Alkoholfreie Cocktails werden immer beliebter und können eine schöne Ergänzung zu deiner Kaffeekarte sein. Die Margenberechnung unterscheidet sich von normalen Getränken, da du mit mehreren Zutaten arbeitest und oft mehr Zeit für die Zubereitung brauchst. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die Rentabilität von Mocktails berechnest.
Warum alkoholfreie Cocktails interessant sind
Mocktails haben oft eine höhere Marge als normale Softdrinks. Ein Cola vom Zapfhahn kostet dich €0,15 und verkaufst du für €2,50. Ein selbstgemachter Virgin Mojito kostet dich €0,80 an Zutaten, aber du verkaufst ihn für €6,50. Der Unterschied liegt im Mehrwert und der Zubereitungszeit.
💡 Beispiel: Virgin Mojito
Zutatenkosten pro Glas:
- Frische Minze: €0,25
- Limette (halbe): €0,20
- Rohrzucker: €0,05
- Sodawasser: €0,15
- Eis: €0,10
- Garnish: €0,05
Gesamtkostpreis: €0,80
MwSt. und Verkaufspreis berechnen
Alkoholfreie Getränke in deinem Betrieb unterliegen 19% MwSt., genau wie Kaffee. Wenn du einen Mocktail für €6,50 verkaufst, ist dies inklusive MwSt. Für deine Margenberechnung rechnest du mit dem Preis ohne MwSt.
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit dem Preis ohne MwSt. €6,50 inkl. MwSt. wird €5,46 ohne MwSt. (€6,50 / 1,19).
Die richtige Formel für Getränkemargen
Für Getränke verwenden wir die gleiche Formel wie für Lebensmittelkosten, aber dann heißt es 'pour cost' oder 'Getränkekostenprozentsatz':
Getränkekostenprozentsatz = (Zutatenkosten / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100
💡 Berechnung Virgin Mojito
Mit unseren Zahlen von oben:
- Zutatenkosten: €0,80
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €5,46
- Getränkekosten: (€0,80 / €5,46) × 100 = 14,6%
Das ist eine ausgezeichnete Marge!
Zubereitungszeit in die Kostprijs einbeziehen
Ein Mocktail kostet mehr Zeit als ein normales Softdrink. Wenn dein Barista €18 pro Stunde verdient und 3 Minuten mit einem Cocktail beschäftigt ist, kostet das €0,90 an Arbeit. Addiere dies zu deinen Zutatenkosten für das vollständige Bild.
- Zutatenkosten: €0,80
- Arbeitszeit (3 Min. à €18/Stunde): €0,90
- Gesamtkostpreis: €1,70
- Tatsächliche Marge: (€1,70 / €5,46) × 100 = 31,1%
Übliche Margen für alkoholfreie Cocktails
Eine gute Getränkekostenquote für Mocktails liegt zwischen 15% und 25%, inklusive Arbeitszeit. Dies ist höher als bei alkoholischen Getränken (18-22%), da du mehr Zeit für die Zubereitung brauchst, aber niedriger als bei Speisen, da du keinen Kochprozess hast.
💡 Vergleich mit anderen Getränken
- Kaffee: 20-30% (Milch, Bohnen, Arbeit)
- Softdrink vom Zapfhahn: 8-12% (sehr niedrige Kostpreis)
- Mocktail: 15-25% (Zutaten + Zubereitungszeit)
- Frisch gepresster Saft: 25-35% (Obst ist teuer)
Saisonale Einflüsse auf deine Kostpreis
Frische Zutaten wie Minze, Beeren und Zitrusfrüchte variieren im Preis je nach Jahreszeit. Überprüfe monatlich deine Einkaufspreise und passe deine Verkaufspreise an, wenn deine Kostpreis zu hoch wird. Im Winter kann frische Minze €8 pro Kilo kosten, im Sommer €3.
Digitales Verwalten von Rezepten und Kostpreisen
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du deine Mocktail-Rezepte mit exakter Kostpreisberechnung festhalten. So siehst du direkt deine Marge pro Getränk und kannst schnell anpassen, wenn Lieferanten ihre Preise erhöhen. Auch praktisch für Konsistenz, wenn mehrere Personen hinter der Bar stehen.
Wie berechnest du die Marge auf alkoholfreie Cocktails?
Erstelle eine Liste aller Zutaten
Notiere jede Zutat, die in den Cocktail geht: frisches Obst, Sirupe, Kräuter, Sodawasser, Eis und Garnish. Vergiss nichts, auch nicht den Strohhalm oder die Limettenscheibe. Wiege oder messe die genauen Mengen pro Portion.
Berechne die Kostpreis pro Zutat
Teile den Einkaufspreis durch die Anzahl der Portionen, die du daraus bekommst. Eine Limette von €0,40 ergibt 8 Scheiben, also €0,05 pro Scheibe. Addiere alle Zutatenkosten für die Gesamtkostpreis pro Cocktail.
Berechne die Marge inklusive Arbeitszeit
Teile deine Gesamtkostpreis (Zutaten + Zubereitungszeit) durch deinen Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100. Eine gute Marge für Mocktails liegt zwischen 15% und 25% deines Verkaufspreises.
✨ Pro tip
Starte mit 3 einfachen Mocktails auf deiner Karte und messe 2 Monate lang, welche am besten verkaufen. Konzentriere deine Zeit und Energie auf die Perfektionierung dieser Bestseller, bevor du dein Sortiment erweiterst.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist eine gute Marge für alkoholfreie Cocktails?
Eine Getränkekostenquote zwischen 15% und 25% ist üblich für Mocktails. Dies ist etwas höher als bei alkoholischen Getränken wegen der Zubereitungszeit, aber niedriger als bei Speisen, da du weniger komplexe Zubereitung hast.
Muss ich die Zubereitungszeit in meine Kostpreis einbeziehen?
Ja, besonders bei Cocktails, die mehr als eine Minute Zubereitungszeit kosten. Rechne mit dem Stundenlohn deines Baristas und addiere die Arbeitszeit zu deinen Zutatenkosten für das vollständige Bild.
Wie oft muss ich meine Cocktailpreise anpassen?
Überprüfe mindestens jedes Quartal deine Einkaufspreise, besonders von frischen Zutaten. Saisonale Einflüsse können deine Kostpreis stark schwanken lassen. Passe deine Verkaufspreise an, wenn deine Marge über 25% steigt.
Unterliegen Mocktails 19% oder 7% MwSt.?
Alkoholfreie Getränke in deinem Restaurant unterliegen 19% MwSt., genau wie Kaffee und Speisen. Nur alkoholische Getränke haben 7% MwSt. Rechne also immer mit 19% für deine Mocktails.
Kann ich die gleiche Marge wie für Kaffee verwenden?
Mocktails können eine niedrigere Marge haben als Kaffee, da sie mehr Zutaten enthalten, aber weniger Arbeitszeit. Kaffee liegt oft bei 20-30%, Mocktails bei 15-25%. Teste, was für dein Konzept funktioniert.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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