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📝 Rezepte, Wissen & Gedächtnis · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Welche Gerichte bringen deiner Meinung nach gute Ergebnisse, wurden aber nie wirklich durchgerechnet?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Viele Restaurantbesitzer haben ein Gefühl dafür, welche Gerichte gut laufen, rechnen aber nie den tatsächlichen Gewinn durch. Die Folge: dein beliebtestes Gericht kann deine größte Verlustposition sein. In diesem Artikel lernst du, wie du systematisch durchrechnest, welche Gerichte wirklich Geld bringen und welche nur Umsatz drehen.

Warum Gefühl irreführend sein kann

Deine Pasta Carbonara geht 40 Mal pro Abend über die Theke. Gäste lieben sie. Aber wenn du die Zahlen durchrechnest, verdienst du vielleicht nur €2 pro Teller daran.

Dein Steak verkauft sich nur 8 Mal pro Abend, bringt aber €12 Gewinn pro Portion. Welches Gericht solltest du mehr pushen?

💡 Beispiel: Der irreführende Bestseller

Pasta Carbonara - Menüpreis €18,50 (inkl. 9% MwSt.)

  • Verkaufspreis exkl. MwSt.: €16,97
  • Pasta: €0,45
  • Speck: €2,10
  • Sahne: €0,80
  • Eier: €0,60
  • Käse: €1,20
  • Gewürze, Öl, Butter: €0,35

Ingredienzenkosten: €5,50 - Foodcost: 32,4%

Die versteckten Verlustposten erkennen

Gerichte, bei denen du Geld verlierst, haben oft diese Merkmale:

  • Viele teure Zutaten: Lachs, Steak, Hummer ohne durchgerechneten Preis
  • Großzügige Portionen: Dein Chef gibt 250 Gramm, wo du mit 200 Gramm rechnest
  • Viel Beilage: Gemüse, Saucen, Dekoration, die du nicht einrechnest
  • Hoher Schnittabfall: Ganzer Fisch, von dem du nur das Filet verwendest

⚠️ Achtung:

Beliebte Gerichte können deine größten Verlustposten sein. Hoher Umsatz bedeutet nicht automatisch hohen Gewinn.

Die größten Fallstricke beim Durchrechnen

Viele Unternehmer machen diese Fehler bei der Berechnung ihrer Kostpreis:

Fehler 1: Nicht alles einrechnen

Du rechnest die Hauptzutaten, vergisst aber:

  • Öl und Butter zum Braten
  • Gewürze und Spezereien
  • Beilage und Dekoration
  • Saucen und Dressings
  • Brot dazu

Fehler 2: Schnittabfall ignorieren

Du kaufst ganzen Lachs für €18/kg, aber nach dem Filetieren zahlst du eigentlich €32/kg für das Fleisch, das du verwendest.

💡 Beispiel: Schnittabfall Lachs

Ganzer Lachs: 2 kg für €36

  • Nach dem Filetieren: 1,1 kg verwertbares Fleisch
  • Schnittabfall: 45%
  • Tatsächlicher Preis Filet: €36 ÷ 1,1 kg = €32,73/kg

Fast doppelter Preis durch Schnittabfall!

Fehler 3: Mit MwSt. rechnen

Dein Menüpreis ist inklusive MwSt., aber für Foodcost rechnest du ohne MwSt.

Formel: Foodcost % = (Ingredienzenkosten ÷ Verkaufspreis exkl. MwSt.) × 100

Welche Gerichte oft Überraschungen bringen

Diese Gerichte sehen rentabel aus, fallen aber oft beim Durchrechnen durch:

  • Fisch-Specials: Hoher Schnittabfall, teure Einkäufe
  • Fleisch vom Grill: Großzügige Portionen, teure Cuts
  • Saisongerichte: Zutaten werden teurer
  • Signature Dishes: Viele verschiedene Zutaten
  • Salate: Viel Arbeit, viele Zutaten, wirken billig

Die überraschenden Gewinner

Diese Gerichte schneiden oft besser ab als erwartet:

  • Pasta: Niedrige Ingredienzenkosten, hohe Marge
  • Suppen: Günstige Basis, viel Volumen
  • Vegetarische Gerichte: Kein teures Fleisch
  • Pizzas: Teig ist günstig, Beläge kontrollierbar
  • Schmorgerichte: Günstigere Fleischteile, viel Geschmack

💡 Beispiel: Überraschender Gewinner

Risotto mit Pilzen - Menüpreis €22,00 (inkl. 9% MwSt.)

