Lieferdienste wie Uber Eats und Deliveroo können deinen Gewinn stillschweigend aufzehren. Ihre Provisionen, Rabattaktionen und Sonderpreise sorgen dafür, dass deine Marge pro Gericht manchmal unter 10% sinkt. Eine wöchentliche Kontrolle hilft dir, gegenzusteuern, bevor du Geld verlierst.
Warum externe Plattformen deine Marge aufzehren
Lieferdienste verdienen an Provisionen, oft zwischen 15% und 30% deines Bestellwerts. Hinzu kommen Rabattaktionen, die du als Restaurant bezahlst. Für ein Gericht von €20 kannst du am Ende nur noch €12-14 behalten.
⚠️ Achtung:
Viele Restaurants vergessen, dass Lieferdienste mit Preisen inklusive VAT arbeiten, während du für Margeberechnungen immer ohne VAT rechnen musst.
Welche externen Plattformen kontrollierst du?
- Lieferdienste: Uber Eats, Deliveroo, Lieferando
- Reservierungsplattformen: OpenTable, Resy (falls sie Provisionen berechnen)
- Rabattplattformen: Groupon, Social Deal
- Cateringkunden: Unternehmen mit festen Verträgen
Die wöchentliche Kontrollroutine
Jeden Montagmorgen überprüfst du die Zahlen der vergangenen Woche. Das kostet dich 15-20 Minuten, kann dir aber Hunderte Euro pro Monat sparen.
💡 Beispiel-Routine:
Montag 9:00 - Überprüfe die vergangene Woche:
- Uber Eats: 127 Bestellungen, €2.340 Umsatz
- Deliveroo: 89 Bestellungen, €1.680 Umsatz
- Eigene Lieferung: 45 Bestellungen, €920 Umsatz
Berechne die Nettomarge nach allen Kosten pro Plattform.
Berechne deine tatsächliche Marge pro Plattform
Für jede Plattform berechnest du: Tatsächliche Marge = (Umsatz - Provision - Rabatte - Lebensmittelkosten) / Umsatz × 100
💡 Beispielberechnung:
Uber Eats Woche 8:
- Umsatz: €2.340 (inkl. VAT)
- Umsatz ohne VAT: €2.340 / 1.09 = €2.147
- Provision Uber (25%): €537
- Rabattaktionen: €156
- Lebensmittelkosten (32%): €687
Tatsächliche Marge: (€2.147 - €537 - €156 - €687) / €2.147 = 35,8%
Signale, dass du handeln musst
Achte auf diese Warnsignale während deiner wöchentlichen Kontrolle:
- Marge unter 25%: Du verdienst zu wenig
- Fallender Trend: Marge sinkt 3 Wochen hintereinander
- Großer Unterschied zwischen Plattformen: Eine Plattform schneidet viel schlechter ab
- Mehr Rabattaktionen: Plattform pusht mehr Deals
Maßnahmen, die du ergreifen kannst
Wenn deine Marge zu niedrig wird, hast du verschiedene Optionen:
💡 Beispiel-Aktionsplan:
Uber Eats Marge sinkt auf 22%:
- Erhöhe Preise um €1-2 pro Gericht
- Höre mit verlustbringenden Rabattaktionen auf
- Bewirbe deinen eigenen Lieferdienst mehr
- Verhandle über niedrigere Provisionen
Digital vs. manuell nachverfolgen
Du kannst dies manuell in Excel tun, aber ein System wie KitchenNmbrs kann dir helfen, Margen pro Verkaufskanal automatisch nachzuverfolgen. So siehst du sofort, welche Plattformen rentabel sind und welche nicht.
Wie kontrollierst du externe Plattformen wöchentlich? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Umsatzdaten
Melde dich bei jeder Plattform an und notiere den Umsatz der vergangenen Woche. Schreibe auch auf, wie viele Bestellungen du hattest und was der durchschnittliche Bestellwert war.
Berechne alle Kosten pro Plattform
Addiere: Provisionen, Rabattaktionen, die du bezahlst, und die geschätzten Lebensmittelkosten. Vergiss nicht, die VAT herauszurechnen für einen fairen Vergleich.
Berechne tatsächliche Marge pro Plattform
Verwende die Formel: (Umsatz ohne VAT - Alle Kosten) / Umsatz ohne VAT × 100. Alles unter 25% ist problematisch.
Vergleiche mit vorherigen Wochen
Schau dir Trends an. Sinkt deine Marge strukturell? Dann musst du handeln: Preise erhöhen, weniger Rabatte, oder die Plattform verlassen.
✨ Pro tip
Überprüfe nicht nur den Gesamtumsatz, sondern auch welche Gerichte pro Plattform am besten verkaufen. Manchmal hat jede Plattform andere Favoriten, und du kannst dein Menü danach anpassen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie oft muss ich meine Margen kontrollieren?
Wöchentlich ist ideal. Monatlich ist das Minimum. Bei täglicher Kontrolle siehst du zu viel Rauschen, bei weniger als monatlich läufst du Gefahr, von Überraschungen überrascht zu werden.
Was ist eine akzeptable Marge für Lieferdienste?
Mindestens 25% nach allen Kosten. Idealerweise 30-35%. Unter 20% verlierst du wahrscheinlich Geld, wenn du auch Personalkosten und Gemeinkosten einrechnest.
Sollte ich mit VAT oder ohne VAT rechnen?
Immer ohne VAT für einen fairen Vergleich. Die VAT gehört nicht dir, also rechne sie nicht in deinen Umsatz für Margeberechnungen ein.
Wann sollte ich mit einer Lieferdienst-Plattform aufhören?
Wenn deine Marge strukturell unter 20% sinkt und Preiserhöhungen nicht helfen. Oder wenn die Plattform mehr kostet als sie an neuen Kunden bringt.
Wie verhandle ich über niedrigere Provisionen?
Mit Volumen. Wenn du mehr als 200 Bestellungen pro Monat machst, kannst du oft verhandeln. Zeige, dass du überlegst zu kündigen, wenn die Provision zu hoch bleibt.
Sollte ich unterschiedliche Preise pro Plattform haben?
Ja, das darfst du. Viele Restaurants berechnen 10-15% mehr auf Lieferdiensten, um die Provision auszugleichen. Kunden verstehen das oft.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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