Verpackungskosten können 2-8% deines Umsatzes kosten, aber viele Unternehmer vergessen, sie in ihre Marge einzurechnen. Dadurch denkst du, dass dein Gericht rentabel ist, während du eigentlich bei jeder Bestellung Geld verlierst. In diesem Artikel lernst du, wie du alle Verpackungskosten korrekt in deine Kostenkalkulation einbeziehst.
Alle Verpackungskosten auf einen Blick
Verpackung ist mehr als nur der Behälter. Für eine vollständige Kostenkalkulation addierst du alles, was nötig ist, um das Essen zum Kunden zu bringen:
- Primäre Verpackung: Behälter, Kartons, Becher
- Verschlüsse: Deckel, Folie, Klebeband
- Tragetaschen: Papier oder Kunststofftaschen
- Besteck und Servietten: auch bei Abholung
- Aufkleber und Etiketten: Verschlussiegel, Allergeninformationen
- Schutzverpackung: zusätzliche Isolierung für warme Gerichte
💡 Beispiel: Pasta Carbonara Lieferung
Verpackungskosten pro Portion:
- Aluminiumbehälter: €0,45
- Kartondeckel: €0,15
- Kunststoffgabel: €0,05
- Serviette: €0,02
- Papiertasche: €0,12
- Verschlussiegel: €0,03
Gesamte Verpackungskosten: €0,82 pro Portion
Verpackungskosten in deine Lebensmittelkosten einrechnen
Verpackungskosten sind Teil deiner Kostenkalkulation, genau wie Zutaten. Die Formel lautet:
Gesamtkostenkalkulation = Zutatenkosten + Verpackungskosten
Lebensmittelkosten % = (Gesamtkostenkalkulation / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100
💡 Beispiel: Auswirkung auf deine Marge
Pasta Carbonara Lieferung €16,50 inkl. 9% MwSt.:
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €15,14
- Zutatenkosten: €4,20
- Verpackungskosten: €0,82
- Gesamtkostenkalkulation: €5,02
Ohne Verpackung: 27,7% Lebensmittelkosten
Mit Verpackung: 33,2% Lebensmittelkosten
Unterschied: 5,5 Prozentpunkte!
⚠️ Achtung:
Verpackungskosten wirken pro Portion klein, aber bei 100 Bestellungen pro Woche kostet dich das €4.264 pro Jahr zusätzlich. Rechne sie immer in deine Kostenkalkulation ein.
Unterschiedliche Verpackungskosten je nach Gerichtstyp
Nicht jedes Gericht hat die gleichen Verpackungskosten. Warme Gerichte benötigen oft teurere Verpackung:
- Kalte Gerichte: €0,15 - €0,40 pro Portion
- Warme Gerichte: €0,40 - €0,80 pro Portion
- Suppen und Saucen: €0,50 - €1,20 pro Portion (auslaufsichere Verpackung)
- Pizza: €0,25 - €0,50 pro Pizza (stabile Kartons)
💡 Beispiel: Tomatensuppe Lieferung
Zusätzliche Verpackungskosten für Suppe:
- Auslaufsicherer Suppenbehälter: €0,65
- Stabiler Deckel: €0,25
- Schutzhülle gegen Auslaufen: €0,15
- Extra stabile Tragetaschen: €0,18
Gesamt: €1,23 pro Portion Suppe
Verpackungskosten pro Lieferant nachverfolgen
Verpackungspreise unterscheiden sich enorm je nach Lieferant und ändern sich regelmäßig. Verfolge, was du wirklich zahlst:
- Überprüfe Rechnungen von Verpackungslieferanten monatlich
- Berechne, was jeder Artikel pro Stück kostet (nicht pro Verpackung)
- Aktualisiere deine Kalkulationen, wenn Verpackungspreise steigen
- Vergleiche regelmäßig andere Lieferanten
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du Verpackungskosten pro Gericht festlegen und automatisch in deine Lebensmittelkostenberechnung einbeziehen, damit du sie nie wieder vergisst.
Wie berechnest du Verpackungskosten? (Schritt für Schritt)
Inventarisiere alle Verpackungsmaterialien
Erstelle eine Liste von allem, was du verwendest: Behälter, Deckel, Besteck, Servietten, Taschen, Aufkleber. Vergiss auch kleine Dinge wie Verschlussiegel und Schutzfolie nicht.
Berechne die Kosten pro Stück
Teile den Gesamtpreis durch die Anzahl der Stücke in der Verpackung. Eine Schachtel mit 500 Behältern für €225 kostet €0,45 pro Behälter. Mache das für alle Materialien.
Addiere die Kosten pro Gericht
Bestimme, welche Verpackung jedes Gericht benötigt, und addiere alle Kosten. Eine Pasta mit Behälter (€0,45), Deckel (€0,15) und Besteck (€0,05) kostet €0,65 für die Verpackung.
Rechne Verpackungskosten in Lebensmittelkosten ein
Addiere Verpackungskosten zu deinen Zutatenkosten für die Gesamtkostenkalkulation. Teile dies durch deinen Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100 für deinen Lebensmittelkostenprozentsatz.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Verpackungskosten je nach Tagestyp. An geschäftigen Tagen verwendest du oft teurere Verpackung, weil du schneller arbeiten möchtest. Rechne mit deinem tatsächlichen Mix, nicht nur mit der günstigsten Option.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt. in meine Verpackungskosten einbeziehen?
Nein, rechne mit den Einkaufspreisen ohne MwSt., genau wie bei Zutaten. Die MwSt. auf Verpackungen kannst du bei der Steuerbehörde zurückfordern.
Wie oft sollte ich meine Verpackungskosten aktualisieren?
Überprüfe monatlich deine Rechnungen von Verpackungslieferanten. Preise können schnell steigen, besonders bei Karton und Kunststoff. Aktualisiere deine Kalkulationen sofort, wenn sich Preise ändern.
Was ist, wenn ich unterschiedliche Verpackungen für das gleiche Gericht verwende?
Berechne dann einen Durchschnitt. Wenn du 70% Aluminiumbehälter (€0,45) und 30% Kartonbehälter (€0,35) verwendest, rechne mit €0,42 pro Portion.
Muss ich Tragetaschen einrechnen, wenn Kunden danach fragen?
Ja, rechne mit einem Prozentsatz. Wenn 80% deiner Kunden eine Tasche möchten, rechne 80% der Taskenkosten in jede Bestellung ein.
Sind umweltfreundliche Verpackungen immer teurer?
Oft ja, aber nicht immer. Kartonbehälter können teurer sein als Kunststoff, aber bei großen Mengen ist der Unterschied gering. Berechne beide Optionen durch, bevor du dich entscheidest.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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