Lieferplattformen nehmen 15-35% Gebühr, aber viele Restaurants passen ihre Preise nicht an. Dadurch verdienst du weniger bei Lieferbestellungen als bei Gästen im Restaurant. Die Folge: du arbeitest härter, behältst aber weniger übrig.
Warum Lieferpreise oft zu niedrig sind
Viele Restaurants setzen dieselben Preise auf Lieferando oder Uber Eats wie auf ihrer Speisekarte. Das scheint logisch, aber vergisst die Gebühr, die Plattformen berechnen.
? Beispiel:
Pasta Carbonara im Restaurant: €18,50
- Zutatenkosten: €5,50
- Lebensmittelkosten: 32% (€5,50 / €16,97 ohne MwSt.)
- Nettoerlös: €11,47
Dieselbe Pasta über Lieferando (25% Gebühr):
- Plattformpreis: €18,50
- Minus Gebühr: €4,25
- Nettoerlös: €8,72
Unterschied: €2,75 weniger pro Gericht
Die versteckten Kosten von Plattformen
Neben der Gebühr gibt es weitere Kosten, die deinen Gewinn drücken:
- Gebühr: 15-35% deines Bestellwerts
- Zahlungskosten: 2-4% zusätzlich für Online-Zahlung
- Marketing-Gebühren: Für Sichtbarkeit in der App
- Verpackungskosten: €0,50-€2,00 pro Bestellung
⚠️ Achtung:
Viele Plattformen berechnen die Gebühr über den Gesamtpreis inklusive MwSt., aber du erhältst den Preis ohne MwSt. Das macht die tatsächliche Gebühr höher als du denkst.
Auswirkung auf deine Lebensmittelkosten
Durch die Gebühr steigen deine Lebensmittelkosten dramatisch. Was im Restaurant rentabel ist, wird über Plattformen unrentabel.
? Berechnung:
Steak €32,00 im Restaurant:
- Zutaten: €9,50
- Lebensmittelkosten: 33% (€9,50 / €29,36 ohne MwSt.)
Dasselbe Steak über Plattform (30% Gebühr):
- Nettoerlös: €22,40 (€32 - €9,60 Gebühr)
- Ohne MwSt.: €20,55
- Lebensmittelkosten: 46% (€9,50 / €20,55)
Von rentabel zu unrentabel
Warum Restaurants das nicht anpassen
Es gibt verschiedene Gründe, warum Preise nicht angepasst werden:
- Unwissenheit: Viele Unternehmer rechnen die Gebühr nicht durch
- Wettbewerb: Angst, teurer zu sein als andere
- Bequemlichkeit: Dieselbe Speisekarte überall zu nutzen ist einfacher
- Plattformregeln: Einige Plattformen verlangen Preisparität
⚠️ Achtung:
Überprüfe die Bedingungen deiner Plattform. Einige verlangen, dass deine Preise nicht höher sind als im Restaurant. Andere erlauben Preisunterschiede.
Die Lösung: separate Lieferpreise
Berechne für jedes Gericht, was du mindestens verlangen musst, um dieselbe Marge zu behalten:
? Formel:
Lieferpreis = Restaurantpreis / (1 - Gebühr %)
Beispiel bei 25% Gebühr:
- Restaurantpreis: €20,00
- Lieferpreis: €20,00 / 0,75 = €26,67
- Nach Gebühr erhältst du: €20,00
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du pro Plattform unterschiedliche Preise verwalten und direkt sehen, was deine tatsächlichen Lebensmittelkosten nach Gebühr werden.
Wie berechnest du die richtigen Lieferpreise?
Überprüfe dein Gebührenprozentsatz
Schau in deinen Plattformvertrag, wie hoch das genaue Gebührenprozentsatz ist. Addiere alle Kosten: Basisgebühr, Zahlungskosten und eventuell Marketing-Gebühren.
Berechne deinen Mindest-Lieferpreis
Teile deinen aktuellen Restaurantpreis durch (1 - Gebühr%). Bei 25% Gebühr: Preis / 0,75. Runde auf einen logischen Betrag auf.
Teste und überwache deine Ergebnisse
Passe die Preise für deine meistverkauften Gerichte an. Überwache deine Bestellungen und Lebensmittelkosten im ersten Monat, um zu sehen, ob die Anpassung funktioniert.
✨ Pro tip
Überprüfe jeden Monat, ob sich deine Plattformgebühr geändert hat. Plattformen passen ihre Tarife regelmäßig an, oft ohne große Ankündigung.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Darf ich unterschiedliche Preise auf Lieferplattformen berechnen?
Wie viel höher dürfen meine Lieferpreise sein?
Verliere ich nicht Kunden mit höheren Preisen?
Muss ich alle Gerichte teurer machen?
Wie erkläre ich Kunden höhere Lieferpreise?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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