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📝 Einkauf, Lieferanten & Strategie · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge auf ein Produkt, das ich einkaufe und ungepriesen als Add-on weiterverkaufe?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Add-on-Produkte wie Brot, Dips oder extra Saucen wirken klein, können aber hohe Margen bringen. Das Problem ist, dass viele Unternehmer diese Produkte 'nach Gefühl' preisen, wodurch sie Geld verlieren oder zu wenig verdienen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die genaue Marge auf eingekaufte Produkte berechnest, die du als Add-on verkaufst.

Warum Add-on-Margen wichtig sind

Add-ons sind oft reine Gewinne. Ein Brötchen, das du für €0,80 einkaufst und für €2,50 verkaufst, hat eine viel höhere Marge als deine Hauptgerichte. Aber nur, wenn du es richtig berechnest.

💡 Beispiel:

Du verkaufst Stangenbrot als Beilage für €2,95 (inkl. 19% MwSt):

  • Einkaufspreis: €0,85 pro Stück
  • Verkaufspreis ohne MwSt: €2,95 / 1,19 = €2,48
  • Marge in Euro: €2,48 - €0,85 = €1,63
  • Marge Prozentsatz: (€1,63 / €2,48) × 100 = 65,7%

Das ist eine ausgezeichnete Marge!

Die Formeln, die du brauchst

Für Add-on-Produkte verwendest du die gleichen Formeln wie für andere Produkte, aber oft mit besseren Ergebnissen:

  • Marge in Euro = Verkaufspreis ohne MwSt - Einkaufspreis
  • Marge Prozentsatz = (Marge in Euro / Verkaufspreis ohne MwSt) × 100
  • Mindestverkaufspreis = Einkaufspreis / (1 - Gewünschte Marge%)

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit dem Verkaufspreis OHNE MwSt. Der Preis auf deiner Speisekarte ist inklusive 19% MwSt für Lebensmittel.

Vergiss die versteckten Kosten nicht

Bei eingekauften Add-ons gibt es oft zusätzliche Kosten, die du berücksichtigen musst:

  • Aufwärmen: Gas oder Strom für den Ofen
  • Verpackung: Körbchen, Papier, Serviette
  • Garnitur: Butter, Gewürze, Dip
  • Arbeit: Zeit zum Aufwärmen und Anrichten

💡 Beispiel mit versteckten Kosten:

Stangenbrot Add-on vollständige Kostenkalkulation:

  • Brotkauf: €0,85
  • Butterportionen: €0,15
  • Aufwärmen (Gas): €0,05
  • Körbchen + Papier: €0,10

Gesamtkostpreis: €1,15 (war €0,85)

Marge wird: (€2,48 - €1,15) / €2,48 = 53,6% (war 65,7%)

Verschiedene Preisstrategien

Für Add-ons hast du verschiedene Optionen zum Preisen:

  • Hohe-Marge-Strategie: 60-80% Marge, niedrigere Verkäufe
  • Volumen-Strategie: 40-50% Marge, mehr Verkäufe
  • Bundle-Strategie: Niedrigere Marge auf Add-on, aber verkauft Hauptgericht

Add-ons als Gewinnmotor

Gut geprägte Add-ons können deine Gesamtrentabilität erheblich verbessern. Ein Brötchen mit €1,63 Gewinn kompensiert viele der niedrigeren Margen auf Hauptgerichten.

💡 Auswirkungsbeispiel:

Wenn du täglich 30 Add-ons mit €1,50 zusätzlichem Gewinn pro Stück verkaufst:

  • Pro Tag: 30 × €1,50 = €45 zusätzlicher Gewinn
  • Pro Woche (6 Tage): €45 × 6 = €270
  • Pro Jahr: €270 × 52 = €14.040 zusätzlicher Gewinn

Nur durch korrekte Add-on-Preisgestaltung!

Wie berechnest du die Marge auf Add-on-Produkte? (Schritt für Schritt)

1

Sammle alle Kosten

Addiere den Einkaufspreis zu allen zusätzlichen Kosten wie Aufwärmen, Garnitur, Verpackung und Arbeitszeit. Dies ergibt dir die tatsächliche Kostenkalkulation des Add-on-Produkts.

2

Berechne deinen Verkaufspreis ohne MwSt

Teile deinen Speisekartpreis durch 1,19, um den Preis ohne 19% MwSt zu erhalten. Mit diesem Preis rechnest du weiter für deine Marge.

3

Berechne Marge in Euro und Prozentsatz

Ziehe die Kostenkalkulation vom Verkaufspreis ohne MwSt ab, um die Marge in Euro zu erhalten. Teile dies durch den Verkaufspreis und multipliziere mit 100 für den Prozentsatz.

4

Bewerte und optimiere

Vergleiche deine Marge mit deinem Ziel und schau dir an, wie viel du verkaufst. Passe den Preis an, wenn die Marge zu niedrig ist, oder teste einen niedrigeren Preis für mehr Volumen.

✨ Pro tip

Überprüfe, welche Add-ons deine Gäste am häufigsten bestellen, und stelle sicher, dass diese die besten Margen haben. Ein beliebtes Add-on mit 70% Marge verdient mehr als ein unpopuläres Produkt mit 80% Marge.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt in meine Margenberechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer mit dem Preis ohne MwSt. Teile deinen Speisekartpreis durch 1,19, um den Preis ohne MwSt zu erhalten, und verwende diesen für deine Margenberechnung.

Was ist eine gute Marge für Add-on-Produkte?

Add-ons können höhere Margen als Hauptgerichte haben. Eine Marge von 50-70% ist normal für eingekaufte Add-ons wie Brot, Dips oder zusätzliche Portionen.

Muss ich Arbeitszeit in die Kostenkalkulation einbeziehen?

Bei einfachen Add-ons (Brot aufwärmen) kannst du dies oft ignorieren. Bei komplexeren Add-ons, die viel Zeit kosten, rechne dann €15-20 pro Stunde Arbeit ein.

Wie oft muss ich meine Add-on-Preise überprüfen?

Überprüfe monatlich, ob sich deine Einkaufspreise geändert haben. Lieferanten erhöhen regelmäßig Preise und das musst du in deine Verkaufspreise einkalkulieren.

Kann ich Add-ons nutzen, um niedrige Margen auszugleichen?

Ja, das ist eine gute Strategie. Hohe Margen auf Add-ons können niedrigere Margen auf Hauptgerichten ausgleichen und deine Gesamtrentabilität verbessern.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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