Plattformgebühren von 15-30% fressen deine Marge bei der Lieferung auf. Viele Restaurants verwenden dasselbe Menü für die Lieferung wie im Restaurant, wodurch sie bei jeder Bestellung Verlust machen oder keinen Gewinn erzielen. Ein separates Liefermenü mit höheren Margen kompensiert diese Kosten und hält dich profitabel.
Warum ein separates Liefermenü unverzichtbar ist
Lieferplattformen berechnen 15-30% Gebühr auf deinen Bestellwert. Dazu kommen Verpackungskosten von €0,50-€2,00 pro Bestellung. Mit deinem normalen Menü verdienst du nichts oder machst sogar Verlust.
⚠️ Achtung:
Ein Gericht mit 30% Lebensmittelkosten in deinem Restaurant hat bereits 50%+ Gesamtkosten nach Plattformgebühr und Verpackung. Dann bleibt nichts für Personal und Gewinn übrig.
Berechne deine neuen Mindestpreise
Für ein profitables Liefermenü musst du rückwärts von deiner gewünschten Marge rechnen. Beginne mit deinen aktuellen Kosten und addiere alle Lieferkosten auf.
? Beispiel:
Pasta Carbonara im Restaurant: €18,50
- Zutatenkosten: €5,50
- Verpackungskosten: €1,20
- Plattformgebühr 25%: €5,68
- Gesamtkosten: €12,38
Mindestlieferpreis für 30% Marge: €17,69 / 0,70 = €25,27
Strategien für höhere Margen
Du hast drei Möglichkeiten, deine Margen zu erhöhen, ohne Gäste zu verlieren:
- Portionsgröße anpassen: Etwas kleinere Portionen mit niedrigeren Zutatenkosten
- Zutatenaustausch: Ersetze teure Zutaten durch günstigere Alternativen
- Lieferexklusive Gerichte: Entwickle Gerichte, die gut transportiert werden und günstig sind
? Beispiel Zutatenaustausch:
Rindfleischschalat (Restaurant) → Hähnchensalat (Lieferung)
- Rindfleiisch: €8,50 pro Portion
- Hähnchenbrust: €3,20 pro Portion
- Ersparnis: €5,30 pro Gericht
Damit kannst du denselben Preis beibehalten mit viel besserer Marge.
Optimale Gerichte für die Lieferung
Nicht alle Gerichte eignen sich für die Lieferung. Konzentriere dich auf Artikel, die gut transportiert werden und günstig herzustellen sind:
- Pasta und Risotto: Niedrige Zutatenkosten, sättigend
- Currys und Schmorgerichte: Werden oft nach dem Transport besser
- Bowls und Salate: Leicht zu standardisieren
- Pizza und Brotgerichte: Klassische Lieferartikel mit guten Margen
Verpackungskosten einbeziehen
Vergiss nicht, Verpackungskosten in deine Berechnung einzubeziehen. Diese summieren sich schnell auf:
? Verpackungskosten Aufschlüsselung:
- Hauptgerichtbehälter: €0,45
- Saucenbehälter: €0,15
- Besteckset: €0,12
- Tasche: €0,08
- Serviette: €0,03
Gesamt pro Bestellung: €0,83
Testen und Anpassen
Beginne mit einem begrenzten Liefermenü von 8-12 Gerichten. Überwache deine Margen wöchentlich und passe an, wo nötig. Achte besonders auf deine meistverkauften Artikel - diese müssen profitabel sein.
Wie stellst du ein profitables Liefermenü zusammen?
Berechne deine Break-Even-Preise
Nimm deine aktuellen Zutatenkosten, addiere Verpackungskosten (€0,50-€2,00) und rechne die Plattformgebühr ein (15-30%). Das ist dein Mindestpreis für die Lieferung.
Wähle lieferfreundliche Gerichte
Wähle Gerichte, die gut transportiert werden und niedrige Zutatenkosten haben. Pasta, Currys und Bowls funktionieren normalerweise am besten. Vermeide Gerichte, die matschig werden oder viel Garnierung benötigen.
Bestimme deine Lieferpreise
Verwende die Formel: (Zutatenkosten + Verpackung) / (1 - Plattform% - gewünschte Marge%). Für 30% Marge und 25% Plattform: teile durch 0,45. Teste mit einem begrenzten Menü von 8-12 Gerichten.
✨ Pro tip
Beginne mit deinen 3 meistverkauften Gerichten und erstelle Liefervarianten davon. Wenn diese gut laufen, baue langsam zu einem vollständigen Menü aus.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel höher dürfen meine Lieferpreise sein als meine Restaurantpreise?
Muss ich die Mehrwertsteuer für die Lieferung anders berechnen?
Kann ich meine normalen Rezepte mit kleineren Portionen verwenden?
Wie oft sollte ich meine Lieferpreise anpassen?
Welchen Lebensmittelkostenprozentsatz sollte ich für die Lieferung anstreben?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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