Preisanpassungen sind entscheidend für deine Rentabilität. Viele Gastronomen machen das einmal im Jahr, aber das kann zu selten sein. Die Häufigkeit hängt von deinem Betriebstyp, Lieferantenpreisen und Marktbedingungen ab.
Signale, dass du deine Preise anpassen musst
Du musst nicht jede Woche deine Speisekarte ändern, aber bestimmte Signale erfordern Maßnahmen:
- Lieferantenpreise steigen um mehr als 5% - Das wirkt sich direkt auf deine Lebensmittelkosten aus
- Deine Lebensmittelkosten steigen über 35% - Dann verdienst du zu wenig pro Gericht
- Konkurrenten passen ihre Preise an - Du willst nicht zu weit hinter oder vorne liegen
- Saisonale Zutaten - Spargel im Mai vs. Dezember
⚠️ Achtung:
Viele Unternehmer bemerken erst nach Monaten, dass ihr Gewinn durch gestiegene Einkaufspreise sinkt. Überprüfe daher mindestens alle 3 Monate die Lebensmittelkosten deiner Top-Seller.
Jährliche Überprüfung vs. kontinuierliche Überwachung
Die meisten Restaurants wählen eine dieser Strategien:
Jährliche Überprüfung (Januar/Februar):
- Übersichtlich für Gäste
- Weniger Verwaltungsaufwand
- Geeignet für stabile Konzepte
- Risiko: Du hinkerst Kostensteigerungen um Monate hinterher
Quartalsweise Überprüfung (alle 3 Monate):
- Schneller auf Kostenänderungen reagieren
- Bessere Kontrolle über Margen
- Mehr Arbeit, aber weniger Risiko
💡 Beispiel:
Restaurant De Smaak überprüft alle 3 Monate ihre 8 meistverkauften Gerichte:
- Januar: Steak Lebensmittelkosten 28% - prima
- April: Steak Lebensmittelkosten 33% - Lieferant hat Preis erhöht
- Maßnahme: Menüpreis von €32 auf €35
Ergebnis: Lebensmittelkosten wieder bei 29%
Wann häufiger als quartalsweise nötig ist
Einige Betriebe brauchen mehr Flexibilität:
- Fischrestaurants - Fischpreise schwanken wöchentlich
- Saisonale Betriebe - Strandlokale, Skihütten
- Lieferdienste - Plattformgebühren ändern sich regelmäßig
- Catering - Preise pro Projekt/Saison
💡 Beispiel:
Fischrestaurant De Kreeft arbeitet mit Tagespreisen für frischen Fisch:
- Montag: Seezunge €45/kg - Menüpreis €38
- Dienstag: Seezunge €52/kg - Menüpreis €42
- Mittwoch: Nicht auf der Karte (zu teuer geworden)
Flexibilität verhindert Verluste an teuren Tagen
Praktischer Ansatz nach Betriebstyp
Bistro/Brasserie mit fester Karte:
- Jährliche Überprüfung im Januar
- Zwischenzeitliche Kontrolle bei großen Kostensteigerungen
- Fokus auf 10 meistverkaufte Gerichte
Restaurant mit Saisonal-Karte:
- Preise pro Saison neu berechnen
- 4x pro Jahr neue Karte = 4x Preischeck
- Verfügbarkeit von Zutaten berücksichtigen
Pizzeria/Schnellimbiss:
- Jährlich, es sei denn, große Kostensteigerung
- Besonders auf Käse-/Fleischpreise achten (größte Kostenposten)
💡 Beispiel:
Pizzeria Mario überprüft jährlich, außer:
- Käse steigt von €8/kg auf €11/kg (37% Steigerung)
- Sofort Maßnahme: Pizzen €1-2 teurer
- Sonst würden Lebensmittelkosten von 22% auf 28% steigen
Schnelles Handeln verhindert wochenlange Verluste
Tools zur Planung von Preisanpassungen
Manuelle Verfolgung wird schnell zum Chaos. Viele Unternehmer nutzen:
- Excel-Tabellen - Funktioniert, aber viel Handarbeit
- Kostenkalkulations-Apps - Automatische Berechnungen
- Lieferanten-Portale - Preisänderungen direkt sichtbar
Ein System wie KitchenNmbrs zeigt dir direkt, wenn deine Lebensmittelkosten über deinen Zielwert steigen, ohne dass du selbst rechnen musst.
Wie bestimmst du deine Überprüfungshäufigkeit? (Schritt für Schritt)
Analysiere deine Kostenstruktur
Überprüfe, welcher Prozentsatz deiner Einkäufe aus Fleisch, Fisch, Milchprodukten besteht. Je höher dieser Prozentsatz, desto häufiger musst du überprüfen, da diese Preise stärker schwanken als Gemüse oder Trockenwaren.
Bestimme deine Risikograenze
Entscheide, bei welcher Lebensmittelkostensteigerung du Maßnahmen ergreifst. Zum Beispiel: Wenn die Lebensmittelkosten von 30% auf 33% steigen, passt du die Preise an. Das hilft dir, objektiv zu bleiben.
Plane deine Kontrolltermine
Trage feste Termine in deinen Kalender ein, um die Lebensmittelkosten zu überprüfen. Für die meisten Betriebe funktioniert alle 3 Monate gut. Bei saisonalen Betrieben kann monatlich besser sein.
✨ Pro tip
Überprüfe jeden Monat die Lebensmittelkosten deiner 5 meistverkauften Gerichte. Das dauert 10 Minuten, verhindert aber, dass du monatelang Verluste machst, ohne es zu bemerken.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
War dieser Artikel hilfreich?
Häufig gestellte Fragen
Wie oft passen erfolgreiche Restaurants ihre Preise an?
Die meisten Restaurants machen das 1-2 mal pro Jahr. Fischrestaurants und saisonale Betriebe oft häufiger. Das Wichtigste ist, dass du auf Kostensteigerungen reagierst, nicht an einem festen Datum.
Was ist, wenn meine Konkurrenten ihre Preise nicht erhöhen?
Überprüfe, ob ihre Lebensmittelkosten vielleicht niedriger sind durch andere Lieferanten oder größere Mengen. Wenn deine Kosten steigen, musst du das durchrechnen, sonst verdienst du nichts mehr.
Kann ich Preise senken, wenn meine Kosten fallen?
Das kannst du, aber mach es bewusst. Niedrigere Preise ziehen mehr Gäste an, aber du verdienst weniger pro Gericht. Überprüfe erst, ob du Kapazität für mehr Gäste hast.
Wie kommuniziere ich Preiserhöhungen an Gäste?
Sei ehrlich über Kostensteigerungen. Erkläre, dass du die Qualität beibehalten möchtest. Gäste verstehen das normalerweise, besonders wenn du nicht jedes Quartal erhöhst.
Muss ich alle Gerichte gleichzeitig anpassen?
Nein, konzentriere dich zuerst auf deine meistverkauften Gerichte. Die haben die größte Auswirkung auf deinen Gewinn. Weniger beliebte Gerichte kannst du später anpassen.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Sie verkaufen Lebensmittel? Dann brauchen Sie KitchenNmbrs
Ob Restaurant, Food Truck, Catering oder Meal-Kit-Unternehmen — Sie müssen wissen, was jedes Gericht kostet. KitchenNmbrs gibt Ihnen diesen Einblick. Starten Sie Ihre kostenlose Testphase.
Kostenlose Testversion starten →