  • Verkaufspreis exkl. MwSt.: €20,18
  • Risottoreis: €0,85
  • Pilze: €2,40
  • Brühe: €0,30
  • Wein: €0,50
  • Käse, Gewürze: €1,20

Ingredienzenkosten: €5,25 - Foodcost: 26,0%

Was du mit den Ergebnissen anfängst

Wenn du durchgerechnet hast, bekommst du drei Kategorien von Gerichten:

Gewinner (Foodcost unter 30%)

  • Push diese Gerichte mehr
  • Platziere sie prominent auf der Karte
  • Trainiere das Personal, sie zu empfehlen
  • Erwäge spezielle Aktionen

Mittelfeld (Foodcost 30-35%)

  • Akzeptabel, keine Maßnahmen nötig
  • Aber im Auge behalten
  • Bei Preiserhöhungen zuerst anpassen

Verlustposten (Foodcost über 35%)

  • Preis erhöhen
  • Portion verkleinern
  • Günstigere Zutaten suchen
  • Von der Karte nehmen

⚠️ Achtung:

Beliebte Gerichte mit schlechter Marge sind am gefährlichsten. Jeder Verkauf kostet dich Geld.

Wie oft kontrollieren

Kostpreise sind keine Konstante. Überprüfe dies regelmäßig:

  • Monatlich: Deine 5 best-verkauften Gerichte
  • Bei neuer Karte: Alle neuen Gerichte durchrechnen
  • Bei Preiserhöhungen: Gerichte mit diesen Zutaten
  • Bei Saisonwechsel: Saisonale Gerichte

Mit einem System wie KitchenNmbrs siehst du direkt, welche Gerichte Gewinner und Verlierer sind, ohne selbst rechnen zu müssen. Du kannst Ingredienzenpreise aktualisieren und siehst sofort die Auswirkung auf alle deine Gerichte.

Wie berechnest du, welche Gerichte wirklich rentabel sind?

1

Wähle deine 10 best-verkauften Gerichte

Beginne mit den Gerichten, die am meisten über die Theke gehen. Das sind deine größten Impact-Maker. Notiere, wie viele du pro Woche von jedem verkaufst.

2

Sammle alle Zutaten und Preise

Erstelle eine Liste ALLER Zutaten pro Gericht. Auch Öl, Gewürze, Beilage und Brot. Suche die aktuellen Einkaufspreise bei deinen Lieferanten.

3

Berechne die genauen Mengen pro Portion

Wiege oder messe genau, wie viel von jeder Zutat in eine Portion geht. Achte auf Schnittabfall bei Fisch und Fleisch - rechne mit dem tatsächlichen Preis nach der Verarbeitung.

4

Berechne deinen Kostpreis pro Portion

Addiere alle Ingredienzenkosten für eine Portion. Das ist dein Kostpreis. Vergiss nichts: jeder Tropfen Öl und jede Prise Salz kostet Geld.

5

Berechne dein Foodcost-Prozentsatz

Teile deinen Kostpreis durch deinen Verkaufspreis (ohne MwSt.) und multipliziere mit 100. Unter 30% ist gut, über 35% ist problematisch.

✨ Pro tip

Beginne mit deinen 3 best-verkauften Gerichten. Wenn die Foodcost stimmt, hast du bereits 60% deines Problems gelöst. Den Rest kannst du danach angehen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist ein akzeptabler Foodcost-Prozentsatz?

Für die meisten Restaurants liegt ein gesunder Foodcost zwischen 28% und 35%. Unter 28% ist ausgezeichnet, über 35% verlierst du wahrscheinlich Geld bei diesem Gericht.

Muss ich wirklich alle kleinen Zutaten einrechnen?

Ja, absolut. Öl, Gewürze, Beilage und Saucen können zusammen 10-15% deines Kostpreises ausmachen. Diese kleinen Beträge summieren sich schnell bei hohem Verkauf.

Wie oft sollte ich meine Kostpreise aktualisieren?

Überprüfe deine best-verkauften Gerichte monatlich. Bei Preiserhöhungen von Lieferanten musst du sofort durchrechnen, welche Auswirkung das auf deinen Foodcost hat.

Was ist, wenn mein beliebtestes Gericht Verlust macht?

Dann hast du drei Optionen: Preis erhöhen, Portion verkleinern oder günstigere Zutaten verwenden. Beliebte Verlustposten sind am gefährlichsten für deinen Gewinn.

Kann ich Kostpreise schätzen, ohne zu wiegen?

Schätzungen sind normalerweise 20-30% zu niedrig. Du unterschätzt kleine Zutaten und vergisst Schnittabfall. Nur genaue Berechnung gibt zuverlässige Zahlen.

Warum mit Preis ohne MwSt. rechnen?

MwSt. ist Geld, das du an die Steuerbehörde weitergibst. Für deine eigene Marge rechnest du nur, was netto hereinkommt. Bei 9% MwSt. sind €21,80 inkl. eigentlich €20,00 exkl.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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