Die Rentabilität deiner Lieferaktivitäten zu berechnen gibt dir Einblick, ob Lieferung profitabel ist. Viele Restaurantbesitzer vergessen die versteckten Kosten wie Plattformgebühren, Verpackungskosten und zusätzliche Arbeit. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du genau berechnest, was Lieferung dir pro Monat bringt.
Warum die Lieferrentabilität oft enttäuschend ausfällt
Auf den ersten Blick wirkt Lieferung attraktiv. Mehr Umsatz ohne zusätzliche Tische. Aber die Realität sieht oft anders aus:
- Plattformgebühren von 15-30% pro Bestellung
- Verpackungskosten, die du nicht weitergibst
- Höhere Lebensmittelkosten durch kleinere Portionen in Behältern
- Zusätzliche Arbeit zum Verpacken und Vorbereiten
⚠️ Achtung:
Lieferumsatz ist kein reiner Gewinn. Ziehe alle Kosten ab, bevor du die Rentabilität berechnest.
Sammle alle Lieferkosten des letzten Monats
Für eine korrekte Berechnung brauchst du diese Zahlen:
- Gesamter Lieferumsatz: Was Kunden bezahlt haben (inkl. MwSt.)
- Plattformgebühren: Provision an Lieferando, Uber Eats, etc.
- Verpackungskosten: Behälter, Taschen, Besteck, Servietten
- Zutatenkosten: Lebensmittelkosten aller gelieferten Gerichte
- Zusätzliche Arbeit: Zeit zum Verpacken und Vorbereiten
💡 Beispiel Kosten März:
Restaurant mit 400 Lieferbestellungen:
- Lieferumsatz: €12.000
- Plattformgebühren (22%): €2.640
- Verpackungskosten: €320
- Zutatenkosten: €3.600
- Zusätzliche Arbeit: €800
Gesamtkosten: €7.360
Berechne dein Netto-Lieferergebnis
Jetzt kannst du ausrechnen, was Lieferung wirklich bringt:
Netto-Lieferergebnis = Lieferumsatz - Alle Kosten
💡 Beispielberechnung:
€12.000 Umsatz - €7.360 Kosten = €4.640 Netto
Rentabilität: €4.640 / €12.000 × 100 = 38,7%
Vergleiche mit Restaurantrentabilität
Ein gesundes Restaurant hat oft eine Nettomarge von 8-15%. Bei Lieferung können höhere Margen durch folgende Faktoren entstehen:
- Keine Bedienung und Abwäsche
- Keine Tische und Stühle nötig
- Niedrigere Miete pro Quadratmeter Küche
Aber achte auf die versteckten Kosten. Wenn deine Rentabilität unter 20% liegt, verdienst du wahrscheinlich zu wenig.
⚠️ Achtung:
Rechne mit Umsatz ohne MwSt. für einen fairen Vergleich. Lieferumsatz von €12.000 inkl. MwSt. sind €11.009 ohne MwSt.
Verbesserungspunkte für höhere Rentabilität
Wenn deine Rentabilität enttäuschend ausfällt, schau dir diese Punkte an:
- Mindestbestellwert erhöhen: Höherer Durchschnittswert pro Bestellung
- Verpackungskosten weitergeben: €0,50 Zuschlag pro Bestellung
- Menü optimieren: Fokus auf Gerichte, die gut transportiert werden
- Plattformmix: Teste verschiedene Lieferplattformen
💡 Beispiel Verbesserung:
Durch Erhöhung des Mindestbestellwerts von €15 auf €20:
- Durchschnittliche Bestellung: von €30 auf €35
- Gleiche Kosten, 17% mehr Umsatz
- Rentabilität steigt von 38,7% auf 45,3%
Monatliche Überwachung einrichten
Überwache diese KPIs monatlich:
- Anzahl der Bestellungen
- Durchschnittlicher Bestellwert
- Plattformgebühren-Prozentsatz
- Verpackungskosten pro Bestellung
- Netto-Rentabilitätsprozentsatz
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du Lebensmittelkosten pro Gericht automatisch berechnen, auch für Liefermenüs. So siehst du direkt, welche Gerichte bei Lieferung am meisten bringen.
Wie berechnest du die Lieferrentabilität? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Umsatz- und Kostenzahlen
Notiere den gesamten Lieferumsatz des letzten Monats und alle Kosten: Plattformgebühren, Verpackungen, Zutaten und zusätzliche Arbeitszeit. Überprüfe deine Kontoauszüge und Rechnungen auf genaue Beträge.
Berechne die Gesamtkosten
Addiere alle Kosten: Plattformprovision + Verpackungskosten + Lebensmittelkosten + zusätzliche Arbeit. Vergesse keine versteckten Kosten wie zusätzliche Energie zum Warmhalten.
Berechne die Netto-Rentabilität
Ziehe alle Kosten vom Umsatz ab und teile durch den Umsatz: (Umsatz - Kosten) / Umsatz × 100. Eine gesunde Lieferrentabilität liegt zwischen 25-40%.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Top 5 meistverkauften Liefergerichte separat. Wenn diese eine Rentabilität über 35% haben, konzentriere dein Marketing darauf und erhöhe die Rentabilität deiner gesamten Lieferaktivität.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Rentabilität ist normal für Lieferaktivitäten?
Eine gesunde Lieferrentabilität liegt zwischen 25-40%. Unter 20% verdienst du zu wenig, über 40% machst du es ausgezeichnet. Das ist höher als Restaurant-Essen, weil du keine Bedienung und Tische hast.
Sollte ich MwSt. in meine Rentabilitätsberechnung einbeziehen?
Berechne die Rentabilität sowohl mit als auch ohne MwSt. für ein vollständiges Bild. Zum Vergleich mit anderen Aktivitäten verwendest du normalerweise ohne MwSt., da MwSt. an die Steuerbehörde weitergeleitet wird.
Wie oft sollte ich meine Lieferrentabilität überprüfen?
Überprüfe deine Lieferrentabilität monatlich. Plattformgebühren und Kosten ändern sich regelmäßig. Bei großen Abweichungen (mehr als 5 Prozentpunkte) untersuchst du sofort die Ursache.
Welche Kosten vergessen Unternehmer oft bei Lieferung?
Oft vergessen: Verpackungskosten (€0,30-0,80 pro Bestellung), zusätzliche Arbeitszeit zum Verpacken, höhere Lebensmittelkosten durch andere Portionsgrößen und Energiekosten zum Warmhalten von Gerichten.
Ist die Rentabilität für alle Lieferplattformen gleich?
Nein, jede Plattform hat andere Provisionen und Bedingungen. Lieferando berechnet oft 18-25%, Uber Eats 20-30%. Teste verschiedene Plattformen und vergleiche die Netto-Rentabilität pro Plattform.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Food-Cost-Kontrolle für Lieferung und Dark Kitchens
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