Abholung, Lieferung über Plattform und Eigenlieferung haben jeweils eine andere Kostenstruktur. Plattformgebühren, Verpackungskosten und Lieferkosten beeinflussen deine Marge erheblich. In diesem Artikel lernst du, genau zu berechnen, welche Option am meisten einbringt.
Die drei Kostenstrukturen im Überblick
Jede Lieferart hat ihre eigenen Kosten, die deine Marge beeinflussen:
- Abholung: Keine Liefer- oder Verpackungskosten, aber geringerer durchschnittlicher Bestellwert
- Plattformlieferung: 15-30% Plattformgebühr, Verpackungskosten, höherer Bestellwert
- Eigenlieferung: Fahrer + Treibstoff, Verpackungskosten, volle Marge
? Beispiel Kostenstruktur:
Pizza Margherita €16,50 (inkl. 9% MwSt.):
- Abholung: €0 Zusatzkosten
- Lieferando: €3,30 Plattformgebühr (20%) + €0,75 Verpackung
- Eigenlieferung: €2,50 Fahrer + €0,75 Verpackung
Berechne deine Nettomarge pro Option
Für jede Lieferoption berechnest du die Nettomarge anders. Die Formel lautet:
Nettomarge = Verkaufspreis ohne MwSt. - Lebensmittelkosten - Lieferkosten
? Rechenbeispiel Pizza Margherita:
Verkaufspreis: €16,50 inkl. MwSt. = €15,14 ohne MwSt.
Lebensmittelkosten: €4,50
- Abholung: €15,14 - €4,50 = €10,64 (70% Marge)
- Plattform: €15,14 - €4,50 - €3,30 - €0,75 = €6,59 (44% Marge)
- Eigenlieferung: €15,14 - €4,50 - €2,50 - €0,75 = €7,39 (49% Marge)
Plattformgebühren variieren je Anbieter
Jede Plattform berechnet unterschiedliche Gebühren. Dies beeinflusst deine Marge direkt:
- Lieferando: Meist 13-15% + Marketinggebühren
- Uber Eats: Oft 15-30% je nach Vertrag
- Deliveroo: Etwa 30% inklusive Lieferung
⚠️ Achtung:
Plattformgebühren ändern sich regelmäßig. Überprüfe deine Verträge und berechne monatlich neu, was jede Plattform dich kostet.
Verpackungskosten nicht vergessen
Lieferung und Abholung haben Verpackungskosten, die deine Lebensmittelkosten erhöhen:
- Pizzakarton: €0,45-0,65
- Menübox + Deckel: €0,30-0,50
- Suppenbecher: €0,15-0,25
- Besteck, Servietten, Tüte: €0,10-0,15
? Verpackungskosten pro Bestellung:
Durchschnittliche Lieferbestellung (2 Gerichte + Getränk):
- 2 Menüboxen: €0,80
- Getränkeflasche: €0,00 (eigene Verpackung)
- Besteck und Servietten: €0,15
- Plastiktüte: €0,05
Gesamtverpackung: €1,00 pro Bestellung
Eigenlieferung durchrechnen
Bei Eigenlieferung hast du andere Kosten als Plattformgebühren:
- Fahrer: €12-15 pro Stunde + Sozialabgaben
- Treibstoff/Verschleiß: €0,30-0,50 pro Kilometer
- Versicherung: Gewerbliche Deckung für Lieferung
- Telefon/App: Bestellabwicklungssystem
? Kostensatz Eigenlieferung:
Fahrer €15/Stunde, 4 Bestellungen pro Stunde, durchschnittlich 3 km:
- Lohnkosten pro Bestellung: €15 ÷ 4 = €3,75
- Treibstoff pro Bestellung: 3 km × €0,40 = €1,20
- Sozialabgaben (30%): €3,75 × 0,30 = €1,13
Gesamtkosten pro Lieferung: €6,08
Welche Option ist am rentabelsten?
Die Rentabilität hängt von deiner Situation ab:
- Abholung: Höchste Marge, aber begrenzter Reichweite
- Plattform: Großer Reichweite, aber hohe Kosten bei niedrigen Bestellungen
- Eigenlieferung: Gute Marge bei ausreichendem Volumen
⚠️ Achtung:
Eigenlieferung ist nur rentabel bei mindestens 3-4 Bestellungen pro Stunde. Darunter verlierst du Geld im Vergleich zu Plattformen.
Preisstrategie pro Kanal
Viele Restaurants handhaben unterschiedliche Preise pro Kanal:
- Abholung: Normaler Menüpreis oder 5-10% Rabatt
- Plattform: 10-20% höhere Preise zur Kompensation von Gebühren
- Eigenlieferung: Normaler Preis + Lieferkosten
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Wie berechnest du die Marge pro Lieferoption?
Sammle alle Kosten pro Option
Notiere für jedes Gericht die Lebensmittelkosten, Verpackungskosten und Lieferkosten. Bei Plattformen addierst du die Plattformgebühr (meist 15-30% des Bestellwerts).
Berechne die Nettomarge pro Gericht
Ziehe von deinem Verkaufspreis (ohne MwSt.) alle Kosten ab: Lebensmittelkosten + Verpackung + Lieferung/Plattformgebühr. Der Rest ist deine Nettomarge.
Vergleiche die Margen und wähle deine Strategie
Stelle die Margen nebeneinander und entscheide, welche Kanäle du priorisierst. Berücksichtige auch die Reichweite und das Volumen pro Kanal.
✨ Pro tip
Überprüfe monatlich deine tatsächlichen Plattformgebühren, anstatt mit Vertragsprozentsätzen zu rechnen. Plattformen berechnen oft zusätzliche Marketinggebühren, die deine Marge weiter drücken.
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich unterschiedliche Preise pro Plattform handhaben?
Wann ist Eigenlieferung rentabler als Plattformen?
Wie berechne ich Verpackungskosten pro Gericht?
Kann ich Plattformgebühren von der MwSt. abziehen?
Was sind typische Verpackungskosten pro Bestellung?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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