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📝 Szenarien & Entscheidungshilfen · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Welche Schritte unternimmst du, wenn du Entscheidungen auf Daten statt nur auf Bauchgefühl basieren möchtest?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 16 Mar 2026

Datengestützte Entscheidungen treffen bedeutet, dass du Entscheidungen auf der Grundlage von Zahlen statt Bauchgefühl triffst. Viele Gastronomiebetreiber verlassen sich auf Intuition, aber das führt oft zu falschen Einschätzungen der Rentabilität. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du systematisch Daten sammelst und nutzt, um bessere Entscheidungen zu treffen.

Warum Bauchgefühl irreführend sein kann

Dein Bauchgefühl sagt dir, dass dein meistverkauftes Gericht auch das rentabelste ist. Aber das stimmt oft nicht. Ein Gericht kann beliebt sein, weil es den Gästen schmeckt, während du damit tatsächlich Verlust machst.

⚠️ Achtung:

Beliebtheit ist nicht dasselbe wie Rentabilität. Dein meistverkauftes Gericht kann dein am wenigsten verdienenstes sein.

Deshalb brauchst du Zahlen, um zu sehen, was wirklich in deiner Küche passiert.

Welche Daten brauchst du?

Für gute Entscheidungen brauchst du drei Arten von Daten:

  • Verkaufsdaten: Wie viel verkaufst du von jedem Gericht?
  • Kostendaten: Was kosten die Zutaten wirklich?
  • Margendaten: Wie viel verdienst du pro Gericht?

Diese drei zusammen geben dir das vollständige Bild deines Menüs.

Daten sammeln ohne Aufwand

Beginne mit deinem Kassensystem. Das zeigt dir Verkaufsdaten: welche Gerichte gehen am häufigsten über die Theke. Exportiere diese Zahlen wöchentlich.

💡 Beispiel:

Letzte Woche hast du verkauft:

  • Rindfleisch: 45 Portionen
  • Lachs: 32 Portionen
  • Pasta: 28 Portionen
  • Huhn: 23 Portionen

Das Rindfleisch ist eindeutig dein Bestseller. Aber verdienst du damit auch am meisten?

Für Kostendaten addierst du alle Zutaten pro Gericht. Inklusive Beilagen, Saucen und alles, was auf den Teller kommt.

Von Daten zu Erkenntnissen

Kombiniere Verkauf mit Kosten, um deine Rentabilität pro Gericht zu sehen. Berechne für jedes Gericht:

  • Food Cost Prozentsatz: (Zutatenkosten / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100
  • Gewinn pro Portion: Verkaufspreis ohne MwSt. - Zutatenkosten
  • Gesamtgewinn pro Gericht: Gewinn pro Portion × Anzahl verkauft

💡 Beispielberechnung:

Rindfleisch (45 Portionen verkauft):

  • Verkaufspreis: €32,00 inklusive MwSt. = €29,36 ohne MwSt.
  • Zutatenkosten: €11,50
  • Gewinn pro Portion: €29,36 - €11,50 = €17,86
  • Gesamtgewinn: €17,86 × 45 = €803,70

Jetzt siehst du nicht nur, was beliebt ist, sondern auch, was dir am meisten bringt.

Entscheidungen auf der Grundlage von Zahlen treffen

Mit diesen Daten kannst du gezielte Entscheidungen treffen:

  • Bewirbe rentable Gerichte: Stelle deine rentabelsten Gerichte prominent auf der Speisekarte auf
  • Passe Preise an: Erhöhe den Preis beliebter, aber wenig rentabler Gerichte
  • Optimiere Rezepte: Ersetze teure Zutaten durch günstigere Alternativen
  • Streiche Verlustbringer: Nimm Gerichte von der Karte, die wenig verkauft werden und wenig bringen

⚠️ Achtung:

Streiche nie dein beliebtestes Gericht, auch wenn du damit wenig verdienst. Versuche zuerst, den Preis oder das Rezept anzupassen.

