Eine Provision von 28% auf Lieferplattformen kann deine Marge vollständig aufzehren. Viele Restaurants sehen ihren Gewinn verdampfen, weil sie ihre Preisstrategie nicht an die hohen Plattformkosten anpassen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du deine Marge zurückgewinnst, ohne Kunden zu verlieren.
Warum 28% Provision so schmerzhaft ist
Eine Provision von 28% bedeutet, dass von jedem €100 Umsatz nur €72 zu dir gehen. Für viele Restaurants ist das verheerend:
- Übliche Lebensmittelkosten: 30% deines Verkaufspreises
- Personalkosten: 25-30%
- Sonstige Kosten: 15-20%
- Plattformprovision: 28%
Gesamt: 98-108% deines Umsatzes gehen für Kosten auf. Es bleibt nichts übrig.
? Beispiel:
Du verkaufst eine Pasta für €16,00 über die Plattform:
- Provision 28%: €4,48
- Netto-Einnahme: €11,52
- Zutatenkosten: €4,80
- Lebensmittelkosten auf Netto: 42%
Du machst Verlust bei jedem Verkauf.
Deine Optionen, um die Marge zu retten
Du hast vier Strategien, um aus dieser Falle herauszukommen:
Option 1: Preise erhöhen (am direktesten)
Erhöhe deine Lieferpreise, damit du nach Provision auf eine gesunde Marge kommst.
? Berechnung:
Gewünschte Netto-Einnahme: €16,00
Formel: Lieferpreis = Gewünschte Netto / (1 - Provision%)
€16,00 / (1 - 0,28) = €16,00 / 0,72 = €22,22
Du musst €22,22 verlangen, um €16,00 netto zu erhalten.
Option 2: Spezielle Liefergerichte (intelligenter)
Entwickle Gerichte speziell für Lieferung mit niedrigeren Lebensmittelkosten:
- Pasta und Reisgerichte (günstige Basis)
- Eintopfgerichte (weniger Zutaten)
- Größere Portionen (Skalierungsvorteil)
- Weniger frische Zutaten (längere Haltbarkeit)
Option 3: Verpackungskosten weitergeben
Berechne Verpackungskosten separat als "Lieferzuschlag":
? Beispiel:
Verpackungskosten pro Bestellung: €1,20
Mit Plattformprovision wird daraus: €1,20 / 0,72 = €1,67
Berechne €1,70 Lieferzuschlag durch.
Option 4: Plattform-Mix optimieren
Nicht alle Plattformen berechnen 28%. Verteile deine Bestellungen:
- Eigene Lieferung: 0% Provision (aber Lieferkosten)
- Plattform A: 15% Provision
- Plattform B: 20% Provision
- Plattform C: 28% Provision (minimales Volumen)
⚠️ Achtung:
Erhöhe deine Preise schrittweise. Ein Sprung von €16 auf €22 schreckt Kunden ab. Versuche erst €18, dann €20, dann €22 über einige Monate.
Welche Strategie funktioniert am besten?
Die erfolgreichsten Lieferrestaurants kombinieren Strategien:
- Kurzfristig: Preise um €2-3 erhöhen
- Mittelfristig: Spezielles Liefermenü entwickeln
- Langfristig: Eigenen Lieferkanal aufbauen
Mit einem System wie KitchenNmbrs siehst du sofort die Auswirkungen verschiedener Preise auf deine Marge, damit du die richtigen Entscheidungen treffen kannst, ohne zu raten.
Wie berechnest du die richtigen Lieferpreise? (Schritt für Schritt)
Berechne deinen Break-Even-Preis
Addiere Zutatenkosten, Verpackung und einen Teil deiner Fixkosten. Das ist das Minimum, das du netto erhalten musst, um keinen Verlust zu machen.
Rechne die Provision zurück
Verwende die Formel: Lieferpreis = Break-Even-Betrag / (1 - Provision%). Bei 28% Provision teilst du durch 0,72.
Teste und messe die Reaktion
Erhöhe Preise schrittweise und messe die Auswirkung auf dein Bestellvolumen. Finde den optimalen Punkt zwischen Marge und Volumen.
✨ Pro tip
Erstelle ein separates Liefermenü mit Gerichten, die speziell bei hohen Provisionen rentabel sind. Denke an Pasta, Currys und Reisgerichte mit niedrigen Zutatenkosten, aber hohem wahrgenommenen Wert.
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In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Kann ich über die Provision von 28% verhandeln?
Was ist, wenn Kunden wegen höherer Preise weggehen?
Muss ich MwSt. über die Provision berechnen?
Ist eigene Lieferung immer günstiger als 28% Provision?
Wie sehe ich, ob meine neuen Preise funktionieren?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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