Externe Liefermanagement-Systeme können deinen Lieferbetrieb professionalisieren, kosten aber Geld, das du weitergeben musst. Die Kunst ist, diese Kosten fair auf deine Lieferbestellungen zu verteilen, ohne deine Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden. In diesem Artikel lernst du genau, wie du diese Kosten in deinen Lieferpreis einarbeitest.
Was sind externe Liefermanagement-Kosten?
Ein externes Liefermanagement-System regelt deine Lieferungen von A bis Z. Denk an Software für Routenplanung, Kuriere, Tracking und Kundenservice. Diese Systeme berechnen normalerweise auf Basis von:
- Feste Monatskosten: €200-800 pro Monat für Software und Basisservice
- Kosten pro Lieferung: €2,50-4,50 pro Bestellung für Kurierdienst
- Prozentsatz des Bestellwerts: 8-15% Provision bei einigen Plattformen
- Setup- und Integrationskosten: einmalig €500-2000
? Beispiel:
Restaurant mit 400 Lieferbestellungen pro Monat:
- Software: €350 pro Monat
- Lieferkosten: €3,20 pro Bestellung = €1.280
- Gesamt: €1.630 pro Monat
Kosten pro Lieferung: €1.630 ÷ 400 = €4,08
Berechne deine gesamten Liefermanagement-Kosten
Addiere alle Kosten und teile durch deine Anzahl der Lieferbestellungen. So erhältst du die tatsächlichen Kosten pro Lieferung:
Formel: Gesamte Monatskosten ÷ Anzahl Bestellungen = Kosten pro Lieferung
⚠️ Achtung:
Rechne mit deinem Durchschnitt an Bestellungen, nicht mit deinem Spitzenmonat. Sonst wirst du in ruhigen Zeiten zu teuer.
Verarbeite die Kosten in deinen Menüpreis
Du hast drei Optionen, um Liefermanagement-Kosten weiterzugeben:
- Separate Lieferkosten: €2,50-4,50 zusätzlich zum Bestellwert
- Höherer Menüpreis: 10-15% Aufschlag auf alle Liefergerichte
- Kombination: kleine Lieferkosten + leichte Preiserhöhung
? Beispielberechnung:
Pasta Carbonara normalerweise €16,50, Liefermanagement kostet €4,08:
- Option 1: €16,50 + €4,00 Lieferkosten = €20,50
- Option 2: €19,50 (18% Aufschlag) + €0 Lieferkosten
- Option 3: €18,00 (9% Aufschlag) + €2,50 Lieferkosten = €20,50
Alle Optionen decken deine Kosten, fühlen sich aber unterschiedlich für den Kunden an.
Berücksichtige den Wettbewerb
Überprüfe, was deine Konkurrenten für Lieferung berechnen. Wenn alle €2,95 Lieferkosten verlangen, kannst du schwer €5,50 fordern. Besser ist es dann, deinen Menüpreis etwas zu erhöhen und niedrigere Lieferkosten zu berechnen.
Überwache deine Liefermarge
Behalte im Auge, wie viel du tatsächlich an Lieferbestellungen nach allen Kosten verdienst:
- Lebensmittelkosten (Zutaten)
- Verpackungskosten
- Liefermanagement-Kosten
- Plattformprovisionen (falls zutreffend)
? Vollständige Berechnung:
Pasta Carbonara Lieferbestellung €19,50 (inkl. 19% MwSt):
- Verkaufspreis exkl. MwSt: €16,39
- Zutaten: €5,10
- Verpackung: €0,85
- Liefermanagement: €4,08
- Gesamtkosten: €10,03
Nettomarge: €16,39 - €10,03 = €6,36 (39%)
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du diese Berechnung automatisch für alle deine Liefergerichte durchführen, sodass du immer weißt, ob du noch profitabel bist.
Verwandte Artikel
Wie verarbeitest du Liefermanagement-Kosten? (Schritt für Schritt)
Berechne deine gesamten Monatskosten
Addiere alle Kosten: Software-Abonnement, Kosten pro Lieferung, Provisionen und eventuell Setup-Kosten (verteilt auf 12 Monate). Teile dies durch deine durchschnittliche Anzahl von Lieferbestellungen pro Monat.
Wähle deine Weitergabestrategie
Entscheide, ob du separate Lieferkosten berechnest, deinen Menüpreis erhöhst oder eine Kombination verwendest. Überprüfe, was Konkurrenten tun und was Kunden in deinem Markt gewohnt sind.
Berechne deine neue Liefermarge
Addiere alle Kosten (Zutaten, Verpackung, Liefermanagement) und ziehe sie von deinem Verkaufspreis exkl. MwSt ab. Stelle sicher, dass du mindestens 35-40% Nettomarge bei Lieferbestellungen behältst.
✨ Pro tip
Verhandle mit deinem Liefermanagement-Anbieter über Mengenrabatte. Ab 300+ Bestellungen pro Monat kannst du oft 10-20% Rabatt auf die Kosten pro Lieferung bekommen.
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In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt auf Lieferkosten berechnen?
Kann ich Liefermanagement-Kosten von der MwSt abziehen?
Was ist, wenn ich in manchen Monaten viel mehr Bestellungen habe?
Sind externe Systeme günstiger als eigene Lieferfahrer?
Wie oft sollte ich meine Lieferkosten anpassen?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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