BETA APP IN ENTWICKLUNG HACCP und mehr sind in deinem Dashboard verfügbar — derzeit in der Betaphase, kleine Fehler sind möglich. Die neue App mit vollständiger Integration folgt bald.
📝 Szenarien & Entscheidungshilfen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie entscheidest du, welche Gerichte bei Inflation zuerst im Preis steigen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Bei Inflation steigen deine Einkaufspreise, aber du kannst nicht alle Speisekarten gleichzeitig anpassen. Die Kunst ist, strategisch zu wählen, welche Gerichte zuerst im Preis steigen. In diesem Artikel lernst du einen systematischen Ansatz, um diese Entscheidung zu treffen, ohne Gäste zu verlieren.

Analysiere deine Gerichte nach 3 Kriterien

Nicht alle Gerichte sind gleich. Manche kannst du leichter erhöhen als andere. Überprüfe jedes Gericht auf diese drei Punkte:

  • Beliebtheit: Wie viel verkaufst du davon?
  • Aktuelle Marge: Wie viel verdienst du damit?
  • Preiselastizität: Wie empfindlich sind Gäste gegenüber einer Preiserhöhung?

💡 Beispiel:

Restaurant mit 5 Hauptgängen nach 15% Inflation bei Fleisch:

  • Steak: beliebt, niedrige Marge (38% food cost), preisunempfindlich
  • Pasta: sehr beliebt, gute Marge (25% food cost), preisempfindlich
  • Fisch: mäßig beliebt, schlechte Marge (42% food cost), preisunempfindlich

Fazit: Beginne mit Steak und Fisch, lass Pasta vorerst.

Priorität 1: Gerichte mit schlechter Marge

Gerichte mit einem food cost über 35% sind deine ersten Kandidaten. Diese kosten dich jetzt schon Geld, und nach Inflation wird es nur noch schlimmer.

⚠️ Achtung:

Ein Gericht mit 40% food cost, das 10% teurer wird, bekommt einen food cost von 44%. Dann machst du bei jedem Verkauf Verlust.

Berechne den neuen food cost nach Inflation:

Neuer food cost % = (Alte Ingredientenkosten × Inflationsrate%) / Verkaufspreis ohne MwSt. × 100

💡 Beispiel:

Steak für €32,00 (€29,36 ohne MwSt.):

  • Alte Ingredientenkosten: €11,20
  • Nach 15% Inflation: €12,88
  • Neuer food cost: €12,88 / €29,36 × 100 = 43,9%

Dieses Gericht MUSS im Preis erhöht werden.

Priorität 2: Preisunempfindliche Gerichte

Manche Gerichte können leichter im Preis erhöht werden. Denk an:

  • Premium-Gerichte: Steak, Fisch, spezielle Menüs
  • Einzigartige Artikel: Signature Dishes, die es nirgendwo sonst gibt
  • Kleine Verkaufsmengen: Gerichte mit wenig Absatz

Bei diesen Gerichten erwarten Gäste bereits einen höheren Preis. Eine Erhöhung von €2-4 fällt weniger auf.

Priorität 3: Beliebte Gerichte mit guter Marge

Deine Bestseller mit gesunder Marge (unter 30% food cost) lässt du vorerst in Ruhe. Diese Gerichte:

  • Ziehen Gäste an
  • Verdienen immer noch Geld
  • Sind oft preisempfindlich

💡 Beispiel:

Beliebte Pasta Carbonara:

  • Verkauft 40x pro Woche
  • Food cost: 25% (immer noch gesund nach Inflation)
  • Gäste vergleichen Pasta-Preise zwischen Restaurants

Lass diese vorerst zum gleichen Preis.

Timing und Kommunikation

Erhöhe nicht alles auf einmal. Verteile es über 2-3 Monate:

  • Monat 1: Gerichte mit schlechter Marge
  • Monat 2: Premium/einzigartige Gerichte
  • Monat 3: Beliebte Gerichte (nur wenn nötig)

Kommuniziere ehrlich mit Gästen. Betone die Qualität der Zutaten, nicht die Inflation.

Alternative Strategien

Manchmal kannst du Preiserhöhungen vermeiden durch:

  • Portionen anpassen: 200g Steak statt 250g
  • Zutaten ersetzen: Andere Fisch- oder Fleischsorte
  • Rezepte optimieren: Weniger teure Beilage

⚠️ Achtung:

Ändere niemals die Qualität deiner Signature Dishes. Gäste merken es und dein Ruf leidet darunter.

Wie bestimmst du die Reihenfolge? (Schritt für Schritt)

1

Berechne den neuen food cost jedes Gerichts

Addiere das Inflationspercentage zu allen Ingredientenkosten. Teile durch deinen aktuellen Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100. Gerichte über 35% bekommen Priorität.

2

Ordne nach Preisempfindlichkeit

Premium-Gerichte, Signature Dishes und Artikel mit niedrigem Volumen sind am wenigsten preisempfindlich. Beliebte Basis-Gerichte (Pasta, Pizza) sind am empfindlichsten für Preisänderungen.

3

Erstelle einen Zeitplan

Starte mit schlechten Margen und preisunempfindlichen Artikeln. Warte 4-6 Wochen zwischen Erhöhungen. Überwache deine Verkaufszahlen nach jeder Anpassung, bevor du weitermachst.

✨ Pro tip

Verfolge deine Verkaufszahlen pro Gericht vor und nach jeder Preiserhöhung. Wenn ein Gericht nach Erhöhung 30% weniger verkauft, erwäge, den alten Preis zurückzusetzen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

KitchenNmbrs kostenlos testen →

War dieser Artikel hilfreich?

Artikel teilen

WhatsApp LinkedIn

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kann ich erhöhen, ohne Gäste zu verlieren?

Bei Premium-Gerichten meist €2-4 auf einmal. Bei beliebten Basis-Gerichten maximal €1-2. Teste immer zuerst mit einem kleinen Teil deiner Speisekarte.

Was ist, wenn mein Konkurrent nicht erhöht?

Konzentriere dich auf deine einzigartigen Gerichte und Qualität. Wenn dein Konkurrent bei Inflation nicht erhöht, hat er wahrscheinlich ein Margenproblem.

Muss ich am Ende alle Gerichte erhöhen?

Nicht unbedingt. Gerichte mit gesunden Margen (unter 30% food cost) können oft ihren alten Preis behalten, besonders wenn sie Gäste anziehen.

Wie kommuniziere ich Preiserhöhungen an Gäste?

Betone Qualität und Sorgfalt, nicht die Kosten. 'Unser Steak von niederländischen Bauern' funktioniert besser als 'wegen gestiegener Preise'.

Ist es besser, Portionen zu verkleinern als Preise zu erhöhen?

Nur bei Premium-Gerichten, wo Gäste die Portionsgröße weniger bemerken. Bei beliebten Gerichten fällt das mehr auf als eine kleine Preiserhöhung.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

Treffen Sie bessere Entscheidungen mit echten Zahlen

Müssen Sie Ihre Speisekarte ändern? Preise erhöhen? Ein neues Konzept testen? KitchenNmbrs simuliert Szenarien mit Ihren eigenen Daten. 14 Tage kostenlos testen.

Kostenlose Testversion starten →
Haftungsausschluss & Nutzungsbedingungen

Inhaltsverzeichnis

💬 in 𝕏
Chef Digit
KitchenNmbrs assistent