📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie verarbeite ich die Kosten eines externen Liefermanagement-Systems in meinen Lieferpreis?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Externe Liefermanagement-Systeme können deinen Lieferbetrieb professionalisieren, kosten aber Geld, das du weitergeben musst. Die Kunst ist, diese Kosten fair auf deine Lieferbestellungen zu verteilen, ohne deine Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden. In diesem Artikel lernst du genau, wie du diese Kosten in deinen Lieferpreis einarbeitest.

Was sind externe Liefermanagement-Kosten?

Ein externes Liefermanagement-System regelt deine Lieferungen von A bis Z. Denk an Software für Routenplanung, Kuriere, Tracking und Kundenservice. Diese Systeme berechnen normalerweise auf Basis von:

  • Feste Monatskosten: €200-800 pro Monat für Software und Basisservice
  • Kosten pro Lieferung: €2,50-4,50 pro Bestellung für Kurierdienst
  • Prozentsatz des Bestellwerts: 8-15% Provision bei einigen Plattformen
  • Setup- und Integrationskosten: einmalig €500-2000

💡 Beispiel:

Restaurant mit 400 Lieferbestellungen pro Monat:

  • Software: €350 pro Monat
  • Lieferkosten: €3,20 pro Bestellung = €1.280
  • Gesamt: €1.630 pro Monat

Kosten pro Lieferung: €1.630 ÷ 400 = €4,08

Berechne deine gesamten Liefermanagement-Kosten

Addiere alle Kosten und teile durch deine Anzahl der Lieferbestellungen. So erhältst du die tatsächlichen Kosten pro Lieferung:

Formel: Gesamte Monatskosten ÷ Anzahl Bestellungen = Kosten pro Lieferung

⚠️ Achtung:

Rechne mit deinem Durchschnitt an Bestellungen, nicht mit deinem Spitzenmonat. Sonst wirst du in ruhigen Zeiten zu teuer.

Verarbeite die Kosten in deinen Menüpreis

Du hast drei Optionen, um Liefermanagement-Kosten weiterzugeben:

  • Separate Lieferkosten: €2,50-4,50 zusätzlich zum Bestellwert
  • Höherer Menüpreis: 10-15% Aufschlag auf alle Liefergerichte
  • Kombination: kleine Lieferkosten + leichte Preiserhöhung

💡 Beispielberechnung:

Pasta Carbonara normalerweise €16,50, Liefermanagement kostet €4,08:

  • Option 1: €16,50 + €4,00 Lieferkosten = €20,50
  • Option 2: €19,50 (18% Aufschlag) + €0 Lieferkosten
  • Option 3: €18,00 (9% Aufschlag) + €2,50 Lieferkosten = €20,50

Alle Optionen decken deine Kosten, fühlen sich aber unterschiedlich für den Kunden an.

Berücksichtige den Wettbewerb

Überprüfe, was deine Konkurrenten für Lieferung berechnen. Wenn alle €2,95 Lieferkosten verlangen, kannst du schwer €5,50 fordern. Besser ist es dann, deinen Menüpreis etwas zu erhöhen und niedrigere Lieferkosten zu berechnen.

Überwache deine Liefermarge

Behalte im Auge, wie viel du tatsächlich an Lieferbestellungen nach allen Kosten verdienst:

  • Lebensmittelkosten (Zutaten)
  • Verpackungskosten
  • Liefermanagement-Kosten
  • Plattformprovisionen (falls zutreffend)

💡 Vollständige Berechnung:

Pasta Carbonara Lieferbestellung €19,50 (inkl. 19% MwSt):

  • Verkaufspreis exkl. MwSt: €16,39
  • Zutaten: €5,10
  • Verpackung: €0,85
  • Liefermanagement: €4,08
  • Gesamtkosten: €10,03

Nettomarge: €16,39 - €10,03 = €6,36 (39%)

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du diese Berechnung automatisch für alle deine Liefergerichte durchführen, sodass du immer weißt, ob du noch profitabel bist.

Wie verarbeitest du Liefermanagement-Kosten? (Schritt für Schritt)

1

Berechne deine gesamten Monatskosten

Addiere alle Kosten: Software-Abonnement, Kosten pro Lieferung, Provisionen und eventuell Setup-Kosten (verteilt auf 12 Monate). Teile dies durch deine durchschnittliche Anzahl von Lieferbestellungen pro Monat.

2

Wähle deine Weitergabestrategie

Entscheide, ob du separate Lieferkosten berechnest, deinen Menüpreis erhöhst oder eine Kombination verwendest. Überprüfe, was Konkurrenten tun und was Kunden in deinem Markt gewohnt sind.

3

Berechne deine neue Liefermarge

Addiere alle Kosten (Zutaten, Verpackung, Liefermanagement) und ziehe sie von deinem Verkaufspreis exkl. MwSt ab. Stelle sicher, dass du mindestens 35-40% Nettomarge bei Lieferbestellungen behältst.

✨ Pro tip

Verhandle mit deinem Liefermanagement-Anbieter über Mengenrabatte. Ab 300+ Bestellungen pro Monat kannst du oft 10-20% Rabatt auf die Kosten pro Lieferung bekommen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt auf Lieferkosten berechnen?

Ja, Lieferkosten fallen unter 19% MwSt (Dienstleistung). Wenn du €3,00 Lieferkosten berechnest, ist das inklusive MwSt. Exkl. MwSt sind es €2,52.

Kann ich Liefermanagement-Kosten von der MwSt abziehen?

Ja, alle Kosten, die du an externe Liefermanagement-Anbieter zahlst, sind Geschäftsausgaben. Du kannst die MwSt darauf in deiner MwSt-Erklärung zurückfordern.

Was ist, wenn ich in manchen Monaten viel mehr Bestellungen habe?

Rechne mit deinem Durchschnitt über ein ganzes Jahr. In geschäftigen Monaten verdienst du mehr pro Bestellung, in ruhigen Monaten weniger. Das gleicht sich über das Jahr aus.

Sind externe Systeme günstiger als eigene Lieferfahrer?

Hängt von deinem Volumen ab. Unter 200 Bestellungen pro Monat ist extern normalerweise günstiger. Ab 500 Bestellungen kann eigenes Personal kostengünstiger sein, aber du hast mehr Aufwand.

Wie oft sollte ich meine Lieferkosten anpassen?

Überprüfe jedes Quartal, ob deine Kosten pro Lieferung noch stimmen. Wenn dein Volumen stark steigt oder fällt, können sich deine Kosten pro Bestellung erheblich verändern.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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