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📝 Food Truck & mobile Gastronomie · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich meinen Gewinn pro Portion als Food Truck?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Als Food-Truck-Besitzer möchtest du wissen, wie viel du pro verkauftem Gericht verdienst. Viele Unternehmer schätzen dies, aber durch die einzigartige Kostenstruktur eines Food Trucks verlierst du schnell Geld. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du genau berechnest, was jede Portion einbringt.

Warum der Gewinn pro Portion für Food Trucks entscheidend ist

Bei einem Food Truck sind deine Kosten anders verteilt als in einem Restaurant. Du hast keine Miete, aber dafür Treibstoff, Standplatzgebühren und mehr Verschleiß an Geräten. Ohne genaue Berechnung weißt du nicht, ob dieser €12-Burger dir genug einbringt.

⚠️ Achtung:

Food Trucks haben oft höhere Lebensmittelkostenquoten (35-40%), weil du weniger Overhead hast. Das ist normal, solange dein absoluter Gewinn pro Portion gut ist.

Die einzigartige Kostenstruktur eines Food Trucks

Ein Food Truck hat andere Kostenpositionen als ein festes Restaurant:

  • Variable Kosten: Zutaten, Verpackung, Treibstoff
  • Fixkosten pro Tag: Standplatzgebühren, Versicherung, Lkw-Abschreibung
  • Arbeitskosten: meist du selbst + eventuell Hilfe
  • Betriebskosten: Gas, Wartung, Reinigung

Schritt 1: Berechne deine Zutatenkosten pro Portion

Addiere alle Zutaten, die in eine Portion gehen, einschließlich:

  • Hauptzutaten (Fleisch, Fisch, Gemüse)
  • Beilagen und Garnitur
  • Saucen und Gewürze
  • Verpackung (Box, Serviette, Besteck)
  • Öl zum Braten/Frittieren

💡 Beispiel: Pulled-Pork-Burger

  • Brötchen: €0,45
  • Pulled Pork (150g): €2,80
  • Coleslaw: €0,35
  • Sauce: €0,15
  • Verpackung: €0,25

Gesamte Zutatenkosten: €4,00

Schritt 2: Rechne deine täglichen Fixkosten pro Portion um

Teile deine täglichen Fixkosten durch die Anzahl der Portionen, die du verkaufen möchtest:

  • Standplatzgebühren (€50-150 pro Tag)
  • Treibstoff (€30-60 pro Tag)
  • Lkw-Abschreibung (€40-80 pro Tag)
  • Versicherung und Steuern (€20-40 pro Tag)

💡 Beispiel: Tageskosten-Berechnung

  • Standplatz: €80
  • Treibstoff: €45
  • Abschreibung: €60
  • Versicherung: €25

Gesamt: €210 pro Tag

Bei 70 verkauften Portionen: €210 ÷ 70 = €3,00 Fixkosten pro Portion

Schritt 3: Berechne deine Arbeitskosten pro Portion

Auch deine eigene Zeit kostet Geld. Rechne mit einem realistischen Stundenlohn für dich selbst:

  • Vorbereitung: 2-3 Stunden
  • Verkauf: 6-8 Stunden
  • Reinigung: 1-2 Stunden
  • Gesamt: 9-13 Stunden pro Tag

Bei €18 pro Stunde und 11 Stunden Arbeit = €198 Arbeitskosten. Bei 70 Portionen = €2,83 pro Portion.

Die Gewinn-pro-Portion-Formel

Gewinn pro Portion = Verkaufspreis ohne MwSt. - Zutatenkosten - Fixkosten pro Portion - Arbeitskosten pro Portion

💡 Beispiel: Vollständige Berechnung

  • Verkaufspreis: €12,00 inkl. MwSt. = €11,01 ohne MwSt.
  • Zutatenkosten: €4,00
  • Fixkosten: €3,00
  • Arbeitskosten: €2,83

Gewinn pro Portion: €11,01 - €4,00 - €3,00 - €2,83 = €1,18

Was ist ein guter Gewinn pro Portion?

Für Food Trucks gelten folgende Richtwerte:

  • Mindestens: €1,00 pro Portion
  • Gut: €1,50 - €2,50 pro Portion
  • Ausgezeichnet: €3,00+ pro Portion

Beachte: Das hängt von deiner Preisgestaltung und deinem Standort ab. Bei teuren Events kannst du mehr verlangen als auf einem normalen Markt.

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit realistischen Verkaufszahlen. An schlechten Tagen verkaufst du weniger, wodurch deine Fixkosten pro Portion höher werden.

Wie KitchenNmbrs bei Food-Truck-Berechnungen hilft

Mit KitchenNmbrs kannst du:

  • Rezepte mit genauen Kostpreisen erfassen
  • Tägliche Fixkosten auf Portionen verteilen
  • Verschiedene Szenarien durchrechnen (50, 70, 100 Portionen pro Tag)
  • Deine Rentabilität pro Gericht vergleichen

So siehst du sofort, welche Gerichte am meisten einbringen, und kannst dein Menü entsprechend anpassen.

Wie berechnest du den Gewinn pro Portion? (Schritt für Schritt)

1

Berechne Zutatenkosten einschließlich Verpackung

Addiere alle Kosten: Hauptzutaten, Beilagen, Saucen, Verpackung und Öl. Vergiss nichts, was in oder bei der Portion gehört.

2

Verteile tägliche Fixkosten auf erwartete Portionen

Summiere Standplatz, Treibstoff, Abschreibung und Versicherung auf. Teile dies durch die Anzahl der Portionen, die du an diesem Tag verkaufen möchtest.

3

Berechne Arbeitskosten pro Portion

Multipliziere deine Arbeitsstunden (Vorbereitung + Verkauf + Reinigung) mit einem realistischen Stundenlohn. Teile dies durch die Anzahl der verkauften Portionen.

4

Ziehe alle Kosten von deinem Verkaufspreis ohne MwSt. ab

Verkaufspreis ohne MwSt. minus Zutatenkosten minus Fixkosten pro Portion minus Arbeitskosten pro Portion = Gewinn pro Portion.

✨ Pro tip

Überprüfe deinen Gewinn pro Portion an verschiedenen Standorten. Ein teurer Standplatz kann sich lohnen, wenn du dort mehr Portionen zu einem höheren Preis verkaufst.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Sollte ich meine eigene Arbeit in die Berechnung einbeziehen?

Ja, absolut. Auch deine Zeit kostet Geld. Rechne mit mindestens €15-20 pro Stunde, sonst weißt du nicht, ob dein Food Truck rentabel ist.

Wie gehe ich mit schwankenden Verkaufszahlen pro Tag um?

Erstelle drei Szenarien: schlechter Tag (50 Portionen), durchschnittlicher Tag (70 Portionen) und guter Tag (100 Portionen). So siehst du deine Bandbreite.

Was ist, wenn mein Gewinn pro Portion zu niedrig ist?

Dann hast du drei Optionen: erhöhe deine Preise, senke deine Zutatenkosten oder suche günstigere Standplätze. Beginne damit, deine Preise kritisch zu überprüfen.

Sollte ich MwSt. in meine Gewinnberechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer mit Preisen ohne MwSt. Die MwSt., die du einnimmst, musst du an die Steuerbehörde abführen, das ist kein Gewinn.

Wie oft sollte ich meinen Gewinn pro Portion neu berechnen?

Mindestens monatlich oder direkt nach Preisänderungen deiner Lieferanten. Zutatenprise schwanken, also überprüfe regelmäßig, ob du noch genug verdienst.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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