Als Food-Truck-Besitzer möchtest du wissen, wie viel du pro verkauftem Gericht verdienst. Viele Unternehmer schätzen dies, aber durch die einzigartige Kostenstruktur eines Food Trucks verlierst du schnell Geld. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du genau berechnest, was jede Portion einbringt.
Warum der Gewinn pro Portion für Food Trucks entscheidend ist
Bei einem Food Truck sind deine Kosten anders verteilt als in einem Restaurant. Du hast keine Miete, aber dafür Treibstoff, Standplatzgebühren und mehr Verschleiß an Geräten. Ohne genaue Berechnung weißt du nicht, ob dieser €12-Burger dir genug einbringt.
⚠️ Achtung:
Food Trucks haben oft höhere Lebensmittelkostenquoten (35-40%), weil du weniger Overhead hast. Das ist normal, solange dein absoluter Gewinn pro Portion gut ist.
Die einzigartige Kostenstruktur eines Food Trucks
Ein Food Truck hat andere Kostenpositionen als ein festes Restaurant:
- Variable Kosten: Zutaten, Verpackung, Treibstoff
- Fixkosten pro Tag: Standplatzgebühren, Versicherung, Lkw-Abschreibung
- Arbeitskosten: meist du selbst + eventuell Hilfe
- Betriebskosten: Gas, Wartung, Reinigung
Schritt 1: Berechne deine Zutatenkosten pro Portion
Addiere alle Zutaten, die in eine Portion gehen, einschließlich:
- Hauptzutaten (Fleisch, Fisch, Gemüse)
- Beilagen und Garnitur
- Saucen und Gewürze
- Verpackung (Box, Serviette, Besteck)
- Öl zum Braten/Frittieren
💡 Beispiel: Pulled-Pork-Burger
- Brötchen: €0,45
- Pulled Pork (150g): €2,80
- Coleslaw: €0,35
- Sauce: €0,15
- Verpackung: €0,25
Gesamte Zutatenkosten: €4,00
Schritt 2: Rechne deine täglichen Fixkosten pro Portion um
Teile deine täglichen Fixkosten durch die Anzahl der Portionen, die du verkaufen möchtest:
- Standplatzgebühren (€50-150 pro Tag)
- Treibstoff (€30-60 pro Tag)
- Lkw-Abschreibung (€40-80 pro Tag)
- Versicherung und Steuern (€20-40 pro Tag)
💡 Beispiel: Tageskosten-Berechnung
- Standplatz: €80
- Treibstoff: €45
- Abschreibung: €60
- Versicherung: €25
Gesamt: €210 pro Tag
Bei 70 verkauften Portionen: €210 ÷ 70 = €3,00 Fixkosten pro Portion
Schritt 3: Berechne deine Arbeitskosten pro Portion
Auch deine eigene Zeit kostet Geld. Rechne mit einem realistischen Stundenlohn für dich selbst:
- Vorbereitung: 2-3 Stunden
- Verkauf: 6-8 Stunden
- Reinigung: 1-2 Stunden
- Gesamt: 9-13 Stunden pro Tag
Bei €18 pro Stunde und 11 Stunden Arbeit = €198 Arbeitskosten. Bei 70 Portionen = €2,83 pro Portion.
Die Gewinn-pro-Portion-Formel
Gewinn pro Portion = Verkaufspreis ohne MwSt. - Zutatenkosten - Fixkosten pro Portion - Arbeitskosten pro Portion
💡 Beispiel: Vollständige Berechnung
- Verkaufspreis: €12,00 inkl. MwSt. = €11,01 ohne MwSt.
- Zutatenkosten: €4,00
- Fixkosten: €3,00
- Arbeitskosten: €2,83
Gewinn pro Portion: €11,01 - €4,00 - €3,00 - €2,83 = €1,18
Was ist ein guter Gewinn pro Portion?
Für Food Trucks gelten folgende Richtwerte:
- Mindestens: €1,00 pro Portion
- Gut: €1,50 - €2,50 pro Portion
- Ausgezeichnet: €3,00+ pro Portion
Beachte: Das hängt von deiner Preisgestaltung und deinem Standort ab. Bei teuren Events kannst du mehr verlangen als auf einem normalen Markt.
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit realistischen Verkaufszahlen. An schlechten Tagen verkaufst du weniger, wodurch deine Fixkosten pro Portion höher werden.
Wie KitchenNmbrs bei Food-Truck-Berechnungen hilft
Mit KitchenNmbrs kannst du:
- Rezepte mit genauen Kostpreisen erfassen
- Tägliche Fixkosten auf Portionen verteilen
- Verschiedene Szenarien durchrechnen (50, 70, 100 Portionen pro Tag)
- Deine Rentabilität pro Gericht vergleichen
So siehst du sofort, welche Gerichte am meisten einbringen, und kannst dein Menü entsprechend anpassen.
Wie berechnest du den Gewinn pro Portion? (Schritt für Schritt)
Berechne Zutatenkosten einschließlich Verpackung
Addiere alle Kosten: Hauptzutaten, Beilagen, Saucen, Verpackung und Öl. Vergiss nichts, was in oder bei der Portion gehört.
Verteile tägliche Fixkosten auf erwartete Portionen
Summiere Standplatz, Treibstoff, Abschreibung und Versicherung auf. Teile dies durch die Anzahl der Portionen, die du an diesem Tag verkaufen möchtest.
Berechne Arbeitskosten pro Portion
Multipliziere deine Arbeitsstunden (Vorbereitung + Verkauf + Reinigung) mit einem realistischen Stundenlohn. Teile dies durch die Anzahl der verkauften Portionen.
Ziehe alle Kosten von deinem Verkaufspreis ohne MwSt. ab
Verkaufspreis ohne MwSt. minus Zutatenkosten minus Fixkosten pro Portion minus Arbeitskosten pro Portion = Gewinn pro Portion.
✨ Pro tip
Überprüfe deinen Gewinn pro Portion an verschiedenen Standorten. Ein teurer Standplatz kann sich lohnen, wenn du dort mehr Portionen zu einem höheren Preis verkaufst.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich meine eigene Arbeit in die Berechnung einbeziehen?
Ja, absolut. Auch deine Zeit kostet Geld. Rechne mit mindestens €15-20 pro Stunde, sonst weißt du nicht, ob dein Food Truck rentabel ist.
Wie gehe ich mit schwankenden Verkaufszahlen pro Tag um?
Erstelle drei Szenarien: schlechter Tag (50 Portionen), durchschnittlicher Tag (70 Portionen) und guter Tag (100 Portionen). So siehst du deine Bandbreite.
Was ist, wenn mein Gewinn pro Portion zu niedrig ist?
Dann hast du drei Optionen: erhöhe deine Preise, senke deine Zutatenkosten oder suche günstigere Standplätze. Beginne damit, deine Preise kritisch zu überprüfen.
Sollte ich MwSt. in meine Gewinnberechnung einbeziehen?
Nein, rechne immer mit Preisen ohne MwSt. Die MwSt., die du einnimmst, musst du an die Steuerbehörde abführen, das ist kein Gewinn.
Wie oft sollte ich meinen Gewinn pro Portion neu berechnen?
Mindestens monatlich oder direkt nach Preisänderungen deiner Lieferanten. Zutatenprise schwanken, also überprüfe regelmäßig, ob du noch genug verdienst.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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