Bestseller-Labels auf deiner Speisekarte können deinen Umsatz um 20-30% steigern, indem du Gäste zu deinen profitabelsten Gerichten leitest. Viele Restaurants nutzen diese Labels falsch und verpassen dadurch Chancen. In diesem Artikel lernst du genau, wie du Bestseller-Labels strategisch einsetzt, um sowohl deinen Gästen als auch deinem Gewinn zu helfen.
Was sind Bestseller-Labels und warum funktionieren sie?
Bestseller-Labels sind Markierungen auf deiner Speisekarte, die anzeigen, welche Gerichte beliebt sind. Denk an "Chef's Special", "Lieblingsgericht unserer Gäste" oder einfach "Bestseller". Sie funktionieren, weil Menschen gerne das wählen, was andere auch wählen – das gibt Sicherheit.
Aber hier wird es interessant: Du bestimmst, was ein Bestseller ist. Es muss nicht unbedingt dein meistverkauftes Gericht sein. Du kannst strategisch wählen, welche Gerichte du promoten möchtest.
💡 Beispiel:
Restaurant De Smaak hat zwei beliebte Hauptgerichte:
- Steak: 45x pro Woche verkauft, Lebensmittelkosten 38%
- Lachsfilet: 35x pro Woche verkauft, Lebensmittelkosten 28%
Sie kennzeichnen den Lachs als "Bestseller", weil dieser mehr Gewinn bringt, obwohl das Steak häufiger verkauft wird.
Welche Gerichte bekommen ein Bestseller-Label?
Die besten Kandidaten für Bestseller-Labels sind Gerichte, die beliebt und profitabel sind. In der Menü-Analyse nennen wir diese "Stars". Du kannst aber auch "Puzzles" promoten – Gerichte, die profitabel sind, aber noch nicht beliebt.
- Stars: Beliebt + profitabel → Definitiv ein Label geben
- Puzzles: Nicht beliebt, aber profitabel → Label kann helfen
- Plowhorses: Beliebt, aber nicht profitabel → Niemals ein Label
- Dogs: Nicht beliebt und nicht profitabel → Von der Karte nehmen
⚠️ Achtung:
Gib niemals ein Bestseller-Label an Gerichte mit Lebensmittelkosten über 35%. Dann verkaufst du mehr, verdienst aber weniger.
Verschiedene Arten von Bestseller-Labels
Du hast verschiedene Optionen, um Gerichte zu markieren. Jedes Label hat eine andere psychologische Wirkung:
- "Bestseller" - Direkt und klar, funktioniert immer
- "Chef's Special" - Suggeriert Qualität und Expertise
- "Lieblingsgericht unserer Gäste" - Soziale Bestätigung
- "Hausspecialität" - Einzigartig und authentisch
- "Empfehlung" - Persönlich und vertrauenswürdig
Nutze maximal 2-3 verschiedene Labels auf einer Speisekarte. Zu viele Labels verwässern die Wirkung.
💡 Beispiel:
Bistro Het Pleintje nutzt diese Strategie:
- 2 Hauptgerichte: "Bestseller"-Label
- 1 Vorspeise: "Chef's Special"
- 1 Dessert: "Lieblingsgericht unserer Gäste"
Ergebnis: 40% der Gäste wählen ein gekennzeichnetes Gericht.
Wo platzierst du Bestseller-Labels auf der Speisekarte?
Die Position deines Labels bestimmt teilweise den Erfolg. Menschen scannen eine Speisekarte in einem Z-Muster: oben links → oben rechts → unten links → unten rechts.
- Visuell auffällig: Nutze Farbe, Rahmen oder Piktogramm
- Beim Gerichtnamen: Nicht versteckt in der Beschreibung
- Konsistent: Alle Labels an der gleichen Stelle
- Nicht zu viel: Maximal 20% deiner Gerichte kennzeichnen
Ein gutes Label fällt auf, ohne aufdringlich zu sein. Es sollte sich natürlich anfühlen, nicht wie Werbung.
Wie oft wechselst du Bestseller-Labels?
