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📝 Menüpsychologie & Menu Engineering · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich, ob es sich lohnt, einen höheren Rundpreis in einem Premium-Umfeld zu verlangen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Premium-Umgebungen können höhere Preise rechtfertigen, aber du musst berechnen, ob es sich lohnt. Viele Restaurants wählen Rundpreise (€25 statt €24,50) für ein luxuriöseres Aussehen, verlieren aber dadurch Marge. In diesem Artikel lernst du genau zu berechnen, wann Premium-Pricing rentabel ist.

Was ist Premium-Pricing?

Premium-Pricing bedeutet, bewusst einen höheren Preis zu verlangen, weil dein Betrieb als luxuriöser oder exklusiver wahrgenommen wird. Denk an:

  • Rundpreise (€30 statt €28,50)
  • Höhere Preise durch Lage (Innenstadt vs. Außenbezirk)
  • Luxuriöseres Aussehen, Service oder Ambiente
  • Exklusive Zutaten oder Zubereitungsarten

Es funktioniert nur, wenn Gäste den Mehrwert wirklich spüren. Sonst verlierst du Kunden ohne Grund.

Berechne deine aktuelle Marge pro Gericht

Bevor du Premium-Pricing in Betracht ziehst, musst du wissen, wie viel du derzeit pro Gericht verdienst.

💡 Beispiel aktuelle Situation:

Aktueller Biefsteak-Preis: €28,50 inkl. 9% MwSt.

  • Verkaufspreis exkl. MwSt.: €28,50 / 1,09 = €26,15
  • Zutatenkosten: €9,20
  • Food Cost: (€9,20 / €26,15) × 100 = 35,2%
  • Marge pro Portion: €26,15 - €9,20 = €16,95

Bei 80 Portionen/Woche = €1.356 Marge pro Woche

Diese Marge ist dein Ausgangspunkt. Premium-Pricing muss diese Marge erhöhen, trotz möglicherweise weniger Verkauf.

Berechne die Auswirkung des höheren Preises

Premium-Pricing hat zwei Effekte: höhere Marge pro Portion, aber oft weniger Verkauf. Du musst beide berücksichtigen.

💡 Beispiel Premium-Szenario:

Premium-Preis: €35,00 inkl. 9% MwSt.

  • Verkaufspreis exkl. MwSt.: €35,00 / 1,09 = €32,11
  • Zutatenkosten: €9,20 (gleich)
  • Neue Marge pro Portion: €32,11 - €9,20 = €22,91
  • Unterschied: €22,91 - €16,95 = €5,96 extra pro Portion

Aber: Erwarte 15% weniger Verkauf = 68 Portionen/Woche

Neue Gesamtmarge: 68 × €22,91 = €1.558/Woche

In diesem Fall bringt Premium-Pricing €202 extra pro Woche, trotz 12 weniger verkauften Portionen.

Die Break-Even-Berechnung

Du kannst genau berechnen, wie viel Verkauf du verlieren darfst, bevor sich Premium-Pricing nicht mehr lohnt.

Formel:
Break-Even-Portionen = (Aktuelle Gesamtmarge) / (Neue Marge pro Portion)

💡 Break-Even-Berechnung:

  • Aktuelle Gesamtmarge: €1.356/Woche
  • Neue Marge pro Portion: €22,91
  • Break-Even: €1.356 / €22,91 = 59 Portionen

Du darfst maximal 21 Portionen (26%) verlieren

Solange dein Verkauf um weniger als 26% sinkt, verdienst du mehr mit Premium-Pricing.

⚠️ Achtung:

Teste Premium-Pricing zuerst bei ein paar Gerichten. Ändere nicht dein ganzes Menü auf einmal. So kannst du die Auswirkung auf den Verkauf messen.

