Schlechtes Wetter kostet Geld bei der Lieferung. Bestellungen werden storniert, Fahrer fahren langsamer und Essen wird kalt zurückgebracht. In diesem Artikel lernst du, wie du diese Verluste in dein Kostenmodell einbeziehst.
Was sind Lieferverluste bei schlechtem Wetter?
Lieferverluste entstehen, wenn Bestellungen nicht erfolgreich ausgeliefert werden. Bei schlechtem Wetter passiert dies häufiger:
- Kunden stornieren in letzter Minute
- Lieferzeiten verlängern sich, Essen wird kalt
- Fahrer können nicht überall hinfahren
- Bestellungen kommen kalt zurück und müssen neu zubereitet werden
Diese Verluste sind nicht in deiner normalen Kostenberechnung enthalten, kosten dich aber Geld.
Berechne dein durchschnittliches Lieferverlustprozentsatz
Sammle zunächst Daten über deine Verluste. Überprüfe die letzten 6 Monate:
💡 Beispielberechnung:
Pizzarestaurant, Oktober-März Daten:
- Gesamte Lieferbestellungen: 2.400
- Storniert/zurückgebracht bei schlechtem Wetter: 180
- Verlustprozentsatz: 180 ÷ 2.400 = 7,5%
Bei schlechtem Wetter verlierst du 7,5% deiner Bestellungen
Überprüfe auch deine Plattformdaten. Lieferando und Uber Eats zeigen Stornierungsprozentsätze pro Tag an.
Unterteile Verluste nach Wettertyp
Nicht jedes schlechte Wetter verursacht denselben Verlust:
- Leichter Regen: 3-5% Verlust
- Starkregen/Wind: 8-12% Verlust
- Schnee/Glatteis: 15-25% Verlust
- Extreme Wetterbedingungen: 30%+ Verlust
⚠️ Achtung:
Diese Prozentsätze sind Richtlinien. Deine Zahlen können je nach Standort, Liefergebiet und Kundentyp unterschiedlich sein.
Baue Verlustprozentsatz in dein Kostenmodell ein
Füge einen "Wetterverlust-Puffer" zu deiner Kostenberechnung hinzu. Dies funktioniert wie eine Versicherung:
💡 Kostenmodell mit Wetterrisiko:
Pizza Margherita Lieferung:
- Basis Zutaten: €3,20
- Verpackung: €0,45
- Plattformgebühr (25%): €2,75
- Lieferkosten: €2,50
- Wetterverlust-Puffer (8%): €0,72
Gesamtkostpreis: €9,62 für €11,00 Pizza
Formel Wetterverlust-Puffer:
(Basis Kostpreis + Verpackung + Gebühren) × (Verlustprozentsatz ÷ 100) = Puffer
Dynamische Anpassung pro Saison
Passe dein Modell pro Saison an. Winter hat mehr Wetterrisiko als Sommer:
- April-September: 3-5% Wetter-Puffer
- Oktober-März: 8-12% Wetter-Puffer
- Dezember-Februar: 12-15% Wetter-Puffer
Aktualisiere deine Preise oder dein Kostenmodell jeden Monat basierend auf tatsächlichen Verlustzahlen.
Alternative Strategien
Neben der Kostenpreis-Anpassung kannst du auch:
- Mindestbestellwert erhöhen bei schlechtem Wetter
- Liefergebiet verkleinern auf sichere Routen
- Lieferzuschlag von €1-2 bei extremen Wetterbedingungen
- Lieferung vorübergehend einstellen bei gefährlichen Situationen
💡 Kommunikationsbeispiel:
"Aufgrund des schlechten Wetters haben wir heute einen Mindestbestellwert von €20 (normalerweise €15), um sichere Lieferung zu gewährleisten."
Registrierung und Nachverfolgung
Verfolge, welche Bestellungen fehlschlagen und warum. Dies hilft dir, dein Modell zu verfeinern:
- Datum und Wetterbedingungen
- Anzahl stornierter Bestellungen
- Anzahl zurückgebrachter Bestellungen
- Grund des Fehlschlags
- Zusatzkosten (Neuzubereitung, Lieferkosten)
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du diese Daten erfassen und dein Kostenmodell automatisch basierend auf deinen tatsächlichen Verlustzahlen anpassen.
Wie baust du Wetterverluste in dein Kostenmodell ein?
Sammle 6 Monate Verlustdaten
Überprüfe deine Plattformdaten und Kassensystem. Zähle alle stornierten und zurückgebrachten Bestellungen bei schlechtem Wetter. Berechne den Prozentsatz deiner gesamten Lieferbestellungen.
Berechne dein durchschnittliches Verlustprozentsatz
Teile deine Gesamtverluste durch die Gesamtzahl der Lieferbestellungen. Dies gibt dir das Basis-Verlustprozentsatz, das du als Puffer verwenden kannst.
Füge Wetter-Puffer zur Kostpreis hinzu
Multipliziere deinen Basis-Kostpreis (einschließlich Verpackung und Gebühren) mit deinem Verlustprozentsatz. Addiere diesen Betrag zu jeder Kostenberechnung.
Passe pro Saison an
Verwende niedrigere Prozentsätze im Sommer (3-5%) und höhere im Winter (8-15%). Aktualisiere jeden Monat basierend auf neuen Daten.
✨ Pro tip
Führe ein 'Wetter-Logbuch' mit täglichen Wetterbedingungen und deinen Lieferergebnissen. Nach einem Jahr siehst du Muster, die dir helfen, dein Modell zu verfeinern.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt. in die Wetterverlust-Berechnung einbeziehen?
Nein, rechne immer mit Preisen ohne MwSt. Den Wetter-Puffer rechnest du über deinen Kostpreis ohne MwSt., nicht über den Endpreis mit MwSt.
Wie oft muss ich mein Verlustprozentsatz aktualisieren?
Überprüfe jeden Monat deine tatsächlichen Zahlen und passe an, falls nötig. Bei großen Abweichungen (mehr als 3 Prozentpunkte Unterschied) kannst du zwischenzeitlich anpassen.
Was ist, wenn mein Verlustprozentsatz höher als 20% ist?
Dann wird die Lieferung bei schlechtem Wetter unrentabel. Erwäge, vorübergehend zu stoppen, dein Liefergebiet zu verkleinern oder einen höheren Lieferzuschlag zu berechnen.
Kann ich unterschiedliche Puffer pro Gericht verwenden?
Ja, teurere Gerichte vertragen einen niedrigeren Puffer als günstigere. Pizzas können 8-12% vertragen, aber bei teuren Sushi ist 5-8% realistischer.
Wie kommuniziere ich Preiserhöhungen durch Wetter an Kunden?
Sei transparent über Sicherheit und Qualität. Erkläre, dass der Zuschlag hilft, auch bei schlechtem Wetter zuverlässig zu liefern, ohne Qualitätsverlust.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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