F&B-Umsatz ist ein entscheidender Indikator für Hotels, um zu sehen, wie gut ihr Restaurant und ihre Catering-Dienste funktionieren. Viele Hoteliers wissen nicht genau, welcher Teil ihres Gesamtumsatzes aus Essen und Getränken kommt, wodurch sie Chancen verpassen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du diesen Prozentsatz berechnest und welche gängigen Benchmarks es gibt.
Was ist F&B-Umsatz genau?
F&B steht für Food & Beverage - alle Einnahmen aus Essen und Getränken in deinem Hotel. Dies umfasst:
- Restaurantumsatz (Frühstück, Mittagessen, Abendessen)
- Zimmerservice
- Bar und Lobby-Bar
- Bankette und Veranstaltungen
- Minibar-Umsatz
- Catering für externe Kunden
Die Grundformel
Das F&B-Umsatzprozent berechnest du so:
F&B % = (Gesamter F&B-Umsatz / Gesamthotelumsatz) × 100
💡 Beispiel:
Hotel De Gouden Leeuw hatte im letzten Monat:
- Zimmerumsatz: €180.000
- Restaurantumsatz: €45.000
- Bar-Umsatz: €12.000
- Bankette: €18.000
Gesamter F&B-Umsatz: €45.000 + €12.000 + €18.000 = €75.000
Gesamthotelumsatz: €180.000 + €75.000 = €255.000
F&B-Prozentsatz: (€75.000 / €255.000) × 100 = 29,4%
Gängige Benchmarks nach Hoteltyp
Das F&B-Prozent unterscheidet sich stark je nach Hoteltyp:
- Geschäftshotels: 20-30% (hauptsächlich Frühstück und Mittagessen)
- Freizeithotels: 25-35% (mehr Abendessen und Bar)
- Resort-Hotels: 35-50% (All-Inclusive-Konzepte)
- Boutique-Hotels: 30-45% (Restaurant als Anziehungspunkt)
- Budget-Hotels: 10-20% (minimale F&B-Einrichtungen)
⚠️ Achtung:
Ein niedriges F&B-Prozent muss nicht schlecht sein. Budget-Hotels konzentrieren sich bewusst auf Zimmer. Ein hohes Prozent kann bedeuten, dass deine Zimmerpreise zu niedrig sind.
Saisonschwankungen berücksichtigen
F&B-Prozentsätze variieren je nach Jahreszeit. Berechne daher auch:
- Monatlicher Prozentsatz: um Trends zu erkennen
- Quartaldurchschnitt: für strategische Entscheidungen
- Jahresdurchschnitt: für Benchmarking
💡 Beispiel Saisonschwankung:
Strandhotel De Zeemeeuw:
- Sommer (Juli): F&B 42% (viel Terrasse und Events)
- Winter (Januar): F&B 28% (weniger Gäste, mehr Geschäftsreisende)
- Jahresdurchschnitt: F&B 35%
RevPAR vs. F&B-Balance
Schau dir auch das Verhältnis zwischen Zimmereinnahmen und F&B an:
- Hohe Zimmerpreise + niedriges F&B: Fokus auf Unterkunft
- Niedrigere Zimmerpreise + hohes F&B: Restaurant als Anziehungspunkt
- Beides hoch: Premium-Positionierung
F&B-Rentabilität berücksichtigen
Achtung: Umsatzprozentsatz sagt nichts über Gewinn aus. F&B hat oft niedrigere Margen als Zimmer:
- Zimmer: 70-85% Bruttomarge
- F&B: 60-75% Bruttomarge
- Alkohol: 75-85% Bruttomarge
⚠️ Achtung:
Ein Hotel mit 40% F&B-Umsatz kann weniger Gewinn machen als ein Hotel mit 25% F&B-Umsatz, wenn die F&B-Margen niedrig sind.
Externes Catering einbeziehen oder nicht?
Externes Catering (Hochzeiten, Firmenfeiern für Nicht-Hotelgäste) zählt zum F&B-Umsatz, beeinflusst aber dein Prozent:
- Einbeziehen: gibt ein vollständiges Bild der F&B-Leistung
- Nicht einbeziehen: zeigt das reine Hotel-F&B-Verhältnis
Viele Hotels berichten beide Zahlen: mit und ohne externes Catering.
Wie berechnest du den F&B-Umsatzprozentsatz? (Schritt für Schritt)
Sammle alle F&B-Umsatzzahlen
Addiere alle Einnahmen aus Essen und Getränken: Restaurant, Bar, Zimmerservice, Bankette, Minibar und eventuell externes Catering. Verwende Zahlen ohne MwSt. für ein klares Bild.
Berechne den Gesamthotelumsatz
Addiere Zimmerumsatz und F&B-Umsatz. Vergiss keine anderen Einnahmen wie Spa, Parkplatz oder Tagungsräume. Auch diese Zahlen ohne MwSt.
Teile F&B durch Gesamtumsatz und multipliziere mit 100
Verwende die Formel: (F&B-Umsatz / Gesamtumsatz) × 100. Das Ergebnis ist dein F&B-Prozentsatz. Vergleiche dies mit Benchmarks für deinen Hoteltyp.
✨ Pro tip
Verfolge nicht nur den Prozentsatz, sondern auch den absoluten F&B-Umsatz pro verfügbarem Zimmer (F&B RevPAR). Dies gibt ein besseres Bild deiner F&B-Leistung unabhängig von der Auslastungsquote.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist ein guter F&B-Prozentsatz für mein Hotel?
Das hängt von deinem Hoteltyp ab. Geschäftshotels liegen oft bei 20-30%, Freizeithotels bei 25-35%, und Resorts können 35-50% erreichen. Wichtiger als der Prozentsatz ist die Rentabilität deines F&B.
Sollte ich externes Catering in den F&B-Umsatz einbeziehen?
Beide Methoden sind korrekt. Externes Catering gibt ein vollständiges Bild deiner F&B-Leistung, aber ohne externes Catering siehst du das reine Hotel-F&B-Verhältnis. Berichte am besten beide Zahlen.
Warum ist mein F&B-Prozentsatz so niedrig im Vergleich zu anderen Hotels?
Ein niedriger Prozentsatz kann bedeuten, dass du hohe Zimmerpreise hast (gut) oder dass deine F&B-Einrichtungen unterperformen. Schau dir den absoluten F&B-Umsatz pro verfügbarem Zimmer an für ein besseres Bild.
Wie oft sollte ich diesen Prozentsatz berechnen?
Berechne ihn monatlich, um Trends zu erkennen und Saisonschwankungen zu identifizieren. Für strategische Entscheidungen nutze den Quartaldurchschnitt, für Benchmarking den Jahresdurchschnitt.
Sollte ich MwSt. in die Berechnung einbeziehen?
Rechne immer ohne MwSt. für ein klares Bild. F&B hat in Deutschland 19% MwSt. (reduziert 7%), Zimmer 19%. Durch Rechnung ohne MwSt. vergleichst du echte Geschäftsleistungen.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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