Ein realistisches Umsatzziel für das erste Jahr liegt zwischen €300.000 und €600.000 für ein durchschnittliches Restaurant. Viele neue Unternehmer schätzen zu optimistisch ein und geraten in Schwierigkeiten, wenn die Realität anders ausfällt. In diesem Artikel lernst du, wie du ein realistisches Umsatzziel basierend auf deinem Standort, Konzept und deiner Kapazität berechnest.
Berechne deine maximale theoretische Umsatz
Beginne damit, was du maximal umsetzen könntest, wenn du jeden Tag voll ausgelastet wärst. Das ist deine Obergrenze, nicht dein Ziel.
? Beispielberechnung maximaler Umsatz:
Restaurant mit 40 Plätzen, offen 6 Tage pro Woche:
- 40 Plätze × 2 Services pro Abend = 80 Couverts
- Durchschnittliche Rechnung: €35 pro Person
- 80 × €35 = €2.800 pro Tag
- €2.800 × 6 Tage × 52 Wochen = €873.600 pro Jahr
Maximal theoretisch: €873.600
Diese Zahl ist natürlich unrealistisch. Kein Restaurant ist jeden Tag voll ausgelastet. Deshalb passt du das mit einer Auslastungsquote an.
Wende die Auslastungsquote an
Eine realistische Auslastungsquote für das erste Jahr liegt zwischen 40% und 60%, abhängig von deinem Standort und deiner Erfahrung.
- Top-Standort + erfahrener Unternehmer: 55-60%
- Guter Standort + erstes Restaurant: 45-55%
- Mittelmäßiger Standort + erstes Restaurant: 35-45%
? Realistisches Umsatzziel:
Gleiches Restaurant, 50% Auslastungsquote im ersten Jahr:
- Maximaler Umsatz: €873.600
- Auslastungsquote: 50%
- €873.600 × 0,50 = €436.800
Realistisches Ziel: €437.000 im ersten Jahr
Berücksichtige die Startphase
In den ersten 3-6 Monaten läufst du oft nur mit 20-30% deiner Kapazität, während du Bekanntheit aufbaust. Das drückt deinen Jahresumsatz nach unten.
⚠️ Achtung:
Plane die ersten 6 Monate mit 30-40% Auslastung, dann baue langsam auf 50-60% auf. Das gibt dir ein realistischeres Bild deines Cashflows.
Vergleiche mit Branchenbenchmarks
Durchschnittlicher Umsatz pro Quadratmeter Speiseraum in Deutschland:
- Fine Dining: €4.000-6.000 pro m² pro Jahr
- Casual Dining: €3.000-5.000 pro m² pro Jahr
- Bistro/Café: €2.500-4.000 pro m² pro Jahr
Wenn deine Berechnung weit über diesen Benchmarks liegt, bist du wahrscheinlich zu optimistisch.
? Benchmark-Check:
Restaurant mit 80m² Speiseraum, Casual Dining:
- Umsatzziel: €437.000
- Pro m²: €437.000 ÷ 80m² = €5.463 pro m²
- Benchmark Casual Dining: €3.000-5.000 pro m²
Fazit: An der hohen Seite, aber noch realistisch
Erstelle Szenarien für hoch und niedrig
Erstelle immer drei Szenarien für deinen Geschäftsplan:
- Pessimistisch: 35% Auslastung = €305.000
- Realistisch: 50% Auslastung = €437.000
- Optimistisch: 65% Auslastung = €568.000
Plane deine Finanzierung auf das pessimistische Szenario. Wenn es besser läuft, hast du mehr Puffer.
Wie berechnest du ein realistisches Umsatzziel?
Berechne deine maximale Kapazität
Multipliziere deine Plätze × Anzahl der Services pro Tag × Öffnungstage × durchschnittliche Rechnung. Das ist dein theoretisches Maximum, wenn du immer voll ausgelastet wärst.
Bestimme eine realistische Auslastungsquote
Für das erste Jahr: 40-60% abhängig von Standort und Erfahrung. Erstes Restaurant an mittelmäßigem Standort? Rechne mit 40%. Top-Standort mit Erfahrung? 60% ist möglich.
Korrigiere für die Startphase
Die ersten 3-6 Monate läufst du langsamer. Rechne die erste Jahreshälfte mit 30-40% Auslastung, die zweite Hälfte mit deinem Zielpercentage.
Vergleiche mit Branchenbenchmarks
Teile dein Umsatzziel durch deine Quadratmeter Speiseraum. Fine Dining: €4.000-6.000/m², Casual: €3.000-5.000/m², Bistro: €2.500-4.000/m² pro Jahr.
Erstelle drei Szenarien
Pessimistisch (35% Auslastung), realistisch (50%) und optimistisch (65%). Plane deine Finanzierung auf das pessimistische Szenario für ausreichend Puffer.
✨ Pro tip
Beginne mit einem Umsatzziel von 40% deiner maximalen Kapazität und baue langsam auf. Es ist besser, dein Ziel zu übertreffen, als Monate hinter den Fakten herzulaufen.
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Häufig gestellte Fragen
Ist ein Umsatz von €500.000 im ersten Jahr realistisch?
Was ist, wenn ich viel niedriger ausfalle als erwartet?
Sollte ich Mittag und Abend separat berechnen?
Wie sieht es mit saisonalen Schwankungen aus?
Kann ich mein Umsatzziel erhöhen, indem ich die Preise erhöhe?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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