📝 Rezeptentwicklung & neue Gerichte · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die zusätzlichen Lagerkosten beim Hinzufügen eines neuen Gerichts zur Speisekarte?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Ein neues Gericht hinzuzufügen kostet mehr als nur die Zutaten. Du musst zusätzliche Vorräte einkaufen, und das bindet Kapital und bringt Risiken mit sich. Hier lernst du Schritt für Schritt, wie du diese zusätzlichen Lagerkosten wirklich berechnest.

Was sind Lagerkosten genau?

Lagerkosten bestehen aus drei Komponenten, die viele Unternehmer vergessen mitzurechnen:

  • Kapitalkosten: Das Geld, das in Vorräten gebunden ist, kannst du nicht anderswo investieren
  • Lagerungskosten: Zusätzlicher Kühlraum, Energie, Versicherung
  • Risiko-Kosten: Verderb, Diebstahl, Wertminderung

Diese Kosten belaufen sich oft auf 15-25% deines Lagerbestands pro Jahr. Das bedeutet, dass €1000 zusätzliche Vorräte dich jährlich €150-250 kosten.

💡 Beispiel:

Du fügst eine neue Pasta mit Trüffel hinzu. Für eine Wochenvorrat benötigst du:

  • Trüffelöl: €45
  • Parmesan (zusätzlich): €25
  • Spezielle Pasta: €18
  • Frische Kräuter: €12

Gesamte zusätzliche Vorräte: €100

Die Lagerkosten-Formel

Um die jährlichen Kosten zu berechnen, verwendest du diese Formel:

Jährliche Lagerkosten = Durchschnittlicher Lagerbestandswert × Lagerkostensatz

Der Lagerkostensatz hängt von deiner Situation ab:

  • Frische Produkte (Fleisch, Fisch, Gemüse): 20-30%
  • Haltbare Produkte (Pasta, Reis, Konserven): 12-18%
  • Tiefkühlprodukte: 15-22%
  • Alkoholische Getränke: 8-15%

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit deinem durchschnittlichen Lagerbestandswert, nicht mit deinem maximalen Bestand. Dein Bestand schwankt zwischen Lieferungen.

Berechne die Auswirkung auf deine Gewinnmarge

Die zusätzlichen Lagerkosten musst du in deine Kalkulation einrechnen. Viele Restaurants vergessen das und denken nur an die Zutatenkosten selbst.

💡 Beispielrechnung:

Neues Gericht mit €100 zusätzlicher Vorrat (frische Produkte):

  • Lagerkosten: €100 × 25% = €25 pro Jahr
  • Du verkaufst 200 Portionen pro Jahr
  • Zusätzliche Kosten pro Portion: €25 ÷ 200 = €0,13

Das klingt wenig, aber bei 10 neuen Gerichten summiert sich das auf €1,30 pro Portion zusätzlich.

Saisonale Produkte kosten mehr

Produkte, die nicht das ganze Jahr über verfügbar sind, bringen zusätzliche Risiken mit sich:

  • Preisschwankungen durch Saison
  • Höhere Mindestbestellmengen
  • Mehr Risiko für Verderb durch Unsicherheit
  • Notwendigkeit, Alternativen in Reserve zu halten

Für Saisonprodukte rechnest du daher mit 25-35% Lagerkosten statt der Standard 15-25%.

Wie KitchenNmbrs bei der Lagerplanung hilft

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du verfolgen, wie viel Vorrat jedes Gericht wirklich benötigt. Du siehst sofort, welche neuen Gerichte die meisten Lagerkosten mit sich bringen, damit du das in deine Preisgestaltung einbeziehen kannst.

Wie berechnest du zusätzliche Lagerkosten? (Schritt für Schritt)

1

Inventarisiere alle neuen Zutaten

Erstelle eine Liste aller Zutaten, die du für das neue Gericht einkaufen musst. Addiere auch die zusätzlichen Mengen von Zutaten, die du bereits hast, aber von denen du mehr Vorrat benötigst.

2

Berechne deinen durchschnittlichen Lagerbestandswert

Bestimme, wie viel von jeder Zutat du durchschnittlich auf Lager hast. Dies ist normalerweise die Hälfte deiner Bestellmenge plus eine Sicherheitsreserve von 20-30%.

3

Wende den richtigen Kostensatz an

Multipliziere deinen Lagerbestandswert mit 15-25% für haltbare Produkte oder 20-30% für frische Produkte. Teile dies durch die Anzahl der Portionen, die du pro Jahr verkaufen möchtest.

✨ Pro tip

Teste neue Gerichte zunächst als Spezialität, bevor du sie dauerhaft auf die Speisekarte setzt. So kannst du die tatsächlichen Lagerkosten messen, ohne große Investitionen zu tätigen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich Lagerkosten in meine Lebensmittelkostenberechnung einbeziehen?

Ja, Lagerkosten sind eine versteckte Kostenposition, die deine Gewinnmarge belastet. Rechne sie als Teil deiner Gesamtkalkulation ein, zusätzlich zu deinen Zutatenkosten.

Was ist, wenn ich das neue Gericht nach einem Monat wieder von der Speisekarte nehme?

Dann hast du Restbestände, die du abschreiben oder in anderen Gerichten verarbeiten musst. Deshalb ist es klug, neue Gerichte zunächst mit kleinen Mengen zu testen.

Sind Lagerkosten für alle Restaurants gleich?

Nein, sie hängen von deiner Küchensorte, Lagermöglichkeiten und Umschlagsgeschwindigkeit ab. Fine Dining mit frischen Produkten hat höhere Lagerkosten als eine Pizzeria.

Wie oft sollte ich meine Lagerkosten neu berechnen?

Überprüfe dies vierteljährlich oder wenn sich deine Lieferantenpreise stark ändern. Deine Lagerkosten steigen mit Inflation und Energiepreisen.

Kann ich Lagerkosten senken, indem ich häufiger bestelle?

Ja, aber dann steigen deine Bestellkosten und du läufst Risiko für Lieferengpässe. Finde das Gleichgewicht zwischen Lagerkosten und Liefersicherheit.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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