Zu häufiges Wechseln macht dich unglaubwürdig, zu seltenes Wechseln wird langweilig. Eine gute Richtlinie:
- Saisonale Gerichte: Wechsel mit der Jahreszeit
- Feste Karte: Evaluiere alle 3-6 Monate
- Bei neuen Gerichten: Test 4-6 Wochen mit Label
- Bei sinkenden Verkäufen: Erwäge, das Label zu entfernen
💡 Beispiel:
Restaurant Villa Rosa evaluiert alle 4 Monate:
- Welche gekennzeichneten Gerichte verkaufen sich gut?
- Gibt es neue profitable Gerichte?
- Stimmen die Labels noch mit der Realität überein?
So bleiben ihre Labels glaubwürdig und effektiv.
Messe die Wirkung deiner Bestseller-Labels
Ohne Messung weißt du nicht, ob deine Labels funktionieren. Behalte diese Zahlen im Auge:
- Verkaufsmengen: Vor und nach dem Anbringen der Labels
- Umsatz pro Gericht: Steigt der Gesamtumsatz der gekennzeichneten Artikel?
- Verkaufsmix-Verschiebung: Verschiebt sich der Verkauf zu profitableren Gerichten?
- Durchschnittliche Rechnung: Wählen Gäste teurere gekennzeichnete Gerichte?
Eine App wie KitchenNmbrs hilft dir, diese Zahlen automatisch zu verfolgen und zu sehen, welche Gerichte am meisten einbringen.
Wie platzierst du Bestseller-Labels strategisch? (Schritt für Schritt)
Analysiere deine aktuellen Verkaufszahlen
Schau auf die letzten 3 Monate und bestimme, welche Gerichte beliebt sind und niedrige Lebensmittelkosten haben (unter 35%). Diese sind Kandidaten für ein Bestseller-Label.
Wähle maximal 3-4 Gerichte pro Speisekarte
Wähle 1-2 Hauptgerichte, 1 Vorspeise und eventuell 1 Dessert. Mehr Labels verwässern die Wirkung und machen deine Speisekarte unübersichtlich.
Gestalte auffällige, aber subtile Labels
Nutze ein kleines Piktogramm, Farbfeld oder Rahmen beim Gerichtnamen. Achte darauf, dass alle Labels das gleiche Design haben, um Konsistenz zu gewährleisten.
Test und messe 6-8 Wochen
Behalte bei, wie viel von jedem gekennzeichneten Gericht du verkaufst, und vergleiche mit der Zeit davor. Steigt der Verkauf um 15-25%? Dann funktionieren deine Labels.
✨ Pro tip
Platziere Bestseller-Labels besonders bei Gerichten, die dein Team leicht zubereiten kann. Wenn deine Küche durch die zusätzliche Nachfrage überfordert wird, wirkt es sich negativ aus.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viele Gerichte kann ich als Bestseller kennzeichnen?
Maximal 20% deiner Gerichte, also bei 20 Gerichten höchstens 4 Labels. Zu viele Labels machen dich unglaubwürdig und verwässern die Wirkung.
Muss ein Bestseller wirklich dein meistverkauftes Gericht sein?
Nein, du darfst strategisch wählen. Das Wichtigste ist, dass das Gericht profitabel ist und du mehr davon verkaufen möchtest. Gäste überprüfen das nicht.
Welche Gerichte bekommen niemals ein Bestseller-Label?
Gerichte mit Lebensmittelkosten über 35% oder Artikel, die du eigentlich von der Karte nehmen möchtest. Labels zu nutzen, um verlustbringende Gerichte zu promoten, ist finanzieller Selbstmord.
Wie oft sollte ich meine Bestseller-Labels anpassen?
Evaluiere alle 3-6 Monate, ob die Labels noch mit deinen Verkaufszahlen und Rentabilität übereinstimmen. Bei Saisonkarten kannst du häufiger wechseln.
Funktionieren Bestseller-Labels auch auf Lieferplattformen?
Ja, aber dann heißt es oft 'beliebt' oder du bekommst einen Stern. Das Prinzip ist das gleiche: Kennzeichne deine profitabelsten Gerichte als attraktiv.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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