Liefermenüs haben eine andere Kostenstruktur als dein Restaurantmenü. Plattformgebühren von 15-30%, Verpackungskosten und oft höhere Preise verändern deine Lebensmittelkostenberechnung. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die Lebensmittelkosten von Liefergerichten korrekt berechnest.
Warum Liefermenüs anders sind
Dein Liefermenü hat andere Kosten als dein Restaurantmenü. Plattformgebühren von 15-30%, Verpackungskosten und oft höhere Preise führen dazu, dass deine Lebensmittelkosten anders ausfallen.
? Beispiel:
Pasta Carbonara im Restaurant vs. Lieferung:
- Restaurant: €18,50 - Zutaten €5,10 = 30% Lebensmittelkosten
- Lieferung: €22,50 - Zutaten €5,10 - Verpackung €0,75 = 26% Lebensmittelkosten
Höherer Preis kompensiert zusätzliche Verpackungskosten.
Verpackungskosten einbeziehen
Verpackungskosten sind Teil deiner Kostenkalkulation, nicht deiner Gemeinkosten. Addiere alle Verpackungsmaterialien pro Gericht.
- Behälter oder Schachtel
- Deckel
- Besteck und Servietten
- Saucenbehälter
- Plastiktüte
- Aufkleber und Etiketten
? Beispiel Verpackungskosten:
- Kartonbehälter: €0,35
- Deckel: €0,15
- Besteckset: €0,12
- Plastiktüte: €0,08
- Aufkleber: €0,05
Gesamt pro Bestellung: €0,75
Plattformgebühren sind nicht Teil der Lebensmittelkosten
Plattformgebühren (Lieferando, Uber Eats) sind Marketingkosten, keine Zutatenkosten. Rechne sie nicht in dein Lebensmittelkostenprozentsatz ein.
⚠️ Achtung:
Plattformgebühren liegen zwischen deinem Bruttoumsatz und Nettoumsatz. Sie sind vergleichbar mit Kreditkartengebühren oder Rabatten.
Lieferpreis vs. Restaurantpreis
Viele Restaurants berechnen 15-25% mehr für die Lieferung. Dies kompensiert Verpackungskosten und Plattformgebühren, nicht nur die Lieferung selbst.
- Zutaten bleiben gleich
- Verpackung kommt hinzu
- Preis geht nach oben
- Lebensmittelkostenprozentsatz sinkt oft
MwSt. bleibt 19% für Lebensmittel
Gelieferte Lebensmittel haben die gleiche MwSt. wie Lebensmittel im Restaurant: 19%. Dies gilt für alle Mahlzeiten, auch bei Abholung.
? Beispielberechnung:
Burger Liefermenü €15,50 inkl. MwSt.:
- Preis exkl. MwSt.: €15,50 / 1,19 = €13,03
- Zutaten: €4,20
- Verpackung: €0,65
- Gesamtkostenkalkulation: €4,85
Lebensmittelkosten: €4,85 / €13,03 × 100 = 37,2%
Separate Menüs, separate Berechnungen
Halte deine Restaurant- und Liefermenüs in deinen Berechnungen getrennt. Sie haben unterschiedliche Kostenstrukturen und Margen.
- Restaurant: Fokus auf Lebensmittelkosten + Arbeit
- Lieferung: Fokus auf Lebensmittelkosten + Verpackung + Plattformgebühren
- Break-even-Punkt ist unterschiedlich
- Rentabilität pro Gericht unterscheidet sich
Verwandte Artikel
Wie berechnest du Lebensmittelkosten für Liefermenüs?
Berechne Zutatenkosten pro Portion
Addiere alle Zutaten wie bei deinem Restaurantmenü. Verwende die gleichen Portionsgrößen und Rezepte als Grundlage.
Addiere Verpackungskosten hinzu
Summiere alle Verpackungsmaterialien pro Gericht: Behälter, Deckel, Besteck, Tüte, Aufkleber. Dies wird Teil deiner Kostenkalkulation.
Berechne Lebensmittelkosten mit Lieferpreis
Teile Gesamtkosten (Zutaten + Verpackung) durch deinen Lieferpreis exkl. MwSt. Plattformgebühren zählst du nicht zu den Lebensmittelkosten.
✨ Pro tip
Erstelle eine Excel-Datei mit deinen Restaurant-Lebensmittelkosten und eine für Lieferung. So siehst du direkt, welche Gerichte wo am meisten einbringen.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich Plattformgebühren in meine Lebensmittelkostenberechnung einbeziehen?
Warum sind meine Lieferlebensmittelkosten niedriger als meine Restaurantlebensmittelkosten?
Wie oft sollte ich meine Lieferpreise anpassen?
Kann ich das gleiche Gericht zu verschiedenen Preisen anbieten?
Was sind gesunde Lebensmittelkosten für Liefermenüs?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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