📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Woher weiß ich, ob mein Lieferdienst mit jedem verkauften Gericht Gewinn macht?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 12 Mar 2026

Bei einem Lieferdienst ist die Rentabilität pro Gericht entscheidend. Du hast weniger Spielraum für Fehler, da du oft mit scharfen Preisen konkurrierst. Hinzu kommen noch Plattformgebühren und Verpackungskosten, die deine Kostenkalkulation erhöhen.

Warum die Gewinnkontrolle bei Lieferdiensten anders ist

Bei einem Lieferdienst hast du mit zusätzlichen Kostenpositionen zu rechnen, die ein traditionelles Restaurant nicht hat. Plattformgebühren von Lieferando oder Uber Eats können bis zu 30% deines Bestellwerts ausmachen. Hinzu kommt, dass Verpackung Geld kostet und du oft weniger Spielraum für hohe Margen hast.

⚠️ Achtung:

Viele Lieferdienste rechnen nur mit Zutatenkosten und vergessen Verpackung, Plattformgebühren und Lieferkosten. Dann sieht deine Marge höher aus als sie wirklich ist.

Die vollständige Kostenkalkulation berechnen

Für einen Lieferdienst besteht deine Kostenkalkulation aus mehr als nur Zutaten:

  • Zutatenkosten: Alle Lebensmittel und Getränke auf dem Teller
  • Verpackungskosten: Behälter, Tüten, Besteck, Servietten, Aufkleber
  • Plattformgebühren: Provision an Lieferplattform (15-30%)
  • Lieferkosten: Falls du selbst lieferst: Benzin, Verschleiß Auto

💡 Beispiel: Pizza Margherita

Verkaufspreis: €12,50 über Lieferando

  • Zutaten: €3,20
  • Pizzakarton: €0,35
  • Plattformgebühren (25%): €3,13
  • Gesamtkosten: €6,68

Echte Marge: €12,50 - €6,68 = €5,82 (47% des Verkaufspreises)

Food Cost berechnen inklusive aller Kosten

Die Formel für Lieferdienste ist anders als für ein Restaurant:

Gesamtkostenkalkulation = Zutaten + Verpackung + (Verkaufspreis × Plattform %)

Food Cost % = (Gesamtkostenkalkulation / Verkaufspreis) × 100

💡 Beispiel: Shawarma-Platte

Verkaufspreis: €15,00

  • Zutaten: €4,80
  • Verpackung (Behälter + Sauce): €0,45
  • Plattformgebühren (27%): €4,05
  • Gesamtkostenkalkulation: €9,30

Food Cost: (€9,30 / €15,00) × 100 = 62%

Wann machst du Gewinn?

Für Lieferdienste gelten andere Benchmarks als für Restaurants:

  • Gesamtkostenkalkulation unter 65%: Gesunde Marge
  • 65-75%: Eng aber machbar bei hohem Volumen
  • Über 75%: Verlustbringendes Gericht

Das ist höher als bei Restaurants (28-35%), weil du keine Bedienung und weniger Overhead hast, aber Plattformgebühren zahlst.

💡 Beispiel: Rentable vs. verlustbringende Gerichte

Hamburger-Menü €18,00:

  • Zutaten: €5,40
  • Verpackung: €0,60
  • Plattform (25%): €4,50
  • Gesamt: €10,50 (58% - GEWINN)

Spareribs €16,00:

  • Zutaten: €8,20
  • Verpackung: €0,50
  • Plattform (25%): €4,00
  • Gesamt: €12,70 (79% - VERLUST)

Tägliche Kontrolle einrichten

Überprüfe täglich deine 5 meistverkauften Gerichte. Wenn diese rentabel sind, hast du 80% deines Umsatzes unter Kontrolle. Nutze ein System wie KitchenNmbrs, um deine Kalkulationen automatisch zu aktualisieren, inklusive Verpackung und Plattformgebühren.

Wie überprüfst du die Rentabilität pro Gericht?

1

Sammle alle Kosten pro Gericht

Addiere: Zutatenkosten + Verpackungskosten + Plattformgebühren (normalerweise 15-30% des Verkaufspreises). Vergiss keine Saucen, Beilagen oder Extras, die du kostenlos mitgibst.

2

Berechne deinen Gesamtkostenkalkulation-Prozentsatz

Teile Gesamtkosten durch Verkaufspreis und multipliziere mit 100. Für Lieferdienste möchtest du unter 65% bleiben, um gesunden Gewinn zu machen.

3

Analysiere deine Top 5 Gerichte wöchentlich

Konzentriere dich auf deine meistverkauften Artikel. Wenn diese rentabel sind, hast du deine wichtigsten Einnahmen unter Kontrolle. Verlustbringende Top-Seller kosten dich das meiste Geld.

✨ Pro tip

Überprüfe monatlich, ob deine Plattform-Prozentsätze noch stimmen - sie ändern sich regelmäßig. Eine Steigerung von 2% Provision kann dein rentabelstes Gericht verlustbringend machen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Sollte ich Plattformgebühren in meine Kostenkalkulation einbeziehen?

Ja, absolut. Plattformgebühren machen 15-30% deines Bestellwerts aus und entscheiden über Gewinn oder Verlust. Ohne diese Kosten bekommst du ein verzerrtes Bild deiner Rentabilität.

Was ist eine gesunde Marge für Lieferdienst-Gerichte?

Für Lieferdienste ist eine Gesamtkostenkalkulation von 60-65% gesund. Das ist höher als bei Restaurants, weil du Plattformgebühren hast, aber weniger Overhead und keine Bedienung.

Wie berechne ich Verpackungskosten pro Gericht?

Addiere alle Verpackung: Behälter, Deckel, Tüten, Besteck, Servietten, Aufkleber. Ein durchschnittliches Gericht kostet €0,30-€0,60 an Verpackung, je nach Art des Essens.

Warum sind meine Margen niedriger als ich dachte?

Normalerweise, weil Unternehmer nur auf Zutatenkosten schauen und Plattformgebühren vergessen. Ein Gericht mit 25% Zutatenkosten hat oft 55-60% Gesamtkosten nach Plattform und Verpackung.

Kann ich unterschiedliche Preise pro Plattform berechnen?

Ja, viele Lieferdienste berechnen 10-15% höhere Preise auf Lieferplattformen, um die Provision auszugleichen. Überprüfe aber die Bedingungen der Plattform.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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