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📝 Rezeptentwicklung & neue Gerichte · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge auf einen neuen Cocktail oder ein neues Getränk?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 12 Mar 2026

Die Marge auf einen Cocktail bestimmt, ob du damit Geld verdienst oder verlierst. Viele Barkeeper schätzen dies, aber Cocktails haben oft versteckte Kosten wie Garnierung, Eis und kleine Mengen teurer Zutaten. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die genaue Marge auf jeden Cocktail berechnest.

Warum Cocktailmargen anders sind als Essen

Bei Cocktails rechnest du nicht mit Lebensmittelkosten, sondern mit Pour Cost. Das ist der Prozentsatz deines Verkaufspreises, der in Zutaten fließt. Cocktails haben oft niedrigere Pour Costs als Essen, weil du weniger Arbeit hast, aber dafür mehr teure Zutaten verwendest.

⚠️ Achtung:

Alkoholische Getränke haben 19% MwSt., nicht 7% wie Essen. Rechne immer ohne MwSt. für deine Margeberechnung.

Sammle alle Zutaten und Kosten

Für einen Cocktail zählst du buchstäblich alles, was ins Glas geht:

  • Alkohol: Gin, Wodka, Rum, Likör
  • Mixer: Tonic, Saft, Sirup
  • Garnierung: Zitrone, Limette, Oliven, Kräuter
  • Eis: Ja, auch das kostet Geld
  • Extras: Bitters, Salz, Zucker

💡 Beispiel: Moscow Mule

Zutaten pro Cocktail:

  • Wodka (5 cl): €1,20
  • Ginger Beer (15 cl): €0,45
  • Limette (1/4 Stück): €0,15
  • Eis (100 Gramm): €0,05
  • Minze (3 Blätter): €0,10

Gesamte Zutatenkosten: €1,95

Berechne den Pour Cost Prozentsatz

Genau wie bei Essen verwendest du eine Formel, um den Pour Cost zu berechnen:

Pour Cost % = (Zutatenkosten / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100

💡 Beispiel: Moscow Mule Fortsetzung

Verkaufspreis: €12,00 inkl. 19% MwSt.

  • Ohne MwSt.: €12,00 / 1,19 = €10,08
  • Zutatenkosten: €1,95
  • Pour Cost: (€1,95 / €10,08) × 100 = 19,3%

Das ist eine gesunde Marge für einen Cocktail.

Übliche Pour Cost Prozentsätze

Verschiedene Getränkearten haben unterschiedliche Margen:

  • Cocktails: 18-25% Pour Cost
  • Bier (vom Fass): 20-25% Pour Cost
  • Wein (Glas): 22-28% Pour Cost
  • Kaffee/Tee: 15-20% Pour Cost
  • Softdrinks: 10-15% Pour Cost

Cocktails können einen niedrigeren Pour Cost haben, weil du weniger Personal brauchst als bei Essen, und Gäste zahlen für das Erlebnis und das Handwerk.

💡 Beispiel: Preisgestaltung neuer Cocktail

Du entwickelst eine neue Gin-Tonic-Variante mit Zutatenkosten von €2,10. Du möchtest einen Pour Cost von 20%.

  • Mindestpreis ohne MwSt.: €2,10 / 0,20 = €10,50
  • Preis inkl. 19% MwSt.: €10,50 × 1,19 = €12,50
  • Gerundet: €12,95 auf der Karte

Kontrolle: €2,10 / (€12,95 / 1,19) = 19,4% Pour Cost ✓

Vergiss die versteckten Kosten nicht

Einige Cocktailkosten siehst du nicht direkt in deiner Zutatenliste:

  • Verschütten und Kosten: Addiere 5-10% extra
  • Saisonale Garnierung: Limette ist im Winter teurer
  • Spezielle Gläser: Höhere Spülkosten
  • Bartender-Training: Neue Cocktails kosten Zeit zum Erlernen

Verwende ein System zum Nachverfolgen

Genau wie bei Essen ist es hilfreich, Cocktailrezepte und Kosten digital festzuhalten. So kannst du schnell durchrechnen, was ein neuer Cocktail kosten muss, und siehst sofort, ob deine aktuellen Cocktails noch rentabel sind, wenn Lieferanten ihre Preise erhöhen.

Eine App wie KitchenNmbrs hilft dabei, Cocktailrezepte mit genauen Kosten zu verwalten, sodass du nicht jedes Mal neu rechnen musst. Du siehst direkt deinen Pour Cost pro Cocktail und kannst schnell neue Preise durchrechnen.

Wie berechnest du die Marge auf einen neuen Cocktail?

1

Erstelle eine genaue Rezeptkarte

Notiere alle Zutaten mit genauen Mengen: Alkohol in cl, Mixer in cl, Garnierung pro Stück. Vergiss nicht Eis, Bitters und Dekoration. Je präziser, desto besser stimmt deine Marge.

2

Berechne die Kosten pro Zutat

Rechne aus, was jede Menge kostet. Eine Flasche Gin für €25 für 70 cl bedeutet €0,36 pro cl. Addiere alle Zutatenkosten zusammen für die Gesamtkostpreis pro Cocktail.

3

Bestimme deinen Verkaufspreis mit gewünschter Marge

Teile deine Zutatenkosten durch deinen gewünschten Pour Cost Prozentsatz. Bei €2,00 Kosten und 20% Pour Cost: €2,00 / 0,20 = €10,00 ohne MwSt. Multipliziere mit 1,19 für den Preis inkl. MwSt.

✨ Pro tip

Teste neue Cocktails zunächst eine Woche mit einem etwas höheren Preis. Wenn Gäste sie kaufen, hast du mehr Marge. Wenn nicht, kannst du immer noch senken. Erhöhen ist schwieriger als senken.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Welcher Pour Cost ist normal für Cocktails?

Ein gesunder Pour Cost für Cocktails liegt zwischen 18% und 25%. Premium-Cocktails können etwas höher sein (bis 28%), einfache Mixed Drinks können niedriger sein (15-20%). Es hängt von deinem Konzept und der Preisgestaltung ab.

Muss ich MwSt. in meine Margeberechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer ohne MwSt. Alkohol hat 19% MwSt., also ein Cocktail von €12,00 inkl. ist €10,08 ohne MwSt. Du berechnest deinen Pour Cost immer auf Basis des Preises ohne MwSt.

Wie rechne ich mit Verschütten und Verschwendung?

Addiere 5-10% extra zu deinen Zutatenkosten für Verschütten, Kosten und Verschwendung. Bei €2,00 Zutatenkosten wird dies €2,10-€2,20. Erfahrene Bartender verschwenden weniger, Anfänger mehr.

Was ist, wenn mein Lieferant die Preise erhöht?

Überprüfe dann sofort deinen Pour Cost neu. Wenn du von 20% auf 25% gehst, musst du entweder deinen Verkaufspreis erhöhen oder das Rezept mit günstigeren Zutaten anpassen. Lass es nicht laufen.

Sind Cocktails rentabler als Bier?

Normalerweise ja. Cocktails haben oft 18-25% Pour Cost, Bier 20-25%. Aber Cocktails kosten mehr Zeit zum Zubereiten. Rechne auch die Arbeitszeit in deine Gesamtrentabilität ein.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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