Rabattaktionen können deinen Umsatz steigern, aber auch deinen Gewinn aufzehren. Viele Restaurants geben 20% Rabatt, ohne zu berechnen, wie viel sie mindestens verkaufen müssen, um die Gewinnschwelle zu erreichen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie viel zusätzlichen Umsatz du brauchst, um eine Rabattaktion rentabel zu machen.
Warum Rabattaktionen oft verlustbringend sind
Ein Rabatt von 20% bedeutet nicht, dass du 20% mehr verkaufen musst, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Wegen deiner Fixkosten brauchst du oft 40% bis 60% mehr Umsatz, um das gleiche zu verdienen.
⚠️ Achtung:
Viele Unternehmer denken: "20% Rabatt = 20% mehr Verkauf". Das ist falsch. Du brauchst normalerweise 2 bis 3 mal so viel zusätzlichen Umsatz.
Die Formel für die minimale Umsatzschwelle
Um zu berechnen, wie viel zusätzlichen Umsatz du bei einem Rabatt brauchst, verwendest du diese Formel:
Zusätzlicher Umsatz erforderlich = (Rabatt % / Netto-Gewinnmarge %) × Aktueller Umsatz
Deine Netto-Gewinnmarge ist das, was nach allen Kosten übrig bleibt (Lebensmittel, Personal, Miete, Energie, etc.).
? Beispiel:
Dein Restaurant hat eine Netto-Gewinnmarge von 8% und du gibst 20% Rabatt auf alles.
- Normaler Monatsumsatz: €50.000
- Rabatt: 20%
- Netto-Gewinnmarge: 8%
Berechnung: (20% / 8%) × €50.000 = 2,5 × €50.000 = €125.000
Du brauchst €75.000 ZUSÄTZLICHEN Umsatz (150% mehr als normal), um die Gewinnschwelle zu erreichen.
Verschiedene Szenarien pro Gewinnmarge
Je niedriger deine Gewinnmarge, desto mehr zusätzlichen Umsatz brauchst du:
- Bei 15% Gewinnmarge: 20% Rabatt = 33% zusätzlicher Umsatz erforderlich
- Bei 10% Gewinnmarge: 20% Rabatt = 100% zusätzlicher Umsatz erforderlich
- Bei 5% Gewinnmarge: 20% Rabatt = 300% zusätzlicher Umsatz erforderlich
- Bei 3% Gewinnmarge: 20% Rabatt = 567% zusätzlicher Umsatz erforderlich
? Beispiel bei niedriger Gewinnmarge:
Eine Pizzeria mit 5% Netto-Gewinnmarge gibt 25% Rabatt.
- Normaler Wochenumsatz: €8.000
- Zusätzlicher Umsatz erforderlich: (25% / 5%) × €8.000 = €40.000
Sie müssen 5× so viel verkaufen, um das gleiche zu verdienen. Praktisch unmöglich.
Alternative Herangehensweise: selektiver Rabatt
Statt Rabatt auf alles, gibst du Rabatt auf Gerichte mit hoher Gewinnmarge:
- Überprüfe, welche Gerichte eine Lebensmittelkostenquote unter 25% haben
- Gib auf diese Gerichte 15-20% Rabatt
- Lasse Gerichte mit hoher Lebensmittelkostenquote (35%+) zum normalen Preis
- Bewirbe die Rabattgerichte zusätzlich
? Beispiel selektiver Rabatt:
Ein Bistro gibt nur auf Pasta (Lebensmittelkostenquote 22%) Rabatt und behält Fleisch zum normalen Preis (Lebensmittelkostenquote 38%).
- Pasta normaler Preis: €16,50 (Marge €12,87)
- Pasta mit 20% Rabatt: €13,20 (Marge €9,57)
- Immer noch €9,57 Gewinn pro Pasta vs. €0 bei Fleisch mit Rabatt
Wie KitchenNmbrs dabei hilft
Mit KitchenNmbrs siehst du direkt die Gewinnmarge pro Gericht und kannst berechnen, welche Rabatte machbar sind. Die App zeigt automatisch deine Lebensmittelkostenquoten, sodass du weißt, welche Gerichte für Rabattaktionen geeignet sind.
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Wie berechnest du die minimale Umsatzschwelle? (Schritt für Schritt)
Bestimme deine Netto-Gewinnmarge
Ziehe von deinem Monatsumsatz alle Kosten ab (Lebensmittel, Personal, Miete, Energie, etc.). Teile das Ergebnis durch deinen Umsatz und multipliziere mit 100, um das Prozentsatz zu erhalten. Das ist deine Netto-Gewinnmarge.
Berechne die Umsatzsteigerung
Teile das Rabatt-Prozentsatz durch deine Netto-Gewinnmarge. Diese Zahl zeigt, wie viel mal deinen aktuellen Umsatz du brauchst. Beispiel: 20% Rabatt / 8% Gewinnmarge = 2,5 mal dein normaler Umsatz.
Überprüfe, ob das realistisch ist
Wenn du mehr als 50% zusätzlichen Umsatz brauchst, erwäge dann selektiven Rabatt nur auf gewinnbringende Gerichte. Überprüfe, welche Gerichte eine Lebensmittelkostenquote unter 30% haben und gib darauf Rabatt.
✨ Pro tip
Teste zuerst eine Woche lang selektiven Rabatt auf deine 3 gewinnbringendsten Gerichte. Messe, wie viel zusätzlich du verkaufst und ob dein Gesamtgewinn steigt oder fällt.
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Häufig gestellte Fragen
Kann ich einfach 20% Rabatt geben und 20% mehr verkaufen?
Was ist, wenn ich meine genaue Gewinnmarge nicht kenne?
Ist es besser, Rabatt auf Getränke zu geben?
Wie weiß ich, welche Gerichte für Rabatt geeignet sind?
Was ist, wenn mein Konkurrent auch Rabatt gibt?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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