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📝 Bar, Getränke & Cocktails · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Was ist ein normaler Pour Cost für Spirituosen wie Whisky oder Vodka?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 16 Mar 2026

Pour Cost ist der Prozentsatz deines Verkaufspreises, der für die Spirituose selbst aufgewendet wird. Bei Spirituosen wie Whisky und Vodka liegt ein normaler Pour Cost zwischen 18% und 25%. Dies hängt von deiner Einkaufsmethode, der Marke, die du ausschenkst, und deiner Preisstrategie ab.

Was ist Pour Cost genau?

Pour Cost funktioniert genauso wie Lebensmittelkosten, aber für Getränke. Es zeigt dir, wie viel von deinem Verkaufspreis in den Einkauf der Spirituose fließt. Wie bei Lebensmitteln rechnest du immer mit dem Preis ohne MwSt.

💡 Beispiel:

Du verkaufst einen Whisky für €8,50 (inkl. 19% MwSt.):

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €8,50 / 1,19 = €7,14
  • Einkaufspreis pro Portion: €1,60
  • Pour Cost: (€1,60 / €7,14) × 100 = 22,4%

Das liegt innerhalb des normalen Bereichs von 18-25%.

Normaler Pour Cost pro Getränkeart

Verschiedene Arten von Spirituosen haben unterschiedliche Benchmarks:

  • Premium Whisky/Cognac: 20-28% (höhere Einkaufspreise)
  • Standard Spirituosen (Vodka, Gin, Rum): 18-23%
  • Hausmarken: 15-20% (günstigere Einkäufe)
  • Cocktails mit Mixern: 25-30% (zusätzliche Zutaten)

⚠️ Achtung:

Rechne bei alkoholischen Getränken immer mit 19% MwSt., nicht 7%. Das ist ein häufiger Fehler, der deinen Pour Cost falsch aussehen lässt.

Wie berechnest du den Einkaufspreis pro Portion?

Für eine Standard-Portion Spirituose (4 cl) berechnest du deinen Einkaufspreis so:

💡 Beispielberechnung:

Flasche Vodka von 70 cl kostet €25,00 im Einkauf:

  • Preis pro cl: €25,00 / 70 = €0,357 pro cl
  • Portion von 4 cl: €0,357 × 4 = €1,43
  • Bei Verkaufspreis €7,00 ohne MwSt.: (€1,43 / €7,00) × 100 = 20,4%

Was beeinflusst deinen Pour Cost?

Verschiedene Faktoren können deinen Pour Cost höher oder niedriger machen:

  • Portionsgröße: 4 cl ist Standard, aber manche Barkeeper schenken großzügiger ein
  • Markenwahl: Premium-Marken haben höhere Einkaufskosten, können aber höhere Verkaufspreise rechtfertigen
  • Einkaufsmethode: Großhandel vs. Einzelhandel kann 30-50% Preisunterschied ausmachen
  • Verlust durch Verschütten: Unvorsichtiges Ausschenken kostet Geld

💡 Praktisches Beispiel:

Bar mit 200 Whiskys pro Woche, 0,5 cl extra pro Portion durch großzügiges Ausschenken:

  • Extra pro Woche: 200 × 0,5 cl = 100 cl = 1,43 Flaschen
  • Verlust pro Monat: 1,43 × 4,3 = 6,1 Flaschen
  • Bei €25 pro Flasche: 6,1 × €25 = €153 zusätzliche Kosten pro Monat

Wie verbesserst du deinen Pour Cost?

Wenn dein Pour Cost zu hoch ausfällt, sind das deine Optionen:

  • Überprüfe Portionsgröße: Verwende Jigger oder Messbehälter für Konsistenz
  • Verhandle Einkauf neu: Frage deinen Lieferanten nach Mengenrabatten
  • Passe Preise an: Erhöhe Verkaufspreise, wenn der Markt das zulässt
  • Wechsle Marken: Wähle günstigere Alternativen in der gleichen Qualitätsklasse

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du den Pour Cost pro Getränk verfolgen und sofort sehen, welche Getränke am profitabelsten sind.

Wie berechnest du Pour Cost für Spirituosen? (Schritt für Schritt)

1

Bestimme deinen Einkaufspreis pro Portion

Teile den Preis einer Flasche durch den Inhalt in cl und multipliziere mit deiner Portionsgröße. Für eine Flasche von €25 (70 cl) und 4 cl Portion: €25 / 70 × 4 = €1,43 pro Portion.

2

Berechne deinen Verkaufspreis ohne MwSt.

Teile deinen Menüpreis durch 1,19, um von 19% MwSt. zu ohne MwSt. zu gehen. Ein Whisky von €8,50 wird €8,50 / 1,19 = €7,14 ohne MwSt.

3

Wende die Pour Cost Formel an

Teile Einkaufspreis durch Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100. In diesem Beispiel: (€1,43 / €7,14) × 100 = 20,0% Pour Cost.

✨ Pro tip

Messe deine Portionen eine Woche lang mit einem Jigger. Du wirst überrascht sein, wie sehr dein Barkeeper daneben liegt - oft 10-20% mehr als beabsichtigt.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Sollte ich Mixer in die Pour Cost Berechnung einbeziehen?

Ja, bei Cocktails zählst du alle Zutaten: die Spirituose, Mixer, Garnish und sogar das Eis. Dies gibt dir die Gesamtgetränkekosten pro Portion.

Warum ist mein Pour Cost höher als 25%?

Das kann durch zu großzügige Portionen, teure Marken, hohe Einkaufspreise oder zu niedrige Verkaufspreise kommen. Überprüfe zuerst deine Portionsgröße - das ist oft der größte Übeltäter.

Ist 30% Pour Cost immer zu hoch?

Nicht unbedingt. Für Premium-Cocktails mit teuren Zutaten können 28-32% normal sein. Es hängt von deinem Konzept und davon ab, was Gäste bereit sind zu zahlen.

Wie oft sollte ich meinen Pour Cost überprüfen?

Überprüfe deine Top 5 meistverkauften Getränke monatlich. Lieferanten passen regelmäßig Preise an, daher musst du manchmal deine Verkaufspreise anpassen.

Kann ich unterschiedliche Pour Costs pro Getränk handhaben?

Ja, das ist sogar klug. Hausmarken können 18% sein, Premium-Spirituosen 25% und spezielle Cocktails 30%. Passe deine Strategie pro Getränkeart an.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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