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📝 Warum es schiefgeht · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Warum zusätzliche Öffnungstage nicht automatisch mehr Gewinn bringen, wenn deine Zahlen nicht stimmen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 16 Mar 2026

Zusätzliche Öffnungstage scheinen logisch, um mehr zu verdienen. Aber wenn deine Lebensmittelkosten zu hoch sind oder deine Portionen zu großzügig, verlierst du an jedem zusätzlichen Tag mehr Geld. In diesem Artikel siehst du, warum mehr Umsatz nicht automatisch mehr Gewinn bedeutet.

Warum mehr Umsatz manchmal weniger Gewinn bedeutet

Du denkst: mehr Tage offen = mehr Gäste = mehr Gewinn. Aber wenn deine Zahlen nicht stimmen, arbeitest du vor allem härter für das gleiche Geld. Oder noch schlimmer: du verlierst Geld an jedem zusätzlichen Tag.

💡 Beispiel:

Restaurant A öffnet einen zusätzlichen Tag pro Woche:

  • Zusätzlicher Umsatz: €2.000 pro Monat
  • Lebensmittelkosten: 38% (zu hoch)
  • Personalkosten: €800 zusätzlich
  • Sonstige Kosten: €300 zusätzlich

Kosten: €760 (Lebensmittel) + €800 (Personal) + €300 (Sonstiges) = €1.860

Gewinn: €2.000 - €1.860 = €140 pro Monat

Für einen ganzen zusätzlichen Tag verdienst du €140. Das sind €4,67 pro Stunde, wenn du 30 Stunden zusätzlich arbeitest.

Die versteckten Kosten zusätzlicher Tage

Bei jedem zusätzlichen Öffnungstag entstehen Kosten, die du vielleicht vergisst einzurechnen:

  • Personalkosten: Auch bei wenigen Gästen brauchst du mindestens 1 Person
  • Energiekosten: Kühlung, Beleuchtung, Geräte laufen weiter
  • Fixkosten: Versicherungen, Software, Telefon laufen weiter
  • Zusätzliche Einkäufe: Mehr Vorrat, mehr Risiko für Verschwendung
  • Deine Zeit: Das kostet auch Geld, auch wenn du dich selbst nicht bezahlst

⚠️ Achtung:

Viele Unternehmer rechnen nur mit dem zusätzlichen Umsatz, nicht mit den zusätzlichen Kosten. Dann sieht jeder zusätzliche Tag rentabel aus, während du eigentlich Verlust machst.

Wenn Lebensmittelkosten deinen zusätzlichen Gewinn aufzehren

Wenn deine Lebensmittelkosten zu hoch sind, frisst jeder zusätzliche Verkauf deinen Gewinn auf. Bei 40% Lebensmittelkosten geht fast die Hälfte deines Umsatzes für Zutaten drauf. Dann bleibt wenig für alle anderen Kosten übrig.

💡 Vergleich:

Restaurant mit 30% Lebensmittelkosten vs. 40% Lebensmittelkosten bei €1.000 zusätzlichem Umsatz:

  • 30% Lebensmittelkosten: €300 für Zutaten, €700 für andere Kosten
  • 40% Lebensmittelkosten: €400 für Zutaten, €600 für andere Kosten

Unterschied: €100 weniger Gewinn bei jedem €1.000 Umsatz

Die Break-Even-Berechnung für zusätzliche Tage

Für jeden zusätzlichen Tag musst du wissen: Wie viel Umsatz brauchst du mindestens, um die Gewinnschwelle zu erreichen? Diese Formel hilft:

Break-Even-Umsatz = Fixkosten zusätzlicher Tag / (1 - Lebensmittelkosten % - Variable Kosten %)

💡 Beispielberechnung:

Fixkosten zusätzlicher Tag: €400 (Personal, Energie, etc.)

Lebensmittelkosten: 32%

Variable Kosten: 8% (Kreditkarte, Reservierungssystem, etc.)

