Größere Bestellungen scheinen mehr Gewinn zu bedeuten, aber sie verändern deine Kostenstruktur. Du kaufst mehr Zutaten pro Bestellung, aber auch Verpackung und Lieferung werden teurer. So berechnest du genau, was größere Bestellungen dich kosten und einbringen.
Warum größere Bestellungen deinen Kostpreis beeinflussen
Bei Lieferdiensten ändert sich alles, wenn deine durchschnittliche Bestellung von €25 auf €45 wächst. Dein Lebensmittelkostensatz bleibt gleich, aber Verpackungskosten und Plattformgebühren funktionieren anders.
💡 Beispiel kleine vs. große Bestellung:
Bestellung A (€25 exkl. MwSt.):
- Lebensmittelkosten (30%): €7,50
- Verpackung: €1,20
- Plattformgebühr (25%): €6,25
- Gesamtkosten: €14,95 (59,8%)
Bestellung B (€45 exkl. MwSt.):
- Lebensmittelkosten (30%): €13,50
- Verpackung: €1,80
- Plattformgebühr (25%): €11,25
- Gesamtkosten: €26,55 (59,0%)
Größere Bestellungen sind relativ rentabler!
Berechne deinen neuen Kostpreis pro Bestellung
Bei Lieferdiensten rechnest du nicht pro Gericht, sondern pro Bestellung. Du hast drei Hauptkostenposten:
- Lebensmittelkosten: Bleiben gleich prozentual (zum Beispiel 30%)
- Verpackungskosten: Steigen langsamer als der Bestellwert
- Plattformgebühren: Steigen proportional mit (normalerweise 15-30%)
Die Formel für deinen Gesamtkostpreis wird:
Gesamtkostpreis % = (Lebensmittelkosten + Verpackung + Plattformgebühr) / Bestellwert × 100
Auswirkung von Verpackungskosten bei größeren Bestellungen
Verpackung skaliert nicht 1:1 mit deinem Bestellwert. Zwei Pizzen benötigen nicht doppelt so viel Verpackung wie eine Pizza.
💡 Verpackungsbeispiel:
Bestellung €25 (2 Gerichte):
- 2 Behälter: €0,80
- 1 Tasche + Besteck: €0,40
- Gesamt: €1,20 (4,8%)
Bestellung €45 (4 Gerichte):
- 4 Behälter: €1,60
- 1 Tasche + Besteck: €0,40
- Gesamt: €2,00 (4,4%)
Verpackung wird relativ günstiger bei größeren Bestellungen
Plattformgebühren und ihre Auswirkung
Plattformgebühren bleiben gleich prozentual, haben aber große Auswirkungen auf deine Marge. Bei Lieferando oder Uber Eats zahlst du normalerweise 15-30% des Bestellwerts.
⚠️ Achtung:
Plattformgebühren werden über den gesamten Bestellwert einschließlich MwSt. berechnet. Berücksichtige dies in deiner Kostenberechnung.
Berechne deinen Break-Even-Punkt pro Bestellung
Mit größeren Bestellungen kannst du deine Mindestbestellmenge strategisch festlegen. Dein Break-Even ist der Punkt, an dem deine Kosten gleich deinen Einnahmen sind.
Break-Even-Bestellwert = Fixkosten pro Bestellung / (1 - Variable Kosten %)
- Fixkosten: Verpackung + eventuell Lieferkosten
- Variable Kosten: Lebensmittelkosten % + Plattformgebühr %
💡 Break-Even-Berechnung:
Deine Situation:
- Verpackung pro Bestellung: €1,50
- Lebensmittelkosten: 30%
- Plattformgebühr: 25%
- Variable Kosten: 55%
Break-Even: €1,50 / (1 - 0,55) = €1,50 / 0,45 = €3,33
Jeder Euro über €3,33 ist Gewinn (für weitere Kosten wie Arbeit)
Optimiere deine Mindestbestellmenge
Mit dieser Berechnung kannst du deine Mindestbestellmenge strategisch festlegen. Viele Lieferdienste handhaben €15-25 Minimum, aber dies muss zu deiner Kostenstruktur passen.
- Zu niedriges Minimum = Verlust bei kleinen Bestellungen
- Zu hohes Minimum = weniger Bestellungen
- Sweet Spot = Break-Even + Marge für weitere Kosten
Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir, diese Berechnungen automatisch für verschiedene Bestellwerte durchzuführen, damit du schnell sehen kannst, welche Strategie am meisten einbringt.
Wie berechnest du die Kostenauswirkung größerer Bestellungen?
Sammle deine aktuellen Zahlen
Notiere deine durchschnittliche Bestellmenge vom letzten Monat, deinen Lebensmittelkostensatz und Kosten für Verpackung pro Bestellung. Auch Plattformgebühren (normalerweise 15-30%) und eventuell Lieferkosten.
Berechne Kosten pro Bestellwert-Kategorie
Erstelle eine Übersicht für Bestellungen von €20, €35 und €50. Berechne: Lebensmittelkosten (Prozentsatz bleibt gleich), Verpackung (steigt langsamer) und Plattformgebühr (steigt proportional).
Bestimme deine optimale Mindestbestellmenge
Berechne deinen Break-Even-Punkt und addiere deine gewünschte Marge hinzu. Dies wird deine neue Mindestbestellmenge, um Verluste zu vermeiden.
✨ Pro tip
Überprüfe, welche 20% deiner Gerichte 80% deines Lieferumsatzes ausmachen. Optimiere zuerst den Kostpreis dieser Top-Seller – das hat die größte Auswirkung auf deine Gesamtrentabilität.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Werden meine Lebensmittelkosten bei größeren Bestellungen niedriger?
Dein Lebensmittelkostensatz bleibt gleich, aber Verpackungskosten werden relativ niedriger. Dadurch wird dein Gesamtkostpreis-Prozentsatz bei größeren Bestellungen etwas günstiger.
Wie oft sollte ich diese Berechnung aktualisieren?
Überprüfe dies monatlich oder wenn Plattformen ihre Gebühren ändern. Auch bei Änderungen deiner Speisekarte oder Verpackungskosten musst du neu berechnen.
Sollte ich meine Menüpreise für Lieferdienste erhöhen?
Viele Restaurants handhaben 10-15% höhere Preise für Lieferdienste, um Plattformgebühren auszugleichen. Berechne zuerst deine tatsächlichen Kosten, bevor du Preise anpasst.
Was ist, wenn Kunden weiterhin kleinere Bestellungen aufgeben?
Erwäge eine Mindestbestellmenge oder Lieferkosten für kleine Bestellungen. Sonst verlierst du Geld bei jeder Bestellung unter deinem Break-Even-Punkt.
Wie verhindere ich, dass Verpackungskosten zu hoch werden?
Suche effiziente Verpackungen, die für mehrere Gerichte geeignet sind. Ein großer Behälter ist oft günstiger als zwei kleine Behälter.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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