Nicht jedes Gericht eignet sich für die Lieferung. Einige Gerichte verlieren während des Transports an Qualität, andere kosten dich Geld durch hohe Verpackungskosten oder Plattformgebühren. Durch die Berechnung deiner Margen pro Gericht entscheidest du bewusst, welche Gerichte auf dein Liefermenü gehören und welche nicht.
Berechne deine tatsächliche Marge pro Gericht
Für die Lieferung musst du anders rechnen als für dein Restaurant. Du hast zusätzliche Kosten, die deine Marge drücken, aber auch andere Vorteile.
💡 Beispiel:
Pasta Carbonara im Restaurant vs. Lieferung:
- Zutaten: €5,10
- Verpackung: €0,85 (Behälter, Deckel, Gabel, Tasche)
- Gesamtkostpreis: €5,95
- Verkaufspreis: €16,50 exkl. MwSt.
- Plattformgebühr (25%): €4,13
Nettoerlös: €12,37 - €5,95 = €6,42
Im Restaurant würdest du €16,50 - €5,10 = €11,40 behalten. Bei der Lieferung €6,42. Das ist 44% weniger Marge.
Zusätzliche Kosten bei der Lieferung
Addiere diese Kosten immer zu deinen Zutatenkosten:
- Verpackungskosten: €0,50 - €1,50 pro Gericht (je nach Typ)
- Plattformgebühren: 15-30% deines Verkaufspreises
- Zahlungsgebühren: Oft 2-3% extra bei Online-Zahlung
- Qualitätsverlust: Einige Gerichte werden weniger lecker
Gerichte, die NICHT für die Lieferung geeignet sind
Diese Gerichte kannst du besser von deinem Liefermenü streichen:
⚠️ Achtung:
Gerichte mit niedriger Marge im Restaurant werden bei der Lieferung oft durch die zusätzlichen Kosten unrentabel.
- Salate: Werden welk, niedrige Marge durch Plattformgebühren
- Suppe: Risiko von Lecks, teure Verpackung
- Pommes: Werden matschig, Kunden sind enttäuscht
- Günstige Gerichte unter €12: Plattformgebühr frisst deine Marge auf
- Gerichte mit Lebensmittelkosten über 30%: Nach zusätzlichen Kosten unrentabel
Gerichte, die WOHL geeignet sind
Konzentriere dich auf diese Arten von Gerichten für dein Liefermenü:
💡 Beispiel Gewinner-Gerichte:
- Pizzas: Bleiben gut, relativ günstige Verpackung
- Pastas: Leicht warm zu halten, beliebt
- Burger: Stabile Verpackung, hohe Marge möglich
- Wraps: Kompakt, bleiben gut
- Reisgerichte: Halten Wärme
Berechne deinen Break-Even-Punkt
Für jedes Gericht kannst du ausrechnen, was du mindestens verlangen musst, um rentabel zu bleiben.
Formel: (Zutaten + Verpackung) ÷ 0,30 = Minimaler Verkaufspreis exkl. MwSt.
Die 0,30 kommt von: 100% - 30% Lebensmittelkosten - 25% Plattformgebühr - 15% sonstige Kosten = 30% für Gewinn und Fixkosten.
💡 Beispielberechnung:
Hähnchen Teriyaki mit Reis:
- Zutaten: €4,20
- Verpackung: €0,60
- Gesamt: €4,80
Minimaler Preis: €4,80 ÷ 0,30 = €16,00 exkl. MwSt.
Mit 19% MwSt.: €19,04 inkl. MwSt.
Teste und messe deine Ergebnisse
Starten Sie mit einem begrenzten Liefermenü von 8-12 Gerichten, bei denen Sie sicher sind, dass sie rentabel sind. Messen Sie nach einem Monat:
- Welche Gerichte verkaufen sich am besten?
- Wo bekommst du Beschwerden über die Qualität?
- Welche Gerichte bringen den höchsten absoluten Gewinn?
- Wie viele Rücksendungen hast du pro Gericht?
Passen Sie Ihr Menü basierend auf diesen Daten an. Gut verkaufte, rentable Gerichte ohne Beschwerden bleiben. Der Rest wird gestrichen.
Wie wählst du rentable Liefergerichte aus? (Schritt für Schritt)
Berechne die Gesamtkostpreis inklusive Verpackung
Addiere für jedes Gericht die Zutatenkosten und Verpackungskosten. Vergiss nicht, Besteck, Servietten und Taschen mitzurechnen.
Ziehe Plattformgebühren und Zahlungskosten vom Verkaufspreis ab
Rechne aus, was du netto nach Abzug aller Plattformgebühren behältst. Das ist dein tatsächlicher Erlös pro Gericht.
Berechne dein Netto-Marge-Prozentsatz
Teile deinen Gewinn durch deinen Nettoerlös. Gerichte unter 25% Nettomarge sind oft nicht rentabel genug für die Lieferung.
Teste die Qualität nach 30 Minuten Transport
Lass jedes Gericht 30 Minuten in der Verpackung sitzen und probiere es erneut. Gerichte, die enttäuschen, gehören nicht auf dein Liefermenü.
Starten Sie mit begrenztem Menü und messen Sie Ergebnisse
Beginnen Sie mit 8-12 Gerichten, bei denen Sie sicher sind. Messen Sie nach einem Monat Verkaufszahlen und Kundenzufriedenheit pro Gericht.
✨ Pro tip
Machen Sie Fotos von jedem Gericht nach 30 Minuten in der Verpackung. Dies zeigt direkt, welche Gerichte für die Lieferung geeignet sind und welche nicht.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viele Gerichte sollte ich für die Lieferung anbieten?
Starten Sie mit 8-12 Gerichten. Zu viel Auswahl verlangsamt Entscheidungen und erhöht deine Lagerkosten. Konzentrieren Sie sich auf Gerichte, die sowohl beliebt als auch rentabel sind.
Darf ich unterschiedliche Preise für die Lieferung verlangen?
Ja, das darfst du. Viele Restaurants berechnen 10-15% mehr für die Lieferung, um die zusätzlichen Kosten zu decken. Seien Sie hier transparent gegenüber deinen Kunden.
Was ist, wenn mein meistverkauftes Gericht bei der Lieferung nicht rentabel ist?
Dann hast du drei Optionen: Erhöhe den Preis, senke die Kosten durch günstigere Verpackung, oder nimm es aus deinem Liefermenü. Gefühle dürfen nie gegen Zahlen gewinnen.
Wie oft sollte ich mein Liefermenü überprüfen?
Überprüfe monatlich deine Verkaufszahlen und Margen pro Gericht. Jahreszeiten, Zutatenprise und Kundenpräferenzen ändern sich, also muss sich auch dein Menü ändern.
Muss ich Rücksendungen berücksichtigen?
Ja, rechne 2-5% deines Umsatzes als Verlust durch Rücksendungen und Beschwerden ein. Gerichte, die häufig zu Beschwerden führen, kosten dich mehr als nur die Zutaten.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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