Break-Even: €400 / (1 - 0,32 - 0,08) = €400 / 0,60 = €667

Du brauchst mindestens €667 Umsatz, um die Gewinnschwelle zu erreichen

Warum du erst deine Zahlen in Ordnung bringen musst

Bevor du zusätzliche Tage in Betracht ziehst, stelle sicher, dass deine bestehenden Tage rentabel sind. Überprüfe diese Punkte:

  • Lebensmittelkosten unter 35%: Sonst frisst jeder zusätzliche Verkauf deinen Gewinn auf
  • Portionsgrößen standardisiert: Kein Rätselraten in der Küche
  • Preise aktuell: Lieferanten erhöhen regelmäßig, du auch?
  • Verschwendung unter Kontrolle: Was du wegwirfst, kostet doppelt

Ein System wie KitchenNmbrs hilft, diese Zahlen zu verfolgen, ohne dass du selbst rechnen musst. So siehst du sofort, ob zusätzliche Tage rentabel sind.

Die Realität: erst optimieren, dann erweitern

Viele Unternehmer denken, dass mehr Verkäufe die Antwort auf finanzielle Probleme sind. Aber wenn deine Marge zu niedrig ist, verkaufst du dich arm. Besser: erst deine bestehenden Tage optimieren, dann erst erweitern.

⚠️ Achtung:

Wenn du jetzt schon Schwierigkeiten hast, über die Runden zu kommen, löst ein zusätzlicher Tag das nicht. Du arbeitest nur härter für das gleiche Problem.

Wie berechnest du, ob ein zusätzlicher Tag rentabel ist?

1

Berechne deine Fixkosten pro zusätzlichem Tag

Addiere: Personal (mindestens 1 Person), Energie, Versicherungen, Software, Telefon. Das sind Kosten, die du immer hast, auch bei wenigen Gästen.

2

Überprüfe dein Lebensmittelkostenprozentsatz

Berechne die Lebensmittelkosten deiner meistverkauften Gerichte. Wenn diese über 35% liegen, arbeite erst daran, bevor du zusätzliche Tage in Betracht ziehst.

3

Berechne deinen Break-Even-Punkt

Teile deine Fixkosten durch (1 minus dein Lebensmittelkostenprozentsatz minus variable Kosten). Das gibt dir den Mindestumsatz, den du brauchst, um die Gewinnschwelle zu erreichen.

✨ Pro tip

Überprüfe erst deine 3 meistverkauften Gerichte: Wenn diese Lebensmittelkosten über 35% haben, arbeite erst daran. Zusätzliche Tage mit schlechten Margen verschärfen dein Problem nur.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel zusätzlichen Umsatz brauche ich, um einen zusätzlichen Tag rentabel zu machen?

Das hängt von deinen Fixkosten und Margen ab. Mit €400 Fixkosten und 35% Lebensmittelkosten brauchst du mindestens €650-700 Umsatz, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Für echten Gewinn musst du darüber hinaus.

Kann ich nicht einfach schauen, wie viel ich an anderen Tagen verdiene?

Nein, denn andere Tage haben oft bereits einen Kundenstamm. Ein zusätzlicher Tag beginnt normalerweise mit weniger Gästen, also niedrigerem Umsatz bei gleichen Kosten.

Was ist, wenn meine Lebensmittelkosten für zusätzliche Tage zu hoch sind?

Dann senke erst deine Lebensmittelkosten, indem du Preise anpasst, Portionen standardisierst oder teurere Zutaten ersetzt. Zusätzliche Tage mit schlechten Margen verschärfen das Problem nur.

Wie lange dauert es, bis ein zusätzlicher Tag rentabel wird?

Das ist schwer vorherzusagen. Manche Tage laufen sofort gut, andere brauchen Monate, um einen Kundenstamm aufzubauen. Rechne mit mindestens 3-6 Monaten.

Ist es besser, an bestehenden Tagen länger offen zu sein?

Oft ja, denn dann hast du keine zusätzlichen Personalkosten. Eine Stunde länger offen an 5 Tagen kostet weniger als 1 ganzer zusätzlicher Tag, während du vielleicht den gleichen zusätzlichen Umsatz machst.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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