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📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge bei einer Catering-Lieferbestellung versus einer Restaurantbuchung?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Catering-Lieferung hat eine andere Kostenstruktur als Restaurantservice. Plattformgebühren, Verpackungskosten und Lieferlogistik beeinflussen deine Marge. Hier lernst du Schritt für Schritt, wie du die tatsächliche Rentabilität beider berechnest.

Der Unterschied in der Kostenstruktur

Eine Catering-Lieferbestellung scheint rentabler zu sein, weil du keine Bedienung bezahlen musst. Aber es kommen andere Kosten hinzu, die deine Marge aufzehren können.

💡 Beispiel Catering-Lieferbestellung:

Geschäftslunch für 20 Personen, €25 pro Person = €500 Bestellwert

  • Plattformgebühr (20%): €100
  • Verpackungskosten: €35
  • Lieferkosten: €15
  • Lebensmittelkosten (30%): €150

Nettoumsatz: €200 von €500 (40% Marge)

💡 Beispiel Restaurantbuchung:

Tisch für 4 Personen, durchschnittliche Rechnung €120

  • Lebensmittelkosten (30%): €36
  • Bedienung (2 Stunden × €15): €30
  • Sonstige Betriebskosten: €15

Nettogewinn: €39 von €120 (32,5% Marge)

Plattformgebühren korrekt berechnen

Lieferplattformen berechnen normalerweise einen Prozentsatz des Gesamtbestellwerts einschließlich MwSt. Dieser Prozentsatz variiert zwischen 15-30% je nach deinem Vertrag.

⚠️ Achtung:

Plattformgebühren werden auf den Preis inklusive MwSt. berechnet, aber deine Marge berechnest du ohne MwSt. Dies verstärkt die Auswirkung der Plattformgebühr auf deine tatsächliche Marge.

Die Formel für deinen tatsächlichen Umsatz nach Plattformgebühr:

Nettoumsatz = (Bestellwert inkl. MwSt. × (100% - Plattformgebühr %)) / 1,09

Verpackungskosten berücksichtigen

Bei Catering-Lieferung kommen zusätzliche Verpackungskosten hinzu, die du beim Restaurantservice nicht hast:

  • Einwegbehälter: €0,50 - €1,50 pro Portion
  • Besteck und Servietten: €0,20 pro Set
  • Tragetaschen: €0,30 - €0,50 pro Bestellung
  • Isoliertaschen für warme Gerichte: €2-5 pro Bestellung

Addiere diese Kosten zu deinen Lebensmittelkosten für die tatsächliche Kostenkalkulation pro Portion.

Liefer- und Logistikkosten

Auch wenn die Plattform die Lieferung regelt, hast du oft zusätzliche Kosten:

  • Zusätzliches Personal zum Verpacken und Vorbereiten
  • Längere Vorbereitungszeit (alles muss gleichzeitig fertig sein)
  • Qualitätsverlust während des Transports (Kosten für Reklamationen/Retouren)

💡 Rechenbeispiel Gesamtmarge:

Catering-Bestellung €300 inkl. MwSt. über Lieferando

  • Plattformgebühr 25%: €75
  • Nettoumsatz: €225 / 1,09 = €206,42 ohne MwSt.
  • Lebensmittelkosten + Verpackung: €90
  • Zusätzliches Personal: €25

Nettogewinn: €91,42 (44% des Umsatzes ohne MwSt.)

Wann ist Catering-Lieferung rentabler

Trotz der zusätzlichen Kosten kann Catering-Lieferung rentabler sein, weil:

  • Höherer durchschnittlicher Bestellwert pro Kunde
  • Effizientere Küchenplanung (große Chargen)
  • Keine Kosten für Tischbedienung und Abwaschen
  • Weniger Overhead (weniger Platz, weniger Personal)

Die Gewinnschwelle liegt normalerweise bei einer Mindestbestellwert von €150-200 für Catering-Lieferung.

Wie berechnest du die Marge pro Bestellungstyp?

1

Berechne deinen Nettoumsatz nach Plattformgebühren

Ziehe die Plattformgebühr vom Bestellwert ab und teile durch 1,09 für den Umsatz ohne MwSt. Bei einer €300 Bestellung mit 25% Plattformgebühr: (€300 - €75) / 1,09 = €206,42 ohne MwSt.

2

Addiere alle zusätzlichen Kosten

Rechne Lebensmittelkosten, Verpackungskosten, Lieferkosten und zusätzliches Personal zusammen. Bei Catering addierst du auch Logistikkosten wie zusätzliche Vorbereitungszeit und Verpackungsarbeit.

3

Vergleiche den Nettogewinn pro Typ

Ziehe alle Kosten von deinem Nettoumsatz ab. Teile das Ergebnis durch den Nettoumsatz für deinen Gewinnmargenprozentsatz. Vergleiche dies zwischen Catering-Lieferung und Restaurantservice, um zu sehen, was mehr bringt.

✨ Pro tip

Überprüfe deine Margen pro Plattform separat. Lieferando, Uber Eats und Deliveroo haben unterschiedliche Gebührenstrukturen. Konzentriere dich auf die Plattform, die dir den höchsten Nettogewinn bringt, nicht unbedingt das meiste Volumen.

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Häufig gestellte Fragen

Sollte ich unterschiedliche Preise für Lieferung versus Restaurant berechnen?

Ja, das ist logisch. Viele Restaurants berechnen 10-20% mehr für Lieferbestellungen, um Plattformgebühren und Verpackungskosten auszugleichen. Gäste akzeptieren dies normalerweise, weil sie die Bequemlichkeit der Lieferung schätzen.

Wie rechne ich Verpackungskosten in meinen Menüpreis ein?

Addiere alle Verpackungskosten pro Portion und berücksichtige dies in deinen Lebensmittelkosten. Eine Portion, die normalerweise €8 Lebensmittelkosten hat, wird mit €1,20 Verpackungskosten zu €9,20. Passe deinen Mindestverkaufspreis entsprechend an.

Was ist eine realistische Marge für Catering-Lieferung?

Durch Plattformgebühren und Verpackungskosten liegt eine realistische Nettomarge für Catering-Lieferung zwischen 35-45%, gegenüber 30-40% für Restaurantservice. Der höhere Bestellwert kompensiert oft die zusätzlichen Kosten.

Wann ist eine Catering-Lieferbestellung rentabler als Restaurantservice?

Ab einem Bestellwert von etwa €150-200 wird Catering-Lieferung normalerweise rentabler. Die Effizienz großer Chargen und das Wegfallen der Bedienung wiegen dann gegen Plattformgebühren und Verpackungskosten auf.

Wie verhindere ich, dass Plattformgebühren meinen Gewinn aufzehren?

Berechne deinen Break-Even-Punkt inklusive Plattformgebühren und passe deine Preise entsprechend an. Fördern auch direkte Bestellungen über deine eigene Website mit Rabatten - dann sparst du die Plattformgebühr.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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