Add-on-Produkte wie Brot, Dips oder extra Saucen wirken klein, können aber hohe Margen bringen. Das Problem ist, dass viele Unternehmer diese Produkte 'nach Gefühl' preisen, wodurch sie Geld verlieren oder zu wenig verdienen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die genaue Marge auf eingekaufte Produkte berechnest, die du als Add-on verkaufst.
Warum Add-on-Margen wichtig sind
Add-ons sind oft reine Gewinne. Ein Brötchen, das du für €0,80 einkaufst und für €2,50 verkaufst, hat eine viel höhere Marge als deine Hauptgerichte. Aber nur, wenn du es richtig berechnest.
? Beispiel:
Du verkaufst Stangenbrot als Beilage für €2,95 (inkl. 19% MwSt):
- Einkaufspreis: €0,85 pro Stück
- Verkaufspreis ohne MwSt: €2,95 / 1,19 = €2,48
- Marge in Euro: €2,48 - €0,85 = €1,63
- Marge Prozentsatz: (€1,63 / €2,48) × 100 = 65,7%
Das ist eine ausgezeichnete Marge!
Die Formeln, die du brauchst
Für Add-on-Produkte verwendest du die gleichen Formeln wie für andere Produkte, aber oft mit besseren Ergebnissen:
- Marge in Euro = Verkaufspreis ohne MwSt - Einkaufspreis
- Marge Prozentsatz = (Marge in Euro / Verkaufspreis ohne MwSt) × 100
- Mindestverkaufspreis = Einkaufspreis / (1 - Gewünschte Marge%)
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit dem Verkaufspreis OHNE MwSt. Der Preis auf deiner Speisekarte ist inklusive 19% MwSt für Lebensmittel.
Vergiss die versteckten Kosten nicht
Bei eingekauften Add-ons gibt es oft zusätzliche Kosten, die du berücksichtigen musst:
- Aufwärmen: Gas oder Strom für den Ofen
- Verpackung: Körbchen, Papier, Serviette
- Garnitur: Butter, Gewürze, Dip
- Arbeit: Zeit zum Aufwärmen und Anrichten
? Beispiel mit versteckten Kosten:
Stangenbrot Add-on vollständige Kostenkalkulation:
- Brotkauf: €0,85
- Butterportionen: €0,15
- Aufwärmen (Gas): €0,05
- Körbchen + Papier: €0,10
Gesamtkostpreis: €1,15 (war €0,85)
Marge wird: (€2,48 - €1,15) / €2,48 = 53,6% (war 65,7%)
Verschiedene Preisstrategien
Für Add-ons hast du verschiedene Optionen zum Preisen:
- Hohe-Marge-Strategie: 60-80% Marge, niedrigere Verkäufe
- Volumen-Strategie: 40-50% Marge, mehr Verkäufe
- Bundle-Strategie: Niedrigere Marge auf Add-on, aber verkauft Hauptgericht
Add-ons als Gewinnmotor
Gut geprägte Add-ons können deine Gesamtrentabilität erheblich verbessern. Ein Brötchen mit €1,63 Gewinn kompensiert viele der niedrigeren Margen auf Hauptgerichten.
? Auswirkungsbeispiel:
Wenn du täglich 30 Add-ons mit €1,50 zusätzlichem Gewinn pro Stück verkaufst:
- Pro Tag: 30 × €1,50 = €45 zusätzlicher Gewinn
- Pro Woche (6 Tage): €45 × 6 = €270
- Pro Jahr: €270 × 52 = €14.040 zusätzlicher Gewinn
Nur durch korrekte Add-on-Preisgestaltung!
Wie berechnest du die Marge auf Add-on-Produkte? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Kosten
Addiere den Einkaufspreis zu allen zusätzlichen Kosten wie Aufwärmen, Garnitur, Verpackung und Arbeitszeit. Dies ergibt dir die tatsächliche Kostenkalkulation des Add-on-Produkts.
Berechne deinen Verkaufspreis ohne MwSt
Teile deinen Speisekartpreis durch 1,19, um den Preis ohne 19% MwSt zu erhalten. Mit diesem Preis rechnest du weiter für deine Marge.
Berechne Marge in Euro und Prozentsatz
Ziehe die Kostenkalkulation vom Verkaufspreis ohne MwSt ab, um die Marge in Euro zu erhalten. Teile dies durch den Verkaufspreis und multipliziere mit 100 für den Prozentsatz.
Bewerte und optimiere
Vergleiche deine Marge mit deinem Ziel und schau dir an, wie viel du verkaufst. Passe den Preis an, wenn die Marge zu niedrig ist, oder teste einen niedrigeren Preis für mehr Volumen.
✨ Pro tip
Überprüfe, welche Add-ons deine Gäste am häufigsten bestellen, und stelle sicher, dass diese die besten Margen haben. Ein beliebtes Add-on mit 70% Marge verdient mehr als ein unpopuläres Produkt mit 80% Marge.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt in meine Margenberechnung einbeziehen?
Was ist eine gute Marge für Add-on-Produkte?
Muss ich Arbeitszeit in die Kostenkalkulation einbeziehen?
Wie oft muss ich meine Add-on-Preise überprüfen?
Kann ich Add-ons nutzen, um niedrige Margen auszugleichen?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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