Schlechtes Wetter kann deinen Food-Truck-Umsatz um 30-70% senken. Aber wie viele Besucher brauchst du mindestens, um die Gewinnschwelle zu erreichen? Und wann ist es besser, zu Hause zu bleiben? Mit einer einfachen Berechnung weißt du genau, wann Ausfahrten noch rentabel sind.
Deine Gewinnschwelle berechnen
Bei einem Food Truck dreht sich alles um die Anzahl der Kunden pro Tag. Zu wenige Kunden bedeuten Verlust, auch wenn deine Lebensmittelkosten perfekt sind.
? Beispiel:
Deine täglichen Fixkosten:
- Kraftstoff: €25
- Standplatzmiete: €40
- Personaleinsatz halbtags: €80
- Versicherung/Abschreibung: €15
Gesamte Fixkosten: €160 pro Tag
Dein durchschnittlicher Bon beträgt €12,50 ohne MwSt. (€13,63 mit MwSt.). Deine Lebensmittelkosten liegen bei 30%, also beträgt deine Bruttomarge pro Kunde €8,75.
Gewinnschwellen-Formel: Fixkosten ÷ Bruttomarge pro Kunde = Minimale Kundenanzahl
€160 ÷ €8,75 = 19 Kunden mindestens um die Gewinnschwelle zu erreichen.
Auswirkungen von schlechtem Wetter einschätzen
Bei Regen oder Sturm sinkt dein Kundenbestand drastisch. Hier sind realistische Szenarien:
- Leichter Regen: 30-40% weniger Kunden
- Starkregen/Sturm: 50-70% weniger Kunden
- Kalter Wintertag: 40-60% weniger Kunden
- Extreme Hitze: 20-30% weniger Kunden
? Beispielberechnung:
Normaler Tag: 45 Kunden
Regnerischer Tag: 45 × 0,6 = 27 Kunden
Umsatz: 27 × €8,75 = €236,25
Fixkosten: €160
Gewinn: €76,25 (immer noch rentabel!)
Wann es sinnvoller ist, zu Hause zu bleiben
Manchmal ist es finanziell klüger, nicht auszufahren. Berechne dies im Voraus:
⚠️ Achtung:
Wenn das Wetter so schlecht ist, dass du weniger als 19 Kunden erwartest, machst du Verlust. Dann kannst du besser zu Hause bleiben und €160 sparen.
Verwende diese Faustregel:
- Sturm/Hagel: Fast niemand kommt. Bleib zu Hause.
- Starkregen den ganzen Tag: Erwäge zu Hause zu bleiben
- Leichter Regenschauer: Fahre aus, Menschen suchen Schutz unter deinem Zelt
- Bewölkt/kalt: Fahre aus, aber erwarte weniger Umsatz
Flexible Kostenstruktur aufbauen
Mache deine Kosten so variabel wie möglich, um schlechte Tage zu überstehen:
? Beispiel-Anpassungen:
- Einkauf: 50% weniger Zutaten bei schlechtem Wetter
- Personal: Arbeite nur an schlechten Tagen
- Standplatz: Wähle Orte mit Überdachung
- Menü: Warme Getränke im Winter hinzufügen
Dadurch sinkt deine Gewinnschwelle auf beispielsweise 12 Kunden statt 19.
Saisonplanung erstellen
Plane dein Jahr rund um Wettervorhersagen und Veranstaltungen:
- April-Oktober: Hochsaison, höhere Fixkosten sind okay
- November-März: Minimale Kosten, konzentriere dich auf Indoor-Events
- Regenreiche Monate: Alternative Standorte suchen
- Ferien: Touristische Orte aufsuchen
Mit einer App wie KitchenNmbrs kannst du täglich festhalten, wie viele Kunden du hattest und wie das Wetter war. So baust du eine Datenbank auf, um nächstes Mal besser vorherzusagen.
Wie berechnest du die finanzielle Machbarkeit? (Schritt für Schritt)
Berechne deine täglichen Fixkosten
Addiere: Kraftstoff, Standplatzmiete, Personal, Versicherung und Lkw-Abschreibung. Dies sind Kosten, die du immer hast, unabhängig davon, wie viele Kunden du bedienst.
Bestimme deine Bruttomarge pro Kunde
Durchschnittlicher Bonwert ohne MwSt. minus dein Lebensmittelkostenprozentsatz. Wenn dein Bon €12,50 ist und die Lebensmittelkosten 30% betragen, dann beträgt deine Marge €8,75 pro Kunde.
Berechne deine Gewinnschwelle
Teile deine Fixkosten durch deine Marge pro Kunde. Dies ergibt die Mindestanzahl der Kunden, die du brauchst, um keinen Verlust zu machen.
✨ Pro tip
Führe ein Wetter-Logbuch: Notiere jeden Tag das Wetter und die Kundenanzahl. Nach 3 Monaten kannst du perfekt vorhersagen, wann Ausfahrten rentabel sind.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel weniger Kunden bekomme ich bei Regen?
Wann ist es besser, zu Hause zu bleiben?
Kann ich meine Fixkosten an schlechten Tagen senken?
Wie prognostiziere ich, wie viele Kunden ich bekomme?
Muss ich MwSt. in meine Berechnung einbeziehen?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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