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📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Kostenprisauswirkung, wenn meine Kunden immer häufiger größere Bestellungen aufgeben?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Größere Bestellungen scheinen mehr Gewinn zu bedeuten, aber sie verändern deine Kostenstruktur. Du kaufst mehr Zutaten pro Bestellung, aber auch Verpackung und Lieferung werden teurer. So berechnest du genau, was größere Bestellungen dich kosten und einbringen.

Warum größere Bestellungen deinen Kostpreis beeinflussen

Bei Lieferdiensten ändert sich alles, wenn deine durchschnittliche Bestellung von €25 auf €45 wächst. Dein Lebensmittelkostensatz bleibt gleich, aber Verpackungskosten und Plattformgebühren funktionieren anders.

💡 Beispiel kleine vs. große Bestellung:

Bestellung A (€25 exkl. MwSt.):

  • Lebensmittelkosten (30%): €7,50
  • Verpackung: €1,20
  • Plattformgebühr (25%): €6,25
  • Gesamtkosten: €14,95 (59,8%)

Bestellung B (€45 exkl. MwSt.):

  • Lebensmittelkosten (30%): €13,50
  • Verpackung: €1,80
  • Plattformgebühr (25%): €11,25
  • Gesamtkosten: €26,55 (59,0%)

Größere Bestellungen sind relativ rentabler!

Berechne deinen neuen Kostpreis pro Bestellung

Bei Lieferdiensten rechnest du nicht pro Gericht, sondern pro Bestellung. Du hast drei Hauptkostenposten:

  • Lebensmittelkosten: Bleiben gleich prozentual (zum Beispiel 30%)
  • Verpackungskosten: Steigen langsamer als der Bestellwert
  • Plattformgebühren: Steigen proportional mit (normalerweise 15-30%)

Die Formel für deinen Gesamtkostpreis wird:

Gesamtkostpreis % = (Lebensmittelkosten + Verpackung + Plattformgebühr) / Bestellwert × 100

Auswirkung von Verpackungskosten bei größeren Bestellungen

Verpackung skaliert nicht 1:1 mit deinem Bestellwert. Zwei Pizzen benötigen nicht doppelt so viel Verpackung wie eine Pizza.

💡 Verpackungsbeispiel:

Bestellung €25 (2 Gerichte):

  • 2 Behälter: €0,80
  • 1 Tasche + Besteck: €0,40
  • Gesamt: €1,20 (4,8%)

Bestellung €45 (4 Gerichte):

  • 4 Behälter: €1,60
  • 1 Tasche + Besteck: €0,40
  • Gesamt: €2,00 (4,4%)

Verpackung wird relativ günstiger bei größeren Bestellungen

Plattformgebühren und ihre Auswirkung

Plattformgebühren bleiben gleich prozentual, haben aber große Auswirkungen auf deine Marge. Bei Lieferando oder Uber Eats zahlst du normalerweise 15-30% des Bestellwerts.

⚠️ Achtung:

Plattformgebühren werden über den gesamten Bestellwert einschließlich MwSt. berechnet. Berücksichtige dies in deiner Kostenberechnung.

Berechne deinen Break-Even-Punkt pro Bestellung

Mit größeren Bestellungen kannst du deine Mindestbestellmenge strategisch festlegen. Dein Break-Even ist der Punkt, an dem deine Kosten gleich deinen Einnahmen sind.

Break-Even-Bestellwert = Fixkosten pro Bestellung / (1 - Variable Kosten %)

  • Fixkosten: Verpackung + eventuell Lieferkosten
  • Variable Kosten: Lebensmittelkosten % + Plattformgebühr %

💡 Break-Even-Berechnung:

Deine Situation:

  • Verpackung pro Bestellung: €1,50
  • Lebensmittelkosten: 30%
  • Plattformgebühr: 25%
  • Variable Kosten: 55%

Break-Even: €1,50 / (1 - 0,55) = €1,50 / 0,45 = €3,33

Jeder Euro über €3,33 ist Gewinn (für weitere Kosten wie Arbeit)

Optimiere deine Mindestbestellmenge

Mit dieser Berechnung kannst du deine Mindestbestellmenge strategisch festlegen. Viele Lieferdienste handhaben €15-25 Minimum, aber dies muss zu deiner Kostenstruktur passen.

  • Zu niedriges Minimum = Verlust bei kleinen Bestellungen
  • Zu hohes Minimum = weniger Bestellungen
  • Sweet Spot = Break-Even + Marge für weitere Kosten

Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir, diese Berechnungen automatisch für verschiedene Bestellwerte durchzuführen, damit du schnell sehen kannst, welche Strategie am meisten einbringt.

Wie berechnest du die Kostenauswirkung größerer Bestellungen?

1

Sammle deine aktuellen Zahlen

Notiere deine durchschnittliche Bestellmenge vom letzten Monat, deinen Lebensmittelkostensatz und Kosten für Verpackung pro Bestellung. Auch Plattformgebühren (normalerweise 15-30%) und eventuell Lieferkosten.

2

Berechne Kosten pro Bestellwert-Kategorie

Erstelle eine Übersicht für Bestellungen von €20, €35 und €50. Berechne: Lebensmittelkosten (Prozentsatz bleibt gleich), Verpackung (steigt langsamer) und Plattformgebühr (steigt proportional).

3

Bestimme deine optimale Mindestbestellmenge

Berechne deinen Break-Even-Punkt und addiere deine gewünschte Marge hinzu. Dies wird deine neue Mindestbestellmenge, um Verluste zu vermeiden.

✨ Pro tip

Überprüfe, welche 20% deiner Gerichte 80% deines Lieferumsatzes ausmachen. Optimiere zuerst den Kostpreis dieser Top-Seller – das hat die größte Auswirkung auf deine Gesamtrentabilität.

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Häufig gestellte Fragen

Werden meine Lebensmittelkosten bei größeren Bestellungen niedriger?

Dein Lebensmittelkostensatz bleibt gleich, aber Verpackungskosten werden relativ niedriger. Dadurch wird dein Gesamtkostpreis-Prozentsatz bei größeren Bestellungen etwas günstiger.

Wie oft sollte ich diese Berechnung aktualisieren?

Überprüfe dies monatlich oder wenn Plattformen ihre Gebühren ändern. Auch bei Änderungen deiner Speisekarte oder Verpackungskosten musst du neu berechnen.

Sollte ich meine Menüpreise für Lieferdienste erhöhen?

Viele Restaurants handhaben 10-15% höhere Preise für Lieferdienste, um Plattformgebühren auszugleichen. Berechne zuerst deine tatsächlichen Kosten, bevor du Preise anpasst.

Was ist, wenn Kunden weiterhin kleinere Bestellungen aufgeben?

Erwäge eine Mindestbestellmenge oder Lieferkosten für kleine Bestellungen. Sonst verlierst du Geld bei jeder Bestellung unter deinem Break-Even-Punkt.

Wie verhindere ich, dass Verpackungskosten zu hoch werden?

Suche effiziente Verpackungen, die für mehrere Gerichte geeignet sind. Ein großer Behälter ist oft günstiger als zwei kleine Behälter.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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