentation
- Schnellere Entwicklung neuer Desserts
⚠️ Achtung:
Messe Effizienz nur bei vergleichbaren Desserts. Ein Patissier, der komplexe Kreationen macht, versus ein Koch, der Eis ausspachtelt, ist kein fairer Vergleich.
Break-Even-Punkt berechnen
Berechne, wie viele Desserts du pro Tag verkaufen musst, um die zusätzlichen Kosten eines Patissiers wieder hereinzuholen. Das hilft dir zu entscheiden, ob sich die Investition lohnt.
? Break-Even-Beispiel:
Zusätzliche Kosten Patissier: €200/Woche
Zeitersparnis pro Dessert: 5 Minuten
Wert dieser Zeit: €2,50
Break-Even: 80 Desserts pro Woche
Saisonale Schwankungen berücksichtigen
In geschäftigen Zeiten ist die Zeitersparnis eines Patissiers wertvoller. In ruhigen Zeiten wiegt die höhere Kostpreis schwerer. Plane daher flexibel ein.
Wie berechnest du den Effizienzgewinn? (Schritt für Schritt)
Messe die Zeitunterschiede
Lass beide Köche dieselben Desserts zubereiten und notiere die Zeiten. Mache das für mindestens 5 verschiedene Desserts über eine Woche. Berechne den durchschnittlichen Zeitunterschied.
Berechne die Gesamtarbeitskosten
Multipliziere den Bruttostundenlohn mit 1,4 für Arbeitgeberabgaben. Berechne die Differenz zwischen Patissier und Allround-Koch. Das ist dein zusätzlicher Kostpreis pro Stunde.
Berechne die Ersparnis pro Dessert
Teile den Zeitunterschied durch 60 (um Minuten in Stunden umzuwandeln) und multipliziere mit den Arbeitskosten pro Stunde. Das ergibt dir die Ersparnis pro Dessert.
Bestimme deinen Break-Even-Punkt
Teile die zusätzlichen täglichen Kosten des Patissiers durch die Ersparnis pro Dessert. Diese Anzahl von Desserts musst du mindestens verkaufen, um die Gewinnschwelle zu erreichen.
✨ Pro tip
Messe Effizienz nur während geschäftiger Dienste. In ruhigen Zeiten arbeitet jeder langsamer und du siehst den echten Unterschied nicht.
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Häufig gestellte Fragen
Wie messe ich Zeitunterschiede objektiv?
Was ist, wenn mein Patissier auch andere Aufgaben erledigt?
Sollte ich Qualitätsunterschiede einrechnen?
Wann lohnt sich ein Patissier nicht?
Wie berechne ich Arbeitgeberabgaben?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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