Wöchentliche Daten-Routine aufbauen

Mache das Überprüfen von Zahlen zur wöchentlichen Gewohnheit. Jeden Montag überprüfst du:

  • Verkaufszahlen der letzten Woche
  • Food Cost deiner Top 5 Gerichte
  • Gesamtgewinn pro Gericht

Das kostet dich 30 Minuten pro Woche, spart dir aber hunderte Euro pro Monat an verpassten Chancen.

💡 Praktisches Beispiel:

Restaurant Der Goldene Löffel entdeckte durch Datenanalyse, dass ihr vegetarisches Curry (20% des Verkaufs) eine Food Cost von 18% hatte, während ihr Signature-Rindfleisch (35% des Verkaufs) 38% Food Cost hatte.

Maßnahme: Sie beworbten das Curry mehr und erhöhten das Rindfleisch um €3. Ergebnis: €400 zusätzlicher Gewinn pro Woche.

Digitale Tools zur Datenerfassung

Manuelles Erfassen wird schnell aufwändig. Viele Betreiber nutzen daher ein System wie KitchenNmbrs, das automatisch Food Cost berechnet und Verkaufszahlen mit Rentabilität verbindet.

So siehst du in einem Dashboard, welche Gerichte echte Goldgruben sind und welche dir Geld kosten.

Wie baust du einen datengestützten Entscheidungsprozess auf?

1

Sammle deine Basisdaten

Exportiere wöchentlich deine Verkaufsdaten aus deinem Kassensystem. Erstelle eine Liste deiner 10 meistverkauften Gerichte. Addiere für jedes Gericht alle Zutatenkosten, inklusive Beilagen und Saucen.

2

Berechne die Rentabilität pro Gericht

Verwende die Formel: (Zutatenkosten / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100 für den Food Cost Prozentsatz. Berechne auch den absoluten Gewinn pro Portion: Verkaufspreis ohne MwSt. minus Zutatenkosten.

3

Analysiere und ergreife Maßnahmen

Erstelle eine Matrix aus Beliebtheit versus Rentabilität. Bewirbe rentable Gerichte, passe Preise beliebter, aber wenig rentabler Artikel an, und erwäge, Verlustbringer zu streichen.

✨ Pro tip

Beginne mit deinen Top 5 meistverkauften Gerichten. Wenn du diese rentabel machst, hast du 80% deines Problems gelöst.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich meine Daten überprüfen?

Überprüfe deine wichtigsten Zahlen wöchentlich. Mache es zur Montagmorgen-Routine, um Verkauf und Rentabilität der letzten Woche durchzugehen. Das kostet 30 Minuten, verhindert aber viele verpasste Chancen.

Was ist, wenn mein beliebtestes Gericht wenig rentabel ist?

Streiche es nicht sofort - das könnte Gäste vertreiben. Versuche zuerst, den Preis um €1-2 zu erhöhen, oder ersetze teure Zutaten durch günstigere Alternativen. Überprüfe dann, ob die Beliebtheit erhalten bleibt.

Welcher Food Cost Prozentsatz ist akzeptabel?

Für die meisten Restaurants liegt eine gesunde Food Cost zwischen 28-35%. Unter 25% kann bedeuten, dass du zu teuer bist, über 35% verlierst du wahrscheinlich Geld bei diesem Gericht.

Kann ich das nicht einfach schätzen, ohne Zahlen?

Schätzen führt oft zu falschen Schlussfolgerungen. Du denkst, dass beliebte Gerichte rentabel sind, aber das stimmt meist nicht. Nur mit genauen Zahlen siehst du, wo du wirklich Geld verdienst.

Wie bekomme ich zuverlässige Kostendaten?

Bewahre alle Lieferantenrechnungen auf und aktualisiere Preise monatlich. Addiere für jedes Gericht wirklich alle Zutaten - auch kleine Dinge wie Gewürze, Öl und Beilagen zählen mit.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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