Faktoren, die Premium-Pricing unterstützen

Premium-Pricing funktioniert besser in bestimmten Situationen:

  • Lage: Innenstadt, Tourismusgebiete, Geschäftsviertel
  • Konkurrenz: Wenig vergleichbare Betriebe in der Nähe
  • Zielgruppe: Geschäftskunden, besondere Anlässe
  • Einzigartiger Wert: Exklusive Zutaten, besondere Lage
  • Service-Niveau: Höherer Service, luxuriöseres Aussehen

Je mehr dieser Faktoren zutreffen, desto mehr Preiselastizität hast du.

Teste und messe Ergebnisse

Starte mit einer Testphase von 4-6 Wochen bei deinen meistverkauften Gerichten:

  • Messe Verkaufszahlen pro Gericht vorher und nachher
  • Berechne Gesamtmarge pro Woche
  • Achte auf Kundenreaktionen und Bewertungen
  • Prüfe, ob andere Gerichte mehr/weniger verkauft werden

Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir, diese Zahlen zu verfolgen, ohne manuell zu zählen.

Wie berechnest du, ob sich Premium-Pricing lohnt? (Schritt für Schritt)

1

Berechne aktuelle Marge pro Portion

Nimm deinen Verkaufspreis exkl. MwSt. minus Zutatenkosten. Zähle auch auf, wie viele Portionen du pro Woche verkaufst. Das ist dein Ausgangspunkt zum Vergleichen.

2

Lege neuen Preis fest und berechne neue Marge

Wähle deinen gewünschten Premium-Preis und berechne die neue Marge pro Portion. Schätze ein, wie viel Prozent weniger du wahrscheinlich verkaufen wirst (oft 10-20%).

3

Berechne Break-Even-Punkt

Teile deine aktuelle Gesamtmarge durch die neue Marge pro Portion. Das gibt dir die Mindestanzahl Portionen, die du verkaufen musst, um die Gewinnschwelle zu erreichen.

4

Teste 4-6 Wochen und messe Ergebnisse

Starte mit ein paar Gerichten und messe Verkaufszahlen. Vergleiche Gesamtmarge vorher und nachher. Passe basierend auf Ergebnissen an.

✨ Pro tip

Teste Premium-Pricing zuerst in Stoßzeiten (Wochenende, Feiertage), wenn Gäste weniger preissensibel sind. So kannst du die Auswirkung messen, ohne deinen Wochenumatz zu riskieren.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Um wie viel kann ich meine Preise erhöhen, ohne Kunden zu verlieren?

Das hängt von deiner Lage und Zielgruppe ab. In Premium-Umgebungen kannst du oft 15-25% höher gehen, in normalen Vierteln meist maximal 10%. Teste immer zuerst bei ein paar Gerichten.

Muss ich alle Preise gleichzeitig auf Premium-Niveau erhöhen?

Nein, starte mit deinen 3-5 meistverkauften Gerichten. Messe 4-6 Wochen, welche Auswirkung das auf Verkauf und Gesamtmarge hat, bevor du andere Gerichte anpasst.

Was ist, wenn mein Verkauf um mehr als 30% sinkt durch höhere Preise?

Dann ist Premium-Pricing wahrscheinlich zu aggressiv. Gehe zurück zum alten Preis oder wähle eine Zwischenvariante. Manchmal hilft es, zuerst das Erlebnis zu verbessern, bevor du den Preis erhöhst.

Wie weiß ich, ob mein Betrieb für Premium-Pricing geeignet ist?

Schau dir deine Lage, Konkurrenz und aktuellen Kundentyp an. Wenn du viele Geschäftskunden hast, in der Innenstadt sitzt oder einzigartige Gerichte servierst, sind deine Chancen besser als in einer normalen Wohnlage.

Kann ich Rundpreise verwenden, ohne zu viel Marge zu verlieren?

Ja, wenn dein Food Cost unter 30% liegt, hast du Spielraum für Rundpreise. Berechne aber immer, ob der höhere Preis deine Gesamtmarge erhöht, auch mit etwas weniger Verkauf.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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