Arrangements mit unbegrenztem Getränk wirken für Gäste attraktiv, können aber deinen Gewinn komplett aufzehren. Viele Gastronomiebetreiber unterschätzen, wie viel Gäste wirklich trinken bei einer offenen Bar. In diesem Artikel lernst du, warum Grenzen entscheidend sind und wie du dich vor Verlusten schützt.
Warum Arrangements mit offener Bar gefährlich sind
Ein Arrangement mit unbegrenztem Getränk klingt einfach: Gäste zahlen einen Pauschalpreis und können so viel trinken, wie sie möchten. Aber ohne klare Grenzen läufst du Gefahr, dass du mehr für Getränke ausgibst, als du einnimmst.
⚠️ Achtung:
Manche Gäste trinken 8-10 Getränke pro Abend bei einer offenen Bar. Wenn du mit 4 Getränken pro Person rechnest, verlierst du Geld bei jedem zusätzlichen Getränk.
Wie viel Gäste wirklich trinken
Unter normalen Umständen trinkt ein Gast durchschnittlich 3-4 Getränke pro Abend. Bei einer offenen Bar steigt dies auf 6-8 Getränke, manchmal mehr. Dieser Unterschied kann dein Arrangement unrentabel machen.
💡 Beispiel:
Du organisierst eine Hochzeit für 80 Personen mit offener Bar für €25 pro Person:
- Einnahmen: 80 × €25 = €2.000
- Erwarteter Verbrauch: 4 Getränke × €3 Einkauf = €12 pro Person
- Erwartete Kosten: 80 × €12 = €960
- Erwarteter Gewinn: €1.040
Aber wenn Gäste durchschnittlich 7 Getränke nehmen:
- Tatsächliche Kosten: 80 × 7 × €3 = €1.680
- Tatsächlicher Gewinn: €2.000 - €1.680 = €320
Dein Gewinn sinkt von €1.040 auf €320 - ein Verlust von €720!
Risikofaktoren, die Kosten in die Höhe treiben
Bestimmte Situationen machen Arrangements mit offener Bar besonders riskant:
- Lange Veranstaltungen: Je länger das Fest, desto mehr wird getrunken
- Junge Gäste: Menschen unter 35 trinken bei offenen Bars oft mehr
- Kein Essen zwischendurch: Ohne Speisen trinken Gäste schneller weiter
- Hochprozentige Getränke inbegriffen: Cocktails und Whisky kosten dich viel mehr als Bier und Wein
- Keine Zeitbegrenzung: Eine offene Bar von 21:00 bis 02:00 wird teurer als von 19:00 bis 23:00
Versteckte Kosten, die du vergisst
Neben den Getränkekosten gibt es weitere Ausgaben, die deinen Gewinn schmälern:
💡 Beispiel versteckte Kosten:
- Zusätzliches Personal für die Bar: €150
- Mehr Glaswerk (Bruch und Wäsche): €50
- Zusätzliche Reinigung nach dem Fest: €75
- Mehr Eis und Mixer: €30
Gesamt zusätzlich: €305, die du nicht eingerechnet hast
Warum Grenzen essentiell sind
Klare Grenzen schützen dich vor extremen Verlusten und machen dein Arrangement vorhersehbar. Ohne Grenzen kann eine Feiergruppe deinen ganzen Monatsgewinn wegtrinken.
- Zeitlimit: Offene Bar von 19:00 bis 23:00 statt den ganzen Abend
- Getränkesorten: Nur Bier, Wein und Softdrinks - keine hochprozentigen Getränke
- Maximum pro Person: Zum Beispiel 6 Getränke pro Gast
- Pausen einbauen: Dinner zwischen 20:00 und 21:30 ohne offene Bar
Alternative Arrangements, die funktionieren
Es gibt bessere Möglichkeiten, Getränkearrangements anzubieten, ohne dich unbegrenzten Kosten auszusetzen:
💡 Beispiel: Konsumpaket
Statt unbegrenztem Trinken:
- 6 Getränke pro Person für €18
- Zusätzliche Getränke à la carte
- Vorhersehbare Kosten: 6 × €3 = €18 Einkauf
- Marge: €18 - €18 = €0, aber zusätzliche Verkäufe sind reiner Gewinn
- Konsumpaket: Feste Anzahl von Getränken pro Person
- Getränkekarte mit Rabatt: 20% Rabatt auf alle Getränke während der Veranstaltung
- Willkommensgetränk + à la carte: Erstes Getränk kostenlos, danach normale Preise
- Happy Hour Konzept: 2 Stunden lang halbe Preise
Wie du dich selbst schützt
Wenn du trotzdem eine offene Bar anbietest, baue Sicherheitsmaßnahmen ein:
- Realistisch berechnen: Gehe von 6-7 Getränken pro Person aus, nicht 3-4
- Setze ein Maximum: "Offene Bar bis €X pro Person, danach à la carte"
- Wähle deine Momente: Offene Bar während des Aperitifs, à la carte während des Dinners
- Überwache während der Veranstaltung: Halte fest, wie viel bereits getrunken wurde
⚠️ Achtung:
Kommuniziere Grenzen immer vorher mit dem Kunden. Überraschungen während des Fests führen zu unzufriedenen Gästen und Diskussionen über die Rechnung.
Wie berechnest du ein sicheres Arrangement mit offener Bar?
Berechne realistischen Verbrauch pro Person
Gehe von 6-7 Getränken pro Person für ein ganztägiges Programm aus. Addiere dazu deinen Einkaufspreis pro Getränk (durchschnittlich €3 für Bier/Wein, €5 für Cocktails). Addiere 20% für versteckte Kosten wie zusätzliches Personal und Glaswerk.
Setze ein Maximum pro Person
Bestimme das Maximum, das du bereit bist, pro Gast auszugeben. Zum Beispiel: Bei €21 pro Person stoppst du nach 7 Getränken und Gäste zahlen à la carte. Kommuniziere dies vorher klar mit dem Auftraggeber.
Baue Zeitlimits und Pausen ein
Begrenzte die offene Bar auf maximal 4-5 Stunden und plane eine Dinner-Pause von 1,5 Stunden ohne offene Bar. Dies senkt den Gesamtverbrauch und gibt dir Kontrolle über die Kosten. Überwache während der Veranstaltung, wie viel getrunken wird.
✨ Pro tip
Überwache während der Veranstaltung, wie viel getrunken wird, indem du Belege verfolgst. Wenn du nach 2 Stunden bereits bei 4 Getränken pro Person bist, kannst du rechtzeitig gegensteuern, indem du die offene Bar pausierst oder zu à la carte übergehst.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel trinken Gäste durchschnittlich bei einer offenen Bar?
Bei einer offenen Bar trinken Gäste durchschnittlich 6-8 Getränke pro Abend, gegenüber 3-4 unter normalen Umständen. Bei langen Festen (6+ Stunden) kann dies bis zu 10 Getränke pro Person erreichen.
Was sind die größten Risiken von unbegrenzten Getränkearrangements?
Das größte Risiko ist die Unterschätzung des Verbrauchs. Wenn du mit 4 Getränken rechnest, aber Gäste nehmen 8, verlierst du Geld bei jedem zusätzlichen Getränk. Auch versteckte Kosten wie zusätzliches Personal und Glaswerk wirken sich aus.
Wie kommunizierst du Grenzen, ohne Gäste zu enttäuschen?
Sei vorher transparent: "Offene Bar bis 23:00, danach à la carte" oder "6 Getränke pro Person inbegriffen, zusätzliche Getränke zum normalen Preis". Gäste schätzen Klarheit mehr als Überraschungen während des Fests.
Welche Getränke solltest du besser von einer offenen Bar ausschließen?
Schließe Premium-Spirituosen und Cocktails aus - diese kosten €5-8 pro Glas. Beschränke dich auf Bier, Hauswein und Softdrinks. Dies hält deine Kosten vorhersehbar bei etwa €3 pro Getränk.
Was ist eine gute Alternative zu einer vollständigen offenen Bar?
Ein Konsumpaket funktioniert gut: zum Beispiel 6 Getränke pro Person für €18. Dies gibt Gästen das Gefühl von Freiheit, hält aber deine Kosten beherrschbar. Zusätzliche Getränke können à la carte angeboten werden.
Wie berechnest du den Break-Even-Point eines Arrangements mit offener Bar?
Teile deinen Verkaufspreis durch deinen durchschnittlichen Einkaufspreis pro Getränk. Bei €25 pro Person und €3,50 pro Getränk liegt dein Break-Even bei 7,1 Getränken. Jedes Getränk darüber kostet dich Geld.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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