BETA APP IN ENTWICKLUNG HACCP und mehr sind in deinem Dashboard verfügbar — derzeit in der Betaphase, kleine Fehler sind möglich. Die neue App mit vollständiger Integration folgt bald.
📝 Preisgestaltung & Speisekartenrevision · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wann wähle ich Value-Based Pricing statt Cost-Plus Pricing?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Value-Based Pricing und Cost-Plus Pricing sind zwei verschiedene Wege, um deine Menüpreise festzulegen. Cost-Plus bedeutet: Kostpreis + feste Marge. Value-Based bedeutet: Preis basierend auf dem, was Gäste zahlen möchten. Die meisten Restaurants nutzen eine Mischung aus beiden, je nach Gericht und Situation.

Was ist Cost-Plus Pricing?

Cost-Plus Pricing ist die klassische Methode: Du berechnest, was ein Gericht kostet, und addierst eine feste Marge hinzu. Beispiel: Zutaten kosten €8, du möchtest 30% Foodcost, also wird dein Verkaufspreis €8 / 0,30 = €26,67 exkl. MwSt.

💡 Beispiel Cost-Plus:

Pasta Carbonara Zutaten:

  • Pasta, Speck, Ei, Käse: €4,20
  • Gewünschter Foodcost: 28%
  • Berechnung: €4,20 / 0,28 = €15,00 exkl. MwSt
  • Menüpreis: €16,35 inkl. MwSt

Vorteile Cost-Plus: Einfach, vorhersehbar, du weißt sicher, dass deine Marge stimmt. Nachteile: Berücksichtigt nicht, was Gäste zahlen möchten oder was die Konkurrenz verlangt.

Was ist Value-Based Pricing?

Value-Based Pricing dreht sich um den Wert, den Gäste erleben. Du schaust auf: Lage, Atmosphäre, Service, Einzigartigkeit des Gerichts, was Konkurrenten verlangen. Die Kostpreis ist eine Untergrenze, aber nicht der einzige Faktor.

💡 Beispiel Value-Based:

Gleiche Pasta Carbonara, aber in einer trendigen Bistro:

  • Kostpreis: €4,20
  • Konkurrenten verlangen: €18-22
  • Deine Atmosphäre und Service rechtfertigen: €21,00
  • Foodcost wird: €4,20 / €19,27 = 21,8%

Höhere Marge durch zusätzlichen Wert

Wann wählst du Cost-Plus?

Cost-Plus funktioniert gut bei:

  • Standardgerichte: Pasta, Pizza, Burger, bei denen Gäste einen festen Preis erwarten
  • Hohe Konkurrenz: Wenn viele Betriebe das Gleiche anbieten
  • Volume-Konzepte: Wo du auf Durchsatz und vorhersehbare Margen fokussierst
  • Lieferung: Plattformgebühren machen Value-Pricing schwieriger

⚠️ Achtung:

Cost-Plus kann zu zu niedrigen Preisen führen, wenn deine Lage und Service mehr wert sind, als du denkst.

Wann wählst du Value-Based?

Value-Based Pricing funktioniert bei:

  • Einzigartige Gerichte: Signature Dishes, die niemand sonst hat
  • Premium-Lagen: Innenstadt, touristische Orte, schöne Atmosphäre
  • Erlebnis-Konzepte: Fine Dining, Themenbars, Erlebnis-Restaurants
  • Saisonale Spezialitäten: Frische Trüffel, Austern, Wild
  • Wenig direkte Konkurrenz: Wenn du etwas Einzigartiges anbietest

💡 Beispiel Mischung aus beiden:

Restaurant mit verschiedenen Gerichten:

  • Pasta und Pizza: Cost-Plus (Konkurrenz)
  • Chef's Special: Value-Based (einzigartig)
  • Weinkarte: Value-Based (Erlebnis)
  • Mittagsmenü: Cost-Plus (preisempfindlich)

Praktische Misch-Strategie

Die meisten erfolgreichen Restaurants nutzen beide Methoden:

  • Basiskarte: Cost-Plus für bekannte Gerichte
  • Spezialitäten: Value-Based für einzigartige Items
  • Getränke: Value-Based (hohe Marge möglich)
  • Menüs und Aktionen: Cost-Plus (Lockvogeleffekt)

Überprüfe monatlich: Welche Gerichte verkaufen sich gut zu welchem Preis? Passe dann deine Strategie pro Gericht an.

Wie bestimmst du die Pricing-Strategie pro Gericht?

1

Analysiere deine Konkurrenz

Schau, was ähnliche Betriebe für vergleichbare Gerichte verlangen. Notiere die Spanne (niedrigster bis höchster Preis). Das gibt dir den Marktkontext, in dem du operierst.

2

Berechne deinen Mindest-Cost-Plus-Preis

Rechne aus, was das Gericht mindestens kosten muss, um deinen gewünschten Foodcost zu erreichen. Das ist deine Untergrenze - geh nie darunter, sonst verlierst du Geld.

3

Bestimme deinen zusätzlichen Wert

Frag dich selbst: Was macht dieses Gericht bei mir besonders? Einzigartige Zubereitung, Premium-Zutaten, schöne Präsentation, perfekte Atmosphäre? Je einzigartiger, desto mehr Value-Based ist möglich.

4

Teste und miss Verkaufszahlen

Starte mit einem Preis zwischen Cost-Plus Minimum und Markt-Maximum. Miss, wie viel du verkaufst. Zu wenig Verkauf? Preis runter. Viel Verkauf? Preis kann rauf.

✨ Pro tip

Starte mit Cost-Plus für deine ganze Karte und schau dann pro Gericht, wo Value-Based Pricing möglich ist. So behältst du eine gesunde Basis und entdeckst, wo extra Marge zu holen ist.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

KitchenNmbrs kostenlos testen →

War dieser Artikel hilfreich?

Artikel teilen

WhatsApp LinkedIn

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Value-Based Pricing als kleiner Betrieb nutzen?

Ja, sicher. Auch als kleiner Betrieb kannst du einzigartige Gerichte, guten Service oder eine schöne Atmosphäre bieten. Es geht nicht um Größe, sondern um den Wert, den Gäste bei dir erleben.

Was ist, wenn mein Cost-Plus Preis höher ist als das, was Konkurrenten verlangen?

Dann hast du drei Optionen: deine Kostpreis senken durch andere Lieferanten oder Rezeptur, deinen zusätzlichen Wert erhöhen, oder das Gericht von der Karte nehmen. Unter Kostpreis zu verkaufen ist keine Option.

Wie weiß ich, ob Gäste meinen Value-Based Preis akzeptieren?

Teste es. Starte mit einem Preis und schau auf Verkaufszahlen und Gastenreaktionen. Wenn es gut verkauft ohne Beschwerden, sitzt du richtig. Wenig Verkauf kann bedeuten, dass der Preis zu hoch ist.

Muss ich alle Gerichte gleich preisen?

Nein, nutze eine Mischung. Standardgerichte oft Cost-Plus, Spezialitäten Value-Based. So hast du vorhersehbare Margen auf Basics und extra Gewinn auf einzigartige Items.

Wie oft muss ich meine Pricing-Strategie anpassen?

Überprüfe monatlich deine Verkaufszahlen pro Gericht. Passe Preise an, wenn Kostpreise steigen, Konkurrenz sich ändert, oder wenn Gerichte zu wenig oder sehr viel verkaufen.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

Bestimmen Sie Verkaufspreise auf Basis von Fakten

Preise nach Gefühl festlegen? KitchenNmbrs berechnet den idealen Verkaufspreis basierend auf Ihrem tatsächlichen Food Cost und gewünschter Marge. 14 Tage kostenlos testen.

Kostenlose Testversion starten →
Haftungsausschluss & Nutzungsbedingungen

Inhaltsverzeichnis

💬 in 𝕏