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📝 Szenarien & Entscheidungshilfen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Welche Optionen hast du, wenn alkoholfreie Getränke kaum Gewinn bringen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 16 Mar 2026

Alkoholfreie Getränke bringen oft wenig Gewinn, sind aber wichtig für deine Gäste. Viele Gastronomen kämpfen mit diesem Gleichgewicht: du möchtest ein gutes Angebot, verdienst aber kaum daran. In diesem Artikel schauen wir uns alle Optionen an, um damit intelligenter umzugehen.

Warum alkoholfreie Getränke so wenig einbringen

Das Problem liegt in der Kostenstruktur. Eine Flasche alkoholfreies Bier kostet dich €1,20 Einkauf und verkaufst du für €3,50. Das sieht nach einer schönen Gewinnspanne aus, aber:

  • Verkaufspreis ohne 19% MwSt.: €3,21
  • Gewinn: €3,21 - €1,20 = €2,01 pro Flasche
  • Aber: alkoholische Getränke bringen €4-6 Gewinn pro Glas

Der Unterschied wird noch größer bei Softdrinks vom Zapfhahn versus Premium-Cocktails.

💡 Beispielvergleich:

Gewinn pro Getränk:

  • Cola (Flasche): €2,50 - €0,80 = €1,70
  • Alkoholfreies Bier: €3,50 - €1,20 = €2,30
  • Normales Bier: €4,50 - €1,40 = €3,10
  • Hauswein: €6,00 - €1,80 = €4,20
  • Cocktail: €12,00 - €3,50 = €8,50

Unterschied: alkoholfreie Optionen bringen 40-70% weniger Gewinn

Option 1: Preise erhöhen

Die direkteste Lösung ist, deine Preise anzupassen. Viele Betriebe berechnen zu wenig für alkoholfreie Alternativen.

  • Alkoholfreies Bier: €4,50 statt €3,50
  • Mocktails: €8-10 statt €6
  • Frische Säfte: €5-6 statt €4

Gäste, die bewusst alkoholfrei wählen, sind oft bereit, mehr für Qualität zu zahlen.

⚠️ Achtung:

Teste Preiserhöhungen vorsichtig. Beginne mit 10-15% und beobachte, wie Gäste reagieren. Zu große Sprünge können abschreckend wirken.

Option 2: Günstigere Einkäufe finden

Suche nach Lieferanten mit besseren Preisen oder wechsle zu anderen Marken. Besonders bei alkoholfreiem Bier gibt es große Preisunterschiede zwischen Marken.

  • Eigenmarken: oft 20-30% günstiger als A-Marken
  • Großhandel: bessere Preise bei größeren Mengen
  • Zapfanlage: für Softdrinks viel günstiger als Flaschen

💡 Beispiel Einsparung:

Alkoholfreies Bier pro Flasche:

  • A-Marke: €1,20 Einkauf
  • Eigenmarke: €0,85 Einkauf
  • Einsparung: €0,35 pro Flasche

Bei 50 Flaschen/Woche: €910 Einsparung pro Jahr

Option 3: Mix-Strategie anwenden

Akzeptiere niedrigere Gewinnspannen bei alkoholfreien Getränken, aber kompensiere dies durch:

  • Höhere Food-Gewinnspanne: rechne 2-3% extra Lebensmittelkosten ein
  • Premium-Alkoholgetränke pushen: bei Gruppen, wo einige trinken
  • Mocktails promoten: höhere Gewinnspanne als Flaschen

Diese Strategie funktioniert besonders gut, wenn alkoholfreie Gäste auch Essen bestellen.

Option 4: Eigene Kreationen machen

Selbstgemachte Mocktails und Limonaden haben viel bessere Gewinnspannen als fertige Produkte.

💡 Beispiel eigene Limonade:

Zutaten pro Glas:

  • Zitronensaft: €0,30
  • Zuckersirup: €0,15
  • Mineralwasser: €0,40
  • Garnierung: €0,20

Selbstkosten: €1,05 → Verkauf €6,00 → Gewinn €4,95

Option 5: Sortiment anpassen

Konzentriere dich auf alkoholfreie Optionen mit dem besten Gewinnpotenzial:

  • Kaffee-/Tee-Spezialitäten: hohe Gewinnspanne, besonders Espresso-basiert
  • Frische Säfte: bessere Gewinnspanne als Flaschen
  • Kombucha/spezielle Getränke: Premium-Preisgestaltung möglich
  • Selbstgemachter Eistee: viel günstiger als Flaschen

Streiche Optionen, die strukturell verlustbringend sind.

⚠️ Achtung:

Halte mindestens 3-4 alkoholfreie Optionen vor. Zu wenig Auswahl kann Gäste vergraulen, besonders bei Gruppen mit gemischten Vorlieben.

Die Zahlen durchrechnen

Welche Option am besten funktioniert, hängt von deiner Situation ab. Rechne aus, was jede Wahl für deine Gesamtgewinnspanne bedeutet.

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du pro Getränk die exakte Gewinnspanne berechnen und sehen, welche Anpassungen die meiste Auswirkung auf dein Gesamtergebnis haben.

Wie wählst du die beste Strategie? (Schritt für Schritt)

1

Analysiere deine aktuellen Gewinnspannen

Berechne die exakte Gewinnspanne pro alkoholfreiem Getränk. Berücksichtige alle Kosten: Einkauf, MwSt., eventuellen Schwund. Vergleiche dies mit deinen alkoholischen Getränken, um den Unterschied zu sehen.

2

Überprüfe deine Konkurrenz

Schaue, was vergleichbare Betriebe für alkoholfreie Optionen berechnen. Das gibt dir Einblick, wie viel Preisraum du hast, ohne Gäste zu verlieren.

3

Teste eine Anpassung nach der anderen

Beginne mit der einfachsten Option: günstigerer Einkauf oder kleine Preiserhöhung. Messe 4-6 Wochen lang die Auswirkung auf Verkauf und Gewinnspanne, bevor du weitermachst.

✨ Pro tip

Konzentriere dich auf ein alkoholfreies Signature-Getränk mit hoher Gewinnspanne. Eine selbstgemachte spezielle Limonade oder Eistee kann €4-5 Gewinn bringen und wird zu einem erkennbaren Teil deines Konzepts.

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Häufig gestellte Fragen

Kann ich alkoholfreie Getränke genauso teuer machen wie alkoholische?

Das hängt von deinem Konzept und deiner Zielgruppe ab. Premium-Restaurants können das oft, während Cafés mehr Preissensibilität sehen. Teste vorsichtig mit kleinen Erhöhungen.

Welche Gewinnspanne ist normal bei alkoholfreien Getränken?

Üblich sind 60-75% Gewinnspanne bei alkoholfreien Getränken, versus 75-85% bei alkoholischen Getränken. Der Unterschied kommt durch höhere Einkaufspreise pro Einheit.

Muss ich alkoholfreie Optionen anbieten, wenn sie wenig einbringen?

Ja, es ist wichtig für Inklusivität und Gruppen. Aber suche nach Optionen mit besseren Gewinnspannen oder kompensiere über andere Produkte.

Sind selbstgemachte Mocktails immer rentabler?

Meistens ja, aber rechne auch Arbeitskosten ein. Ein Mocktail, das 5 Minuten dauert, muss genug zusätzliche Gewinnspanne bringen, um diese Zeit zu rechtfertigen.

Wie verhindere ich, dass Gäste wegen höherer Preise wegbleiben?

Erhöhe schrittweise (10-15% pro Mal) und kommuniziere die Qualität. Frische Zutaten und schöne Präsentation rechtfertigen höhere Preise.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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