Eine Terrasse kann deinen Umsatz im Sommer erheblich steigern. Viele Restaurantbesitzer schätzen dies, aber mit der richtigen Berechnung siehst du genau, was diese zusätzlichen Tische bringen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du den potenziellen zusätzlichen Umsatz einer Terrasse berechnest.
Die Grundlage: Terrassen-Umsatz besteht aus 3 Komponenten
Um den Terrassen-Umsatz zu berechnen, brauchst du drei Variablen:
- Zusätzliche Sitzplätze - wie viele Stühle kommen hinzu?
- Auslastungsgrad - wie oft sind diese Stühle besetzt?
- Durchschnittliche Rechnung - was bestellt ein Gast durchschnittlich?
Diese drei multiplizierst du mit der Anzahl der Sommertage, an denen deine Terrasse offen ist.
Schritt 1: Zähle deine zusätzlichen Sitzplätze
Beginne einfach: wie viele Stühle kommen durch die Terrasse hinzu? Zähle nur die Plätze, die du zusätzlich hast, nicht deine bestehende Innenkapazität.
💡 Beispiel:
Restaurant mit 40 Innensitzplätzen bekommt eine Terrasse mit 6 Tischen:
- 6 Tische × 4 Stühle = 24 zusätzliche Sitzplätze
- Das sind 60% mehr Kapazität (24/40 = 0,6)
Schritt 2: Schätze deinen Auslastungsgrad realistisch ein
Eine Terrasse ist nicht jeden Tag voll. Regen, Wind und kalte Tage spielen eine Rolle. Ein realistischer Auslastungsgrad für eine Sommterrasse liegt zwischen 40-60%.
⚠️ Achtung:
Rechne nicht mit 100% Auslastung. Auch im Sommer gibt es kalte Tage, Regenschauer und ruhige Wochentage. Sei lieber konservativ in deiner Schätzung.
Schritt 3: Bestimme deine durchschnittliche Rechnung pro Person
Überprüfe dein Kassensystem: Was ist deine aktuelle durchschnittliche Rechnung pro Person? Terrassen-Gäste bestellen oft anders als Innen-Gäste. Sie bleiben länger sitzen (mehr Getränke), bestellen aber manchmal leichtere Speisen.
💡 Beispielberechnung:
Restaurant mit durchschnittlicher Rechnung von €28,50 pro Person:
- 24 zusätzliche Terrassen-Stühle
- 50% Auslastungsgrad = durchschnittlich 12 besetzte Stühle
- Offen 120 Tage (Mai bis September)
- Durchschnittliche Rechnung: €28,50
Zusätzlicher Umsatz: 12 × €28,50 × 120 = €41.040
Rechne mit verschiedenen Szenarien
Erstelle drei Berechnungen: pessimistisch (30% Auslastung), realistisch (50% Auslastung) und optimistisch (70% Auslastung). So siehst du die Spanne des möglichen zusätzlichen Umsatzes.
- Pessimistisch: 30% Auslastung, niedrigere durchschnittliche Rechnung
- Realistisch: 50% Auslastung, aktuelle durchschnittliche Rechnung
- Optimistisch: 70% Auslastung, etwas höhere Rechnung (mehr Getränke)
Vergiss die zusätzlichen Kosten nicht
Eine Terrasse bringt auch Kosten mit sich. Rechne diese von deinem zusätzlichen Umsatz ab, um deinen Netto-Ertrag zu sehen:
- Terrassen-Möbel (Tische, Stühle, Sonnenschirme)
- Zusätzliches Personal an geschäftigen Sommertagen
- Terrassenheizung für kühlere Abende
- Eventuell anfallende Genehmigungskosten
- Wartung und Austausch von Möbeln
💡 Kosten-Beispiel:
Terrasse mit 24 Stühlen, einmalige Investition:
- 6 Tische: €1.800
- 24 Stühle: €2.400
- 6 Sonnenschirme: €1.200
- Genehmigung: €500
Gesamt: €5.900 (amortisiert sich in 3-4 Monaten)
Nutze deine Terrassen-Daten für bessere Planung
Notiere, an welchen Tagen die Terrasse am besten läuft. Wetter, Temperatur und Veranstaltungen in der Nähe haben großen Einfluss. Mit diesen Daten kannst du Personal und Einkauf besser planen.
Wie berechnest du den Terrassen-Umsatz? (Schritt für Schritt)
Zähle deine zusätzlichen Sitzplätze
Berechne, wie viele Stühle durch die Terrasse hinzukommen. Zähle nur neue Kapazität, nicht deine bestehenden Innensitzplätze. Multipliziere die Anzahl der Tische mit den Stühlen pro Tisch.
Bestimme einen realistischen Auslastungsgrad
Schätze ein, wie oft deine Terrassen-Stühle durchschnittlich besetzt sind. Rechne mit 40-60% für eine Sommterrasse, da Wetter und Jahreszeit großen Einfluss haben. Sei konservativ in deiner Schätzung.
Berechne den zusätzlichen Umsatz
Multipliziere: (zusätzliche Stühle × Auslastungsgrad) × durchschnittliche Rechnung × Anzahl der Sommertage. Erstelle drei Szenarien (30%, 50%, 70% Auslastung), um die Spanne zu sehen.
✨ Pro tip
Führe ein Logbuch über deinen Terrassen-Umsatz pro Tag, gekoppelt mit dem Wetter. Nach einer Saison siehst du Muster und kannst viel genauer vorhersagen, an welchen Tagen die Terrasse voll läuft.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel zusätzlichen Umsatz kann eine Terrasse bringen?
Das hängt von deiner Kapazität und Auslastung ab. Eine Terrasse mit 20 Stühlen bei 50% Auslastung und €25 durchschnittlicher Rechnung bringt etwa €30.000 zusätzlich in einer Sommersaison von 120 Tagen.
Welchen Auslastungsgrad sollte ich für meine Terrasse ansetzen?
Rechne mit 40-60% durchschnittlicher Auslastung für eine Sommterrasse. Dies berücksichtigt regnerische Tage, kalte Perioden und ruhige Wochentage. Sei lieber zu vorsichtig als zu optimistisch.
Bestellen Terrassen-Gäste anders als Innen-Gäste?
Oft ja. Terrassen-Gäste bleiben normalerweise länger sitzen und bestellen mehr Getränke, manchmal aber leichtere Speisen. Überwache deine durchschnittliche Rechnung pro Terrassen-Tisch, um dies zu messen.
Welche Kosten muss ich von meinem Terrassen-Umsatz abziehen?
Rechne Möbel, eventuell zusätzliches Personal, Sonnenschirme, Heizung und Genehmigungskosten ein. Diese Kosten sind normalerweise innerhalb von 1-2 Saisons bei einer gut laufenden Terrasse amortisiert.
Wie lange dauert die Sommersaison für eine Terrasse?
In Deutschland kannst du mit 120-150 Tagen rechnen, von Anfang Mai bis Ende September. Dies hängt von deinem Standort und davon ab, ob du eine Terrassenheizung für die kühleren Tage